Weltfriedenstag 2015 Bündnis ruft Leipziger zu Demonstration auf Grenzen öffnen für Menschen – Grenzen schließen für Waffen

Die Zahlen des Bundesamtes für Flüchtlingsfragen und Migration für Juli 2015 sprechen eine deutliche Sprache: militärisches Denken und Kriege lösen keine Probleme. 26,6 % der Flüchtlinge kommen aus Syrien, seit Jahren von NATO, USA, EU und Bundesrepublik durch Waffenlieferungen, finanzielle Unterstützung und Ausbildung verschiedenster Rebellengruppen systematisch destabilisiert. 6,1% kommen aus Afghanistan, 5,8% aus dem Irak: beide Staaten wurden durch mit Lügen propagierte jahrzehntelange Interventionen der USA und ihrer Verbündeten endgültig ins Chaos gestürzt. Das Afghanistan-Desaster kostete den Steuerzahler zusätzlich zum Militärhaushalt 8,8 Milliarden Euro (tagesschau.de) und 54 Soldaten das Leben. 33,3% der Flüchtlinge stammen vom Balkan (Albanien, Serbien, Mazedonien, Kosovo), wo mit dem völkerrechtswidrigen Krieg der NATO gegen Serbien im Jahr 1999 eigentlich Freiheit, Demokratie und blühende Landschaften versprochen wurden. Die Realität sind Korruption, Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftlicher Niedergang und Perspektivlosigkeit.

Kriege und kriegerische Politik als Fluchtursache sind daher Themen des diesjährigen Weltfriedenstages in Leipzig. Darüber hinaus geht es um Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Lage in der Ukraine, militärfreie Schulen und Hochschulen, die Rekrutierungskampagnen der Bundeswehr und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft, Rüstungsexport und die Profiteure von Gewalt und Zerstörung, Drohnenkrieg und und und… Das Bündnis Leipzig gegen Krieg lädt alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region ein, gemeinsam am 1. September den Weltfriedenstag zu begehen.

Die Eröffnungskundgebung beginnt 17 Uhr auf dem Nikolaikirchhof. Ab 17.30 Uhr führt eine Demonstration mit Zwischenkundgebungen am Markt, der Deutschen Bank, dem Neuen Rathaus und dem amerikanischen Generalkonsulat zur Albertina.

Auf dem Marktz wird gegen 18 Uhr der Leipziger Friedenspreis 2015 verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel wird in diesem Jahr an Götz Rubisch von Radio Corax Halle/ Castorradio für seine jahrzehntelangen Bemühungen um unabhängige Information und Berichterstattung vergeben. Im Anschluss tragen Tauben den Wunsch nach Frieden in den Leipziger Himmel.

Wir fordern Stadt und Bundesregierung auf, die nach Auflösung der 13. Panzergrenadierdivision nicht ausgelastete Olbricht-Kaserne und das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch für Flüchtlinge zu öffnen. Merkel, Gabriel und Gauck gehören mit ihrer Kriegspolitik zu den Mitverursachern des Flüchtlingselends. Es mangelt in Deutschland weder an Platz für Flüchtlinge noch an Geld (33 Milliarden „Verteidigungs“etat), es mangelt am politischen Willen.

Weitere Informationen und der ausführliche Aufruf unter www.leipzig-gegen-krieg.de

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