PM: Richtigstellung und Reaktion zu Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest

Die Mahnwachen gegen die Präsenz der Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest wurden von Leipziger Friedensbewegten vorbereitet und durchgeführt und vom unparteiischen Friedensweg Leipzig e.V. angemeldet. Politiker der Linken unterstützten die Initiative, traten aber weder durch Infomaterialien ihrer Partei oder Parteisymbolik, sondern ausschließlich durch persönliche Teilnahme und Meinungsäußerung in Erscheinung. Auch Politiker sind nur Menschen und nicht immer Funktionsträger. Damit hielten sie sich an die Entscheidung DER STADT(?), allen (partei-)politischen Gruppierungen keine Plattform einzuräumen.
Die Reaktionen von Passantinnen und Passanten in vielen Gesprächen während der Mahnwachen spiegelten zum überwiegenden Teil die statistisch bekannte Ablehnung von Auslandseinsätzen, eine kritische Einschätzung der Rolle der Bundeswehr insgesamt und Unverständnis über die Tatsache und die Art und Weise der Präsentation der Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest wieder.

Leipzigs SPD- Chef Michael Clobes und Junge Union- Kreisvorsitzender Felix Döhler könnten sich vielleicht von Genossen oder Parteifreunden aus den alten Bundesländern Sinn und Inhalt des sogenannten Beutelsbacher Konsenses von 1976 bezüglich des Indoktrinationsverbotes und der Kontroversität an Schulen erläutern lassen, der auch für Pluralismus und Meinungsvielfalt auf Stadtfesten Anwendung finden könnte. Oder eine Grundregel beachten, die auch der Bundeswehr gut anstünde: erst fragen, dann schießen.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Mit friedlichen Grüßen

Torsten Schleip Friedensweg Leipzig e.V.

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One Response to PM: Richtigstellung und Reaktion zu Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest

  1. Kuno sagt:

    Die Bundeswehr versucht sich zur Zeit ziemlich aggressiv als normaler Arbeitgeber zu präsentieren mit Stichworten zu Forschung und der Verheißung auch nicht unbedingt uniformiert rumlaufen zu müssen. Die eigentlichen Aufgaben der Bundeswehr werde da völlig unter den Teppich gekehrt.

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