PE: Es gibt keinen Weg zum Frieden – der Frieden ist der Weg!

Nach Angaben der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) forderte der sogenannte Krieg gegen den Terror weltweit über eine Million Todesopfer. Opfer eines Krieges, der mit finanzieller und logistischer Unterstützung vormals westlicher Bündnispartner wie Taliban, Al Quaida oder IS selbst inszeniert wurde: in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Libyen…

Entgegen den Vereinbarungen zum Ende des Kalten Krieges wurde der Herrschafts-bereich der NATO bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt, dass damit seine Rolle als Weltmacht gefährdet sieht. Derzeit herrscht in der Ostukraine trügerische Ruhe, die Lage kann aber jederzeit durch politisches Fehlverhalten oder gezielte Provokationen beider Seiten eskalieren. Opfer war und ist in jedem Fall die Zivilbevölkerung.

In Deutschland ist die Transformation der Bundeswehr zur weltweit einsetzbaren Interventionsarmee politisch parlementarisch und medial umgesetzt- gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Die strukturelle Unfähigkeit einer ehemaligen Parlamentsarmee soll mit massiven Investitionen in neue Waffen und Rekrutierungsanreize überwunden werden- zwei Milliarden Euro pro Jahr bis 2019. Dabei wurde der Kriegsetat seit 2001 bereits um 35% erhöht- Zuwachsraten, von denen Arbeitnehmer, Rentner oder Hartz IV- Empfänger nur träumen können. Finanziert aus Steuergeldern, die im Sozial- und Bildungsbereich und bei der Betreuung der Flüchtlinge aus den selbstinszenierten Konflikten wesentlich besser angelegt wären.

Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche findet die Leipziger Veranstaltung am Sonnabend, dem 04.04.2014, auf dem Nikolaikirchhof statt. Ab 10:00 Uhr präsentieren friedenspolitische und globalisierungskritische Gruppen und Vereine ihre Arbeit. Parallel zum Umschmieden eines Schwertes zum nunmehr 8. Leipziger Friedenspreis werden Redebeiträge zu den aktuellen friedenspolitischen Herausforderungen gehalten: dem schwelenden Konflikt in der Ukraine, der Zuspitzung des Verhältnisses zwischen NATO und Russland, den Auseinandersetzungen im arabischen Raum, zur Umstrukturierung der Bundeswehr oder zu Fragen des ganz persönlichen Engagements für den Frieden.

Im Anschluss werden in einer Adaption von Brechts „Anachronostischen Zug“ bei einem Gang durch die Leipziger Innenstadt die Kriegstreiber und –profiteure präsentiert:      Politiker, Militärs und Wirtschaftsbosse.

Bekennt euch zum Frieden- kommt zu den Ostermärschen!

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