Leipziger Friedensrundbrief Juni 2012

nachdem der Protest gegen die Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest gute Resonanz bei den Besuchern und ein (wenn auch teilweise dämliches) Echo in der Lokalpresse fand, sind wir auf die weitere Entwicklung z.B. im Stadtrat gespannt. Dank an alle Beteiligten.

1. Vorbereitung Weltfriedenstag
2. 5. Leipziger Friedenspreis
3. Internationales antimilitaristisches Camp am Gefechtsübungszentrum Altmark vom 13. bis 16. September
4. Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung 24. bis 29. September
5. Aktion Aufschrei- stoppt den Waffenhandel

1. Bevor das Sommerloch zuschlägt will der Weltfriedenstag vorbereitet sein. Deshalb laden wir alle Interessierten für Donnerstag den 28. Juni ab 18 Uhr ein. Das Treffen findet in den jetzt auch vom Friedenszentrum genutzten Räumen des Musikviertel e.V. in der Schwägrichenstr. 8 statt.

2. Das Schwert ward zur Sichel… aber wer soll sie bekommen? Der 5. Leipziger Friedenspreis wartet auf eine Trägerin oder einen Träger. Wir bitten um Vorschläge mit kurzer Begründung an friedenszentrum_leipzig@web.de

3. Je lauter die Kriegstrommeln geschlagen werden, desto wichtiger wird breiter Widerstand. Auf dem privat betriebenen von der Bundeswehr geleasten größten und modernsten europäischen Gefechtsübungszentrum Altmark erhalten die Gauckschen Helden (und Heldinnen) den letzten Schliff für Traumatisierung und Tod. Aus dem Aufruf:
„Feind hinterm Fenster. Deckung, orientieren, Schuss. Blitzschnell informiert der Laser-Duellsimulator die Kämpfenden, wer getroffen hat und wer getroffen wurde, wer weiterübt und wer liegenbleibt in der Steppe Sachsen-Anhalts. Das deutsche Heer und Soldaten praktisch aller Nato-Armeen trainieren im GÜZ-Altmark, wie ein Dorf in Afghanistan, im Kosovo oder – einer Einschätzung der Nato über künftige Kriege folgend – eine beliebige Stadt der Erde überfallen und besetzt werden kann. Und so beginnt 2012 auf dem GÜZ der Bau einer Stadt mit 500 Gebäuden, Flughafen und U-Bahn, zum Üben des Krieges in Wohnsiedlungen, Altstadtbezirken, Slums, Industriegebieten und Einkaufsmeilen.“

Die Bundeswehr entfernt sich noch weiter vom Grundgesetz und bereitet sich direkt für die Aufstandsