Leipziger Friedensrundbrief November 2012

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,

vorab ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bei den diesjährigen Mahnwachen an den Stolpersteinen eingebracht haben. Trotz eingeschränkter öffentlicher Wahrnehmung war es mit hunderten Teilnehmern allein in Leipzig und weiteren 31 beteiligten Städten ein wunderbares Gedenken. Insbesondere in Anbetracht der Schändung aller Stolpersteine in Greifswald am Vorabend des 09. November.

Ansonsten in Kürze zwei Veranstaltungshinweise. Und beste Wünsche für eine ruhige Adventszeit, friedlich wird sie wohl eher nicht.

1. Mahnwache am Dienstag, 27.11.2012, 17 bis 19 Uhr, Kleiner Willy- Brandt- Platz

Wir wollen den derzeitigen Konflikt um Gaza, die Diskussion um Patriot- Raketen und Bundeswehr in die Türkei sowie die Kampagne „Aufschrei- stoppt den Waffenhandel“ thematisieren. Eigentlich im Herzen des Weihnachtsmarktes auf der Petersstraße, aber Kommerz genießt Priorität, daher der Ort etwas abseits. Vielleicht auch nicht verkehrt, haben wir etwas mehr Platz zum Wirken.

2. Besuch des Kriegsministers in Leipzig, Nikolaus, Einlass ab 17.15 Uhr

Ich mache es mir mal ganz einfach und leite die Ankündigung des RCDS weiter:

 

Zitat Anfang

Nikolausvorlesung mit dem Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière und offener Diskussion – 06.12. um 18.00 Uhr im Hörsaal 3, Campus Augustusplatz

Terror, Piraterie, zerfallene Staaten – die Welt sieht sich mit neuen Bedrohungen und Konfliktmustern konfrontiert. Regionale Konflikte haben in unserer vernetzten Welt schnell globale Auswirkungen. Konfliktverhütung rückt ebenso in das Blickfeld der Sicherheitspolitik wie humanitäre Hilfe, der Schutz der Menschenrechte und die Sicherheit der internationalen Handelswege. Deutschland trägt als starkes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft Verantwortung.

Vor dem Hintergrund der damit verbundenen Aufgaben wird die Bundeswehr neu ausgerichtet. Die politische Botschaft: Deutschland braucht eine einsatzfähige und zukunftsfeste Armee, um seiner internationalen Verantwortung gerecht werden zu können. Gleichzeitig werden Auslandseinsätze der Bundeswehr von den Deutschen nach wie vor mit großer Skepsis gesehen. Soldaten beklagen eine mangelnde Wertschätzung ihres Dienstes durch die deutsche Öffentlichkeit.

Was ist Deutschlands Rolle in der Welt? Was bedeutet „internationale Verantwortung“? Was ist die Rolle von Streitkräften in unserer Sicherheitspolitik? Wie kann die Bundeswehr auch als Freiwilligenarmee ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft bewahren?

Diese Fragen sind das Thema unserer diesjährigen RCDS-Nikolausvorlesung. Wir freuen uns dabei den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière MdB, begrüße zu dürfen. Nach seinem Impuls-Vortrag mit dem Titel „Wozu noch dienen? Der Auftrag der Bundeswehr“ stellt sich der Minister der offenen Diskussion.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen!

Zitat Ende

Bei der „offenen Diskussion“ dürfen hoffentlich auch Fragen nach Kunduz- Massaker, Grundgesetz, Rekrutierungskampagne u.ä. gestellt werden, falls mensch in den Saal hineinkommt. Falls nicht, hätten sie die Veranstaltung gleich in der Olbricht- Kaserne machen können. Mensch darf gespannt sein.

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