Tag-Archiv: Ostermarsch

Ostermärsche der Friedensbewegung auch in Leipzig

Der eskalierende Bürger- und Stellvertreter-Krieg in Syrien, der Konflikt um Nordkorea, die Lage in der Ukraine, in Afghanistan, im Irak oder im Jemen, die zunehmende terroristische Bedrohung und die durch Krieg und Verelendung ausgelöste Migration zeigen: militärisches und neoliberales Denken verschärfen die aktuellen Probleme der Menschheit. Noch mehr Waffen, mehr Soldaten und mehr Geld für Rüstung müssen durch Kürzungen bei Rentnern sowie im Bildungs- und Sozialbereich refinanziert werden. Auch wenn die Regierungsparteien in Wahlkampfzeiten beschwichtigen und abwiegeln, spätestens ab September wird die Rechnung für die zunehmende Militarisierung präsentiert werden.

Seit 1959 demonstrieren Bürgerinnen und Bürger in der BRD zu Ostern gegen atomare Bedrohung, gegen deutsche Rüstungsexporte oder Auslandseinsätze der Bundeswehr. Vor 25 Jahren gab es den ersten dreitägigen Leipziger Fahrradostermarsch von Leipzig nach Dresden. Bis 2001 mit bis zu 200 radelnden Teilnehmenden in die OFFENe und FREIe HEIDe, nach Berlin, Schneeberg, Buchenwald oder Usti nad Labem.

Die diesjährige Veranstaltung zu den Ostermärschen findet in Leipzig am 15. April ab 10 Uhr auf dem Nikolaikirchhof statt. Redebeiträge u.a. der LINKE- Direktkandidatin Franziska Riekewald sowie von Vertretern von attac, der BI „Gute Nachbarschaft mit Russland“ sowie der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sprechen aktuelle friedenspolitische Themen an, diverse Initiativen präsentieren sich mit Infoständen. Traditionsgemäß wird ein Schwert zu einer Sichel umgeschmiedet, die zum Weltfriedenstag als Leipziger Friedenspreis vergeben wird.

Ab 12 Uhr führt ein Osterspaziergang durch die Leipziger Innenstadt vorbei am Bundeswehr- Rekrutierungsbüro zur Thomaskirche. Anschließend geht es mit dem Fahrrad über das in der General-  Olbricht- Kaserne stationierte Ausbildungskommando des Heeres zum militärisch und zur Flüchtlings- Abschiebung genutzten Flughafen Halle- Leipzig. Die Abschlusskundgebung des Leipziger Ostermarsches beginnt 14.30 Uhr auf der Wiese gegenüber dem Terminal statt.

Wir laden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region ein, gemeinsam ein Zeichen gegen weltweite Kriege und europäische Aufrüstung zu setzen.

 Abrüstung statt Sozialabbau!

Auslandseinsätze beenden! Keine Bundeswehr im Inneren!

Bundeswehr raus aus Schulen und Universitäten!

Nein zum Kriegsflughafen! Zivil-militärische Zusammenarbeit beenden!

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„Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.“ W. Busch (1832- 1908)

Was anderes als die Rückbesinnung auf die Klassiker fällt einem angesichts der nicht nur innerhalb der Friedensbewegung tobenden aktuellen Debatte zu den von den vorgeblich Guten vorgebrachten „Argumenten“ nicht mehr ein. Leute, die Montagsmahnwachen aus der Distanz (wahrscheinlich hinter einem der Augustusplatz- Milchtöpfe versteckt) kritisch begleiten und sich im Besitz der einzigen reinen Wahrheit wähnen. Wärt ihr mal aus der Distanz hervorgekommen und hättet im Sinne der bereits im Mai 14 erfolgten Abgrenzung nach Rechts (Anhang 1) diejenigen unterstützt, die dafür sorgten, dass es ab Juni zwei getrennte Mahnwachen in Leipzig gab. Wie in anderen Städten auch. Damit zu den wichtigen Dingen (Newsletter layoutet zum Download):

1. Ostermarsch Sonnabend 04. April ab 10 Uhr Nikolaikirchhof Falls ihr angesichts des rauen Windes und der tiefen Temperaturen noch ein bischen Motivation für den Sonnabend braucht, in Anhang 2 die PE zum Leipziger Ostermarsch. Ich weiß, braucht keiner, aber trotzdem. Warm anziehen zählt beim folgenden Anachronistischen Zug 2015 übrigens als Requisite und nicht als Vermummung.

2. Schneeblumengedenkweg Montag 13. April ab 19 Uhr Von Markkleeberg (Am Wolfswinkel/ Ecke Equipagenweg) zur „Scheune“ Stötteritz „Flügelschlag Werkbühne Leipzig und die Notenspur Leipzig veranstalten den ersten „Schneeblumen”-Gedenkweg. Es handelt sich um eine Veranstaltung zum Gedenken an den 70. Jahrestag des schrecklichen Marsches, den 1500 Frauen am 13. April 1945 vom KZ Markkleeberg in Richtung Tschechien gehen mussten. Während der ca. dreistündigen Veranstaltung werden wir den ersten Teil der Strecke, achteinhalb Kilometer, gemeinsam mit den Besuchern ablaufen. An verschiedenen Stationen wird es Musik- und Wortbeiträge geben.“ Genaueres: http://notenspur-leipzig.de/index.php?id=444&tx_ttnews[tt_news]=253&cHash=fd56e1b89cc94265b4020ef929d587bb

3. Friedenspolitik heute Freitag 10. April 19:00 Uhr Braustraße 15 Damit endlich mal öffentlich ruchbar wird, mit was für seltsamen und obskuren Verbündeten wir des Abends so rumhängen, die Einladung zur Veranstaltung „Friedenspolitik heute- Die neue Welt(un)ordnung und ihre Konsequenzen für eine linke Außenpolitik“ in Anhang 3.

4. Friedensradfahrt zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Fasschismus 29. April bis 08. Mai Magdeburg- Dessau- Leipzig- Wittenberg- Potsdam- Berlin Wer echt genug hat vom rumsitzen oder – stehen und wen es drängt, mal so richtig in die Pedalen zu treten, dem sei die Tour von Konny und den Freunden von Bike for Peace and New Energies e. V. (dann auch temperaturmäßig) wärmstens empfohlen. Und keine falsche Scheu, so lang sind die einzelnen Etappen nicht und in der größen Not gibt es einen Besenwagen. Friedensarbeit kann auch Spaß machen. Weiter unter: www.bikeforpeace.net

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PE: Es gibt keinen Weg zum Frieden – der Frieden ist der Weg!

Nach Angaben der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) forderte der sogenannte Krieg gegen den Terror weltweit über eine Million Todesopfer. Opfer eines Krieges, der mit finanzieller und logistischer Unterstützung vormals westlicher Bündnispartner wie Taliban, Al Quaida oder IS selbst inszeniert wurde: in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Libyen…

Entgegen den Vereinbarungen zum Ende des Kalten Krieges wurde der Herrschafts-bereich der NATO bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt, dass damit seine Rolle als Weltmacht gefährdet sieht. Derzeit herrscht in der Ostukraine trügerische Ruhe, die Lage kann aber jederzeit durch politisches Fehlverhalten oder gezielte Provokationen beider Seiten eskalieren. Opfer war und ist in jedem Fall die Zivilbevölkerung.

