Leipziger Friedensrundbrief März 2014

Es gab immer Krieg. Es war ein Grenzstreit, das nationale Äquivalent des Vorwurfs, dass der Nachbar seine Hecke zu lang wachen ließ. Manchmal wurde die Sache größer. Borograwien war ein friedliebendes Land, umgeben von verräterischen, heimtückischen und kriegerischen Feinden. Es mussten verräterische, heimtückische und kriegerische Feinde sein, denn sonst würden wir ja nicht gegen sie kämpfen. Es gab immer Krieg. Terry Pratchett, Das Weiberregiment

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,
Anfang Februar wurde bei der sogenannten Sicherheitskonferenz in München wieder ordentlich der nächste Krieg vorbereitet. Da der in Afghanistan als verloren gilt, wurde der Konflikt in der Ukraine durch einseitige Unterstützung der wie-auch-immer- Opposition kräftig geschürt und verschärft. Das Ergebnis der geheimen Absprachen sehen wir aktuell, was genau besprochen wurde erfahren wir in 20 Jahren. Oder eher, aber es wird wenige interessieren. Wundern sowieso nicht. Die Rede des obersten Kriegstreibers der Nation auf der Konferenz rief bundesweit und in Leipzig Protest hervor. Dazu ein offener Brief von Jürgen Todenhöfer und Gedanken aus dem Friedenszentrums im Anhang. Layoutet gibt es diesen Newsletter hier.

1. Ostermarsch 2014 Vorbereitungstreffen 11. März ab 17 Uhr Schwägrichenstr. 8
Unser Vorschlag wäre Ostersonnabend, der 19. April, von 10 bis 12 Uhr auf dem Nikolaikirchhof mit Information und Positionierung zu den uns bewegenden Problemen und dem Schmieden des Leipziger Friedenspreises. Anschließend ein kurzer Marsch zu einer kriegsverherrlichenden Gedenkstätte für die Täter und Opfer des 1. Weltkrieges, deren es ja reichlich gibt und die gerade jetzt zum 100.Jagrestag ins öffentliche Interesse gerückt werden sollten.
Erste Überlegungen zu einem Arbeitstitel: „Das Rad der Geschichte kann nicht zurückgedreht werden. Aber Bundesregierung, NATO und EU wollen die Ergebnisse zweier Weltkriege revidieren.
Die Toten mahnen. Jetzt neue Kriege verhindern.“
Noch nicht so richtig ausgereift, wir brauchen also eure Gedanken und Unterstützung. Zur Anregung der Aufruf aus Berlin. Zur Ausgestaltung der Veranstaltung sind wir dringend auf eure Unterstützung, Ideen und Beiträge angewiesen. Deswegen die Einladung zum Vorbereitungstreffen am Dienstag, den 11. März, ab 17 Uhr im Schwägrichentreff in der Schwägrichenstr. 8 im Musikviertel. Wem die Gedanken zum Zustand der Welt auch keine Ruhe mehr lassen, ist herzlich willkommen. Leipzig braucht eine Friedens-BEWEGUNG.

2. Dienstag 18. März Heinrich-Pestalozzi- Förderschule Gohlis
Ulla Jelpke von der BT- Fraktion der Linkspartei informiert regelmäßig über Einsätze der Bundeswehr bei Messen und in Schulen. Für Leipzig ist obiger Termin angekündigt, genaueres noch nicht bekannt. Bundeswehr hat zwar generell an Schulen nichts verloren, aber das „Werben fürs Sterben“ gerade in einer Förderschule ist besonders kritikwürdig. Wer kann sich am Protest beteiligen?

3. Mittwoch 12. März 18 Uhr amina- antimilitaristische Nachrichten radio blau
Thema werden u.a. die Schulbesuche der Bundeswehr und geplante Veranstaltungen zu 1914-2014 sein. Falls euch Weiteres auf den Nägeln brennen, gebt Bescheid.

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