Veranstaltungen zum Weltfriedenstag 2016 in Leipzig

Am 01. September vor 77 Jahren begann mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Sechs Jahre später hatte er 56 Millionen Tote gefordert und einen ganzen Kontinent vollständig verwüstet. Die Lehren daraus waren: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Ein anderes Resultat war die Gründung der Vereinten Nationen, gedacht als neutrales Gremium zur friedlichen Beilegung von Konflikten.

Heute erreicht die Zahl von Kriegen und bewaffneten Konflikten jährlich neue Höchststände, besonders die Lage im Stellvertreterkrieg in Syrien lässt kriegerische Auseinandersetzungen in Afghanistan, im Irak oder in Afrika beinahe in den Hintergrund treten. Die Vereinten Nationen sind als Vermittlungsgremium vollständig marginalisiert. Wie wenig ein Militärbündnis wie die NATO als Friedensgarant oder Konfliktlöser taugt, zeigt der Einmarsch der türkischen Truppen in Syrien, dem das Bündniss nichts entgegensetzen kann oder will. Erforderlich wären der sofortige vollständige Rückzug der Bundeswehr aus der Türkei, die unverzügliche Einstellung von Waffenlieferungen und die Suspendierung der türkischen NATO-Mitgliedschaft.

In Leipzig eröffnet der Bund der Antifaschisten ab 17 Uhr mit einem Gedenken an die Deserteure des 2. Weltkrieges auf dem Leipziger Ostfriedhof die Reihe der Antikriegs- Veranstaltungen.

Ab 18 Uhr lädt das Leipziger „Bündnis gegen Krieg“ auf den Markt ein. Redebeiträge kommen u.a. von Cornelius Weiß, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig und Alterspräsident des sächsischen Landtages, sowie Torsten Schleip, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Weitere Beiträge gibt es zur Zivilklauselkampagne an Hochschulen, zu den Rekrutierungskampagnen der Bundeswehr und deren bevorstehenden Einsatz im Inneren sowie zum Zusammenhang von Aufrüstung und Sozialabbau.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird zum neunten Mal der Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr an SchülerInnen des Leipziger Reclamgymnasiums sowie des Evangelischen Schulzentrums. Mit ihrer Initiative „Schüler einer Welt“ leisten sie einen Beitrag zur Integration insbesondere jüngerer Flüchtlinge.

Ab 20 Uhr wird im Rahmen der globaLE in den Passagekinos der Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und VertreterInnen des Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

 

Weitere Informationen unter www.leipzig-gegen-krieg.de und globale-leipzig.de

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