In Deutschland ist die Transformation der Bundeswehr zur weltweit einsetzbaren Interventionsarmee politisch parlementarisch und medial umgesetzt- gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Die strukturelle Unfähigkeit einer ehemaligen Parlamentsarmee soll mit massiven Investitionen in neue Waffen und Rekrutierungsanreize überwunden werden- zwei Milliarden Euro pro Jahr bis 2019. Dabei wurde der Kriegsetat seit 2001 bereits um 35% erhöht- Zuwachsraten, von denen Arbeitnehmer, Rentner oder Hartz IV- Empfänger nur träumen können. Finanziert aus Steuergeldern, die im Sozial- und Bildungsbereich und bei der Betreuung der Flüchtlinge aus den selbstinszenierten Konflikten wesentlich besser angelegt wären.

Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche findet die Leipziger Veranstaltung am Sonnabend, dem 04.04.2014, auf dem Nikolaikirchhof statt. Ab 10:00 Uhr präsentieren friedenspolitische und globalisierungskritische Gruppen und Vereine ihre Arbeit. Parallel zum Umschmieden eines Schwertes zum nunmehr 8. Leipziger Friedenspreis werden Redebeiträge zu den aktuellen friedenspolitischen Herausforderungen gehalten: dem schwelenden Konflikt in der Ukraine, der Zuspitzung des Verhältnisses zwischen NATO und Russland, den Auseinandersetzungen im arabischen Raum, zur Umstrukturierung der Bundeswehr oder zu Fragen des ganz persönlichen Engagements für den Frieden.

Im Anschluss werden in einer Adaption von Brechts „Anachronostischen Zug“ bei einem Gang durch die Leipziger Innenstadt die Kriegstreiber und –profiteure präsentiert:      Politiker, Militärs und Wirtschaftsbosse.

Bekennt euch zum Frieden- kommt zu den Ostermärschen!

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Leipziger Friedensrundbrief März 2015

„Ob wir den Weg des Friedens finden oder der bisherigen, unserer Zivilisation unwürdigen Weg der brutalen Gewalt weitergehen, ist in unsere Hand gegeben. Unser Schicksal wird so sein, wie wir es verdienen.“ A. Einstein ” Zur Frage der Abrüstung”

Newsletter als layoutete Version

1. Friedenswache Montag 18 Uhr Augustusplatz
Da zur Zeit eigene Veranstaltungen montags anmeldetechnisch schwierig sind, zeigen wir im Rahmen der No Legida-Proteste Gesicht auf dem Augustusplatz. Am letzten Montag mit einem Banner „Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen“. Die Reaktionen waren allesamt positiv. Nur waren wir ziemlich Wenige, dass kann sich aber durchaus ändern.

2. Ostermarsch Sonnabend 04. April ab 10 Uhr Nikolaikirchhof  (Flyer vorne und hinten)
Im Anhang der Flyer mit der Bitte um Verbreitung. Mit dem Ostermarsch ist es wie mit Klosterfrau- Melissengeist: nie war er so wertvoll wie heute. Eier werden eh erst am Sonntag gesucht. Da steht einer Teilnahme eigentlich nichts im Wege. Nachfolgend der Aufruf zur Beteiligung an Gruppen und Vereine, der sich natürlich genauso auch an Einzelpersonen richtet. Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Leipziger Ostermarsch findet in diesem Jahr am Sonnabend, den 04.04., statt.
Von 10 bis 12 Uhr auf dem Nikolaikirchhof neben dem traditionellen Schmieden ( „Schwerter zu Sicheln“) des nunmehr 8. Leipziger Friedenspreises Redebeiträge, Texte und Musik zum Thema und die Möglichkeit der Präsentation der Vereine, Gruppen oder Personen, die sich im weiteren Sinne für ein friedlicheres Miteinander in dieser Stadt, auf diesem Kontinent oder dieser Welt einsetzen. Themen gibt es (leider zu) viele: Ukraine, Naher Osten, Atomwaffen, Krieg als Fluchtursache, Festung Europa, Aufrüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr; Bundeswehr an Schulen, Universitäten und Arbeitsämtern, in Kirchen und auf Stadtfesten; NATO und EU als kriegstreibende militärische Bündnisse, Rüstungsproduktion und – export, Antonows auf Leipzigs Flughafen, 100 Jahre 1. Weltkrieg, 70. Jahrestag des Kriegsendes im 2. Weltkrieg… . Da wir das alles nicht allein abdecken können und auch gar nicht wollen, brauchen wir eure Hilfe, Mitarbeit und Unterstützung sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Umsetzung der vielen Ideen. Egal ob Infostand, Redebeitrag oder Teilnahme, gerade in Zeiten sich zuspitzender Auseinandersetzungen und einer Vereinnahmung der Friedenssehnsucht der Menschen durch rechte Trittbrettfahrer muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden.
Ab 12 Uhr wollen wir mit einem Stadtrundgang frei nach Brecht ( Anachronistischer Zug 2015) Vorbereiter, Schönredner und Profiteure des Krieges sowie unzeitgemäße Entwicklungen in der Gesellschaft dar- und bloßstellen. Auch hier ist eure Kreativität gefragt. Falls ihr was auch immer beitragen könnt und wollt, meldet euch einfach. Denn: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg.“

