“Nie wieder Krieg nach unserem Sieg”

Mensch möchte es schlichtweg nicht glauben-  selbst die Nasen demonstrieren jetzt für den Frieden und gegen die militärische Nutzung des Flughafens. Im Weiteren eine PE der Leipziger Antifa. Und das "Schönste" dran- die Verantwortlichen der Stadt sehen zu und deckeln die Aktion. Also an beide: HAUT AB!

STADT ERMÖGLICHT NAZI-AUFMARSCH IN LEIPZIG

Neonazis führten am frühen Freitagabend, den 8. Dezember, eine Demonstration durch den Leipziger Stadtteil Gohlis durch. Daran nahmen Schätzungen zufolge zwischen 60 und 70 bekennende Nationalsozialisten aus dem rechtsextremen Kameradschafts-Spektrum und der NPD aus Leipzig und dem näheren Umland teil. Drei Hundertschaften von Polizeibeamten sicherten den Aufzug ab.
  
Möglich wurde der Aufmarsch durch die vermutlich gezielte Desinformationspolitik des Ordnungsamtes. Dieses kündigte lediglich eine „Demonstration gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr“ an, verschwieg aber sowohl den Veranstalter als auch den rechtsextremen Charakter der Versammlung. Angeführt wurde der Aufmarsch durch den Altenburger Thomas Gerlach, Kader des nationalsozialistischen „Kampfbunds Deutscher Sozialisten“. Auch rechtsextreme Hooligans nutzen die Demonstration, um in Seitenstraßen Unruhe zu stiften.
 

Die Leipziger Antifagruppe (LeA) bezeichnet das Verhalten der Stadt als „skandalös und unverantwortbar“. Dazu Pressesprecherin Klara Naumann: „Die Stadt Leipzig hat Rassisten und Antisemiten einen unbehelligten Aufmarsch ermöglicht. Ihre Taktik war es, die Öffentlichkeit gar nicht erst in Kenntnis zu setzen. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern kommt einer tätigen Unterstützung von Nazistrukturen gleich.“
  
Dass die Stadt Leipzig wusste, dass es sich um einen Naziaufmarsch handelt, ist offensichtlich: zahlreiche Polizeikräfte, unterstützt von einer Pferdestaffel, standen zum „Schutz“ der Nazis bereit. Dadurch wurden auch spontane Gegenproteste durch die Polizei unterbunden. „Jugendliche, die optisch als ‚alternativ’ eingeschätzt wurden, sind durch Polizeikräfte schikaniert worden. Sie erhielten weiträumig Platzverweise“, so Naumann weiter. „Die Polizei hielt den Nazis dadurch nicht nur die Straße frei, sondern ging gegen jeden verbalen und friedlichen Protest vor.“
  
Nazis versuchten in der Vergangenheit immer wieder in Leipzig aufzumarschieren. Der Hamburger Neonazi Christian Worch, zu dessen Anhängerschaft auch die Teilnehmer des Aufmarsches vom Freitag zählen, lief zuletzt am 3. Oktober 2006 vom Hauptbahnhof zum Ostplatz. Dieser Aufmarsch von rund 200 Nazis war durch den Gegenprotest mehrerer Tausend Menschen begleitet worden.
  
Mehrfach machte Worch kenntlich, er werde wiederkommen, solange die Stadt Leipzig nicht seine Demonstrationsziele durchsetze. „Die Stadt Leipzig ist nun offenbar auf die Forderung der Nazis eingegangen“, resümiert Naumann. „Als AntifaschistInnen sehen wir uns in der Pflicht, auf dieses skandalöse Handeln der Stadt eine politische Antwort zu geben.“
  
  Klara Naumann
  für die Leipziger Antifagruppe (LeA)

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