Leipziger Friedensrundbrief Mai 2016

Rache und immer wieder Rache! Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.“ Bertha von Suttner (1843-1914), Mitbegründerin der DFG

Auch im Mai und Juni ist die Terminliste wieder gut gefüllt. Gerne auch zum Weiterverteilen.

1. Friedenswache montags 18 Uhr             Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

 Da git es nicht Neues: wir sind nach wie vor vor Ort. Jedenfalls am 09. und 16. Mai, für den 23. und 30. Mai ist der übliche Platz vom Katholikentag belegt. Religion geht vor Demokratie, jedenfalls wenn es die ohne Minarette ist. Genauere Orte unter www.facebook.com/FriedenswacheLeipzig/?fref=ts

2. Tag der Befreiung 08.Mai

 a) 9.30 Uhr Gedenkstätte Permoserstraße 15 Fahrradgedenktour    

Der Gedenkmarsch in diesem Jahr als Fahrradtour zu den Orten der Zwangsarbeit im Leipziger Nordosten geplant. Genaueres auf dem Flyer im Anhang.

b) 15 Uhr Sachsenbrücke

Die SDAJ Leipzig und das Bündniss gegen Krieg Leipzig erinnern mit Information und Ausblick an den Tag der Befreiung. Ohne genauen Ablauf, der ergibt sich spontan vor Ort.

zum Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai 17 Uhr Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

Information tut not, in den meisten Ländern ist die KDV- Situation nicht annähernd so günstig wie bei uns. Im Mittelpunkt einer bundesweiten Solidaritätsaktion in 15 Städten steht die israelische Verweigerin Tair Kaminer. In Leipzig ergänzt um den Fall des ukrainischen Verweigerers Ruslan Kotsaba, der seit 1 ½ Jahren in der ach so demokratischen und den westlichen Werten verpflichteten Poroshenko- Ukraine in Haft sitzt. Für seine eigene Kriegsdienstverweigerung und seinen Aufruf an andere, die Teilnahme ab Krieg im Osten der Ukraine zu verweigern, ist er angeklagt, Staatsverrat begangen und die Mobilisierung behindert zu haben. Auf Staatsverrat stehen in der Ukraine 12 bis 15 Jahre Gefängnis. Näheres unter

http://www.connection-ev.org/ruslankotsaba-form.

  1. TTIP verhindern! Jetzt erst recht!

Die unlängst von GREENPEACE Niederlande veröffentlichten Vertragsinhalte haben die Befürchtungen nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen. Noch ist Zeit, um zu verhindern, dass Merkel, Gabriel und der Rest der Volksvertreter dieses endgültig an die Konzerne verscherbeln.
Montag   23.Mai 19:00 Uhr   Volkshaus, Erich-Schilling-Saal (Karl-Liebknecht-Str. 30, 5. OG) Podiumsdiskussion: Grenzenlose Konzernmacht? Die Folgen des Freihandels. Details folgen auf http://vorsichtfreihandel.blogsport.de/termine

Dienstag 24. Mai 15:00 Uhr        Uni Leipzig      Innenstadt-Campus    HS 17

Workshop beim Kollektiv-Festival: Wie CETA und TTIP die Demokratie bedrohen. Wir wollen aufdecken, wie demokratische Handlungsspielräume zu Gunsten von Konzernen beschränkt werden.

  1. c) Sonnabend Mai 12:00 Uhr        Naturkundemuseum am Goerdelerring

Demo gegen TTIP und CETA durch die Leipziger Innenstadt. Können ruhig so viele werden wie in Hannover. Oder mehr.

  1. 25. bis 29. Mai 100. Katholikentag

Die Friedenswache kann wegen Auf- und Abbauarbeiten nicht am Leuchner stattfinden, der Initiative „Christinnen und Christen in der DFG-VK“ wurde ein Infostand auf der Kirchenmeile verweigert. Die da im Namen des Herrn töten werden dagegen von allen Seiten herzlichst begrüßt und seelsorgerisch betreut. Aktivitäten gegen die unheilige Allianz von Kirche und Militär sind unbedingt angebracht. Von Borchert nichts gelernt: „Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!“ Zum blanken Hohn der Veranstaltungstitel kein Kommentar.

„Die Katholische Militärseelsorge ist mit Info-Zelten auf der zentralen „Kirchenmeile“ in der Leipziger Innenstadt präsent.

Am Tag der Militärseelsorge am Freitag, 27. Mai 2016, wird in der Leipziger General-Olbricht-Kaserne um 11.00 Uhr ein zentraler Feldgottesdienst mit Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck gefeiert.

Im Rahmen der großen Gesprächsforen des Katholikentags findet am Nachmittag von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Militärbischof Dr. Franz Josef Overbeck unter dem Thema „Brandstifter oder Friedensförderer. Die Friedenskonzepte der Religionen im Dialog.“ statt.

Am Samstag, 28. Mai 2016, findet von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr ein Werkstattgespräch der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) zum Thema “Hybridkrieger, Cyberwar, Laserwaffen, Drohnen. Als Christ und Soldat für den Frieden.” im Hauptturm des Neuen Rathauses statt.“

(Quelle: http://www.kmba.militaerseelsorge.bundeswehr.de)

  1. 03. Juni 19 Uhr             Ort in Vorbereitung

Uliana Kotsaba, die Frau von Ruslan Kotsaba, ist Ende Mai/ Anfang Juni auf Informationstour in der Bundesrepublik. Sie wird über die Beweggründe ihres Mannes, die Haftbedingungen und den Prozess gegen ihn sowie über die Situation der Familie berichten. Sicher eine andere Sicht auf den Ukraine-Konflikt.

  1. 8. bis 12. Juni Stopp Ramstein Aktionswochenende an der US-Airbase Ramstein        

Wolfgang Jung ist am 5. April mit seiner Klage gegen die Bundesrepublik am BVG in Leipzig erwartungsgemäß gescheitert. Die Richter folgten wenn auch mit Bedenken der Argumentation der Regierung, man wisse nicht genau was die Amerikaner auf der Base drohnentechnisch so treiben, wolle es auch gar nicht wissen und könne sowieso nichts machen. Umso wichtiger, das Thema einer breiten Öffentlichkeit am Ort des Geschehens und darüber hinaus zur Kenntnis zu bringen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, neben einem Camp ab 8. Juni gibt es eine Reihe Veranstaltungen in der Region Kaiserslauten und als Höhepunkt eine Menschenkette zur Base. Zur Anreise stehen einige Mitfahrgelegenheiten sowie zwei Busse zur Verfügung, die von Berlin kommend in Leipzig zwischenhalten. Derzeitige Abfahrtszeiten sind Freitag am Vormittag (mit Zwischenübernachtung im Camp) sowie in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend mit Rückfahrt nach der Aktion. Kosten der Busse 40 €, ermäßigt 30 €. Zur Koordination einfach melden oder politisch korrekt unter

https://dudle.inf.tu-dresden.de/le-rammstein-menschenkette/ eintragen. Im Anhang der nicht so breite Flyer zur breitestmöglichen Verbreitung.

Bis dahin. Und mensch sieht sich hoffentlich. Gelegenheit ist ja reichlich. Für Kritik, Fragen und Anregungen sind wir wie immer offen.

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