3. statement/ antimilitaristische nachrichten Mittwoch 11.03. und 25.03. radio blau
In den beiden März-Sendungen wird der Ostermarsch thematisch vorbereitet, da kann mensch sich schon mal einhören und sich motivieren lassen. Falls das nötig sein sollte.

4. Die Diskussion um die „neue Friedensbewegung“ beeinflusst in diesem Jahr auch die Ostermärsche. Hier eine längere Situationsanalyse von Reiner Braun, seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung aktiv und einer der Friedenswinter-Aktivisten. Zwar von Ende Januar, trotzdem topaktuell und unbedingt lesenswert.

5. Protest und Widerstand gegen Militär und Krieg findet weltweit statt. Einer der Schwerpunkte ist der Kampf gegen zunehmende illegale Tötungen durch Drohnen. Die Bundeswehr hat ihre Pläne zur Anschaffung solcher (natürlich unbewaffneter) Tötungsmaschinen trotz Pannenserie nicht aufgegeben. In den USA gibt es aktuell Proteste gegen eine der Drohnenleitbasen in Creech/ Nevada. https://www.youtube.com/watch?v=KXX340OIimc

In der Bundesrepublik lenkt die US Air Force die Drohnen unter anderem von Ramstein aus, mit stillschweigender Zustimmung der Bundesregierung. 6. Diese Meldung hatten wir nach der medialen Vorrüstung der letzten Zeit erwartet: Taz: Die Bundeswehr soll mehr Geld bekommen. Gute Voraussetzungen: Ukraine-Konflikt und IS-Terror tangieren das subjektive Sicherheitsgefühl. Wenn in diesen Tagen Ursula von der Leyen auf den Wehretat angesprochen wird, huscht ihr verschmitztes Lächeln über das Gesicht. Die Verteidigungsministerin weiß, dass die gegenwärtige unsichere Weltlage ihr in die Hände spielt… Der Verteidigungsetat für dieses Jahr beträgt rund 32,97 Milliarden Euro. Angesichts der gewachsenen Verantwortung, die Deutschland nach Ansicht der Großen Koalition zu übernehmen habe, lässt von der Leyen keinen Zweifel an einem gehörigen finanziellen Mehrbedarf. Zur Information: in den letzten Jahrzehnten lag der Vereteidigungshaushalt in etwa bei 50 Milliarden D-Mark bzw. dann 25 Milliarden Euro. Es gab also schon still und heimlich eine Erhöhung um 30%. Das reicht unserer Kanonenursel scheint es aber noch lange nicht. Wir sind gespannt, an welchen Stellen im Sozial- und Bildungsbereich für noch mehr militärische Abenteuer gekürzt werden wird. Sage hinterher keiner, er hätte es nicht gewusst.

 

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Ostermarsch 2014: Die Toten aller Kriege mahnen- stoppt den aktuellen Kriegskurs!

Der „Krieg gegen den Terror“  ist in Afghanistan und weltweit gescheitert. Trotz der erneuten Niederlage militärischen Denkens fordern Bundespräsident Gauck und Kriegsministerin von der Leyen im Namen ihrer ungenannten Auftraggeber fast  täglich „stärkeres  militärisches Engagement“ und neue Auslandseinsätze. Jetzt sogar im Baltikum, wo Wehrmacht und SS schlimmste Kriegsverbrechen begangen haben. Im Konflikt um die Krim und in der Ukraine wird mit dem Säbel gerasselt, längst überwunden geglaubte Feindbilder aus den Zeiten des Kalten Krieges und die Seuche des Nationalismus feiern ihre Wiederauferstehung.

Während sich der Beginn des 1. Weltkrieges zum 100. Mal und der des Zweiten zum 75. Mal jährt, scheint die Lehre der Geschichte „Nie wieder Krieg!“ vergessen, sollen die Völker der Welt erneut für den Profit Weniger, für strategische und politische Interessen oder aus nationalem Größenwahn in immer neue Kriege ziehen.

Im Herbst wird in Leipzig und der Republik mit großem Brimborium der Ereignisse des Herbstes 89 gedacht. Sicher kein Wort dazu, dass vor 25 Jahren die welthistorische Chance für ein militärfreies Europa, für eine friedliche Welt von den Verantwortlichen vertan wurde. Die NATO wurde nicht aufgelöst, die Ausgaben für Waffen und Rüstung verhindern zivile Alternativen und gesellschaftliche Entwicklung, die versprochene Friedensdividende blieb aus. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Auslandseinsätze ab, Regierung und Teile der Opposition stimmen zu.

Im  Rahmen der bundesweiten Ostermärsche findet die Leipziger Veranstaltung am Sonnabend, dem 19.04.2014, auf dem Nikolaikirchhof statt. Ab 10:30 Uhr präsentieren friedenspolitische und globalisierungskritische Gruppen und Vereine ihre Arbeit. Parallel zu den Redebeiträgen zu Waffenhandel und Rüstungsexport, Ukraine und Krim, 100 Jahre 1. Weltkrieg, Schulfrei für die Bundeswehr und Krieg als Fluchtursache wird ab 11:00 Uhr ein Schwert zu einer Sichel geschmiedet. Diese wird am 01. September als 7. Leipziger Friedenspreis vergeben. Ab 12:00 Uhr führt ein Osterspaziergang durch die Leipziger Innenstadt zu den Kriegsverantwortlichen aus Politik und Wirtschaft.  Bei der Abschlusskundgebung ab 13 Uhr vor der Leipziger Peterskirche gedenken wir der Toten der Kriege und betrachten den Umgang mit den Lehren der Geschichte.

Bekennt euch zum Frieden- kommt zu den Ostermärschen!

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Leipziger Friedensrundbrief April 2014

„Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es wenn sie`s lesen.“ Karl Kraus

Immer wieder erstaunlich, wie aktuell Zitate vom Beginn des letzten Jahrhunderts auf jetzige Situationen passen. Wenn mensch die Äußerungen von Politikern und „Experten“ sowie die Berichterstattung der meinungsbildenden Medien verfolgt, scheint es noch genauso zu funktionieren. Leider. Muss aber nicht so bleiben.

(Newsletter als pdf)

1. Montagsdemo reloaded

Seit einigen Wochen treffen sich in Berlin allmontaglich Leute unter dem Motto: “AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! FÜR EINE EHRLICHE PRESSE! & GEGEN DIE TÖDLICHE POLITIK DER FEDERAL RESERVE (einer privaten Bank)!”. Letzte Woche auch in Leipzig, 18 Uhr auf dem Augustusplatz. Soll wohl ein fester Termin werden. Alles noch etwas undifferenziert, aber vieles hat klein angefangen. Und wer sich nicht einbringt braucht auch nicht zu meckern. An den Slogans ist ja erst mal nichts auszusetzen. An manch einem Beteiligten schon, aber so ist das eben in der Demokratie von unten.

2. Mittwoch 09.04.14 18 Uhr Radio Blau amina- antimilitaristische Nachrichten

Im Mittelpunkt werden selbstredend die Ostermärsche stehen, außerdem wie üblich die Infos, was sonst noch so im Lande passiert und worüber BILD nicht berichtet.

3. Sonnabend 19.04.14 10.30- 14.00 Uhr Ostermarsch in Leipzig

Zu Inhalten und Programm siehe den angehängten Flyer. Da die Feiertage immer mehr als Familienfreizeit genutzt werden (was auch völlig in Ordnung ist), lasst uns trotzdem nicht so alleine stehen. Also weiterverbreiten, selbst kommen, jemanden mitbringen… Und wem spontan weiteres einfällt, es ist eine offene Veranstaltung. Zeiten und Inhalte sind nur der äußere Rahmen.

4. Mittwoch 30.04.14 20 Uhr Dresden Frauenkirche

Das die Bundeswehr sich gern in der Öffentlichkeit präsentiert, ist ja nichts Neues. Diesmal sollte aber Schluss sein: „Zu einem Musikalischen Gottesdienst laden das Landeskommando Sachsen, das Sächsische Ministerium des Innern … ein.“ Die Ruinen der Frauenkirche waren jahrzehntelang ein Mahnmal für den Frieden, bei der Wiedererrichtung wurde immer wieder auf den völkerverbindenden Charakter hingewiesen, nun spielt das Heeresmusikkorps Erfurt für die Akzeptanz des nächsten Krieges auf. Also für einen guten Zweck. Geht’s noch? Wer Ostern keine Zeit hat, da wäre doch ein Tanz in den Mai auf dem Dresdner Neumarkt eine Alternative. Protest regt sich schon (Anlage 2).

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PE: Ostermarsch 2013 in Leipzig

Weltweit ist Krieg und Gewalt – trotz der Friedensbekundungen und heuchlerischen Verlautbarungen der Regierenden- immer mehr zum legitimen Mittel der Politik geworden. Herbeigebombt werden gefügige Regierungen sowie der Zugriff auf Märkte und immer knapper werdende Ressourcen. Die Folgen dieser Barbarei sind Not, Zerstörung und Millionen Opfer.

Deutschland ist vorn mit dabei! Leipzig auch!
Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind in aller Welt im Einsatz, u.a.in Afghanistan, im Kosovo, im Libanon, vor Somalia, in Mali, in der Türkei …! Die Kosten für traumatisierte Rückkehrer werden der Zivilgesellschaft aufgebürdet. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Waffenproduzent und –exporteur. Über Leipzigs Wolken tobt das Kriegsgeschäft. Der Flughafen Leipzig / Halle unterstützt durch Truppen- und Materialtransporte Kriege in aller Welt. Er ist ein Kriegsflughafen. Die politisch Verantwortlichen verharmlosen, Gegner der Militarisierung werden kriminalisiert. Abrüstung statt Sozialabbau! Armeen abschaffen! Rührt euch.

Samstag, 30.03.2013
10 Uhr Nikolaikirchhof

Präsentation Leipziger und regionaler Initiativen
Redebeiträge zu Waffenhandel und Rüstungsexport, Kriege in Syrien, Mali und Afghanistan, Kriegsflughafen Leipzig, Schulfrei für die Bundeswehr, Militarisierung und Sozialabbau….
Musikalische Unterstützung durch Captain Katze plays with fire und frsntk.de
Konversion konkret: Schmieden eines Schwertes zu einer Sichel. Diese wird am Weltfriedenstag als 6. Leipziger Friedenspreises verliehen.
12:00 Uhr Start der Fahrradtour „… und tschüss 13. PGD“
Wir feiern die Auflösung des Stabes der 13. Panzergrenadierdivision und des Feldjägerbataillons 351. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer zu einem militärfreien Leipzig. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, sich um die freiwerdenden Liegenschaften zu bewerben und dort dringend benötigte Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen aufzubauen.
Für Rückfragen stehen wir gern unter Tel. 01520- 6699079 zur Verfügung.
Weitere Infos unter: www.leipzig-gegen-krieg.de
Mit friedlichen Grüßen
Torsten Schleip
Friedensweg Leipzig e.V.

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Auf zum Ostermarsch 2013! Der Krieg beginnt hier-Stoppen wir ihn hier!

Ostermarsch Lepzig

Weltweit ist Krieg und Gewalt – trotz der heuchlerischen Verlautbarungen der Regierenden- immer mehr zum legitimen Mittel der Politik geworden. Herbeigebombt werden gefügige Regierungen sowie der Zugriff Die Folgen sind Not, Zerstörung und Millionen Opfer. 

Deutschland ist vorn mit dabei! Leipzig auch! Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind in aller Welt im Einsatz, u.a. in Afghanistan, im Kosovo, im Libanon, vor Somalia, in Mali, in der Türkei …!
Die Kosten für traumatisierte Rückkehrer werden der Zivilgesellschaft aufgebürdet.

Deutschland ist weltweit der drittgrößte Waffenproduzent und –exporteur. Abgesichert werden die profitintensiven Geschäfte der Rüstungskonzerne oft mit steuerfinanzierten HERMES- Bürgschaften.

Über Leipzigs Wolken tobt das Kriegsgeschäft. Der Flughafen Leipzig / Halle unterstützt durch Truppen- und Materialtransporte Kriege in aller Welt. Er ist ein Kriegsflughafen. Die politisch Verantwortlichen verharmlosen.
Gegner der Militarisierung werden kriminalisiert.

Wir wollen:
Keinen Kriegsflughafen, keine militärisch abhängigen Jobs, denn die Militarisierung raubt die Mittel für Arbeit, Bildung und Soziales.

Wir fordern:
Abrüstung statt Sozialabbau! Armeen abschaffen!
Kapitalismus wegtreten! Rührt euch.
Sozialabbau bereitet den Boden für Gewalt und Faschismus.
Unsere Zukunft kann aber nur eine solidarische und friedliche sein, frei von Gewalt, Ausgrenzung und Rassismus.
Auf Märkte und immer knapper werdende Ressourcen.
Keinen Profit aus Not und Elend anderswo in der Welt.

OSTERMARSCH 2013
Samstag 30.03.’13 10 Uhr NIKOLAIKIRCHHOF
10:00 Uhr ERÖFFNUNG
Redebeiträge zu:
– Krieg und Migration
– Regionaler antimilitaristischer Arbeit
– Schulfrei für die Bundeswehr
– „Aktion Aufschrei- Stoppt den Waffenhandel!“
– Militarisierung und Sozialabbau

Präsentation Leipziger und überregionaler
Vereine, Initiativen und Gruppen
11:00 Uhr SCHMIEDEN EINES SCHWERTES ZU EINER SICHEL
als 6. Leipziger Friedenspreis 2013
5 vor 12 TAUBEN STEIGEN IN DEN HIMMEL
12:00 Uhr UND TSCHÜSS: 13. Panzergrenadierdivision  zur OLBRICHT- Kaserne

Flyer zur Veranstaltung

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Ostermarsch in Leipzig 2012

Der imperiale Herrschaftsanspruch der westlichen Welt und der angestrebte „ungehinderte Zugang zu Rohstoffen und Märkten“ machen die Welt immer unsicherer. Bedrohungsszenarien werden politisch initiiert, medial vermittelt und militärisch umgesetzt. Nachdem der zuvor von USA und EU hofierte Staatschef Gaddafi exekutiert und das erdölreiche Libyen rekolonialisiert wurden, wendet sich die Kriegspropaganda nun Ahmadinedschad und dem Iran zu. Nachdem selbst die letzten Sandkastenstrategen eingesehen haben, dass der Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen ist und selbst die Liquidierung von Osama bin Laden oder die Massakrierung von Zivilisten die NATO dem erhofften Endsieg im „Krieg gegen den Terror“ nicht näher gebracht haben, geht es nur noch um geordneten Rückzug und die Verlegung der Truppen in lohnendere  Kriegsgebiete wie den Nahen Osten.

Der Krieg beginnt hier- stoppen wir ihn hier

Auch in Leipzig galoppiert die Militarisierung munter voran: die Zahl der „Transitpassagiere“ auf dem Leipziger Flughafen ist trotz Rückgang auf 400 000 im Jahr 2011 immer noch gewaltig. Wie die 2012 abfliegenden Bundeswehrsoldaten gezählt werden, bleibt noch offen, wahrscheinlich ist jedoch eine Verbuchung als Urlaubsflieger. Die mit dem militärischen Missbrauch verbundene Gefährdung ziviler Passagiere und der Bevölkerung insgesamt wird trotz offizieller Gutachten negiert, vertuscht und verharmlost. Stattdessen werden legal und demokratisch handelnde Initiativen und Bürger kriminalisiert und überwacht. An Leipziger Schulen rekrutieren völlig unparteiische Jugendoffiziere munter die Zufallenden der nächsten grundgesetzwidrigen Auslandseinsätze. Und Michel und Micheline schauen zu bzw. weg.

Damit es nicht so bleibt, gibt es im Rahmen der bundesweiten Ostermarschaktivitäten auch in Leipzig die Gelegenheit zur Aktivität:

Am Samstag, dem 07.04., präsentieren sich ab 10 Uhr auf dem Nikolaikirchhof Leipziger und überregionale Vereine, Initiativen und Gruppen mit friedenspolitischen Arbeitsinhalten. Während der Veranstaltung wird neben Redebeiträgen zu den Kampagnen „Aufschrei- Waffenhandel stoppen“ (Pfarrer i.R. Christian Führer) und „Schulfrei für die Bundeswehr“ (angefragt: GEW) sowie lokaler antimilitaristischer Arbeit symbolisch ein Schwert zu einer Sichel geschmiedet. Diese wird am Weltfriedenstag als 5. Leipziger Friedenspreis vergeben.

Im Anschluss an die Veranstaltung auf dem Nikolaikirchhof steht ab 12.30 Uhr ein Besuch bei der sich auf den Afghanistan- Einsatz vorbereitenden 13. Panzergrenadierdivision an der Olbricht- Kaserne und ab 14 Uhr das Rollen des Militär- Kuckucks- Ei am Kriegsflughafen Leipzig/ Halle auf dem Programm.

Frieden wollen heißt handeln. Deshalb: Ostern auf die Straße.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Gandhi

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Januar 2010

1. Dienstag, 11. Januar 2011, 17 Uhr  Raum S 205 im Neuen Seminargebäude der Uni Leipzig, Universitätsstraße
Treffen der Leipziger Friedensbewegten/ Leipzig gegen Krieg/ Leipziger Friedensforum
Themen:         – Vorbereitung Ostermarsch 2011
– Vorstellung Ideen für 27. Januar/ Stand Denkmalsprojekt Hauptbahnhof
– regionale Vernetzung zur Kampagne „ Schulfrei für die Bundeswehr“ (Arbeitstitel)
2. amina- antimilitaristische nachrichten auf Radio blau
Mittwoch, 05. Januar 2011, 18 bis 19 Uhr
auf UKW 99,2 MHz, sowie 94,4 MHz & 89,2 MHz und im Kabelnetz der Primacom auf 97,9 MHz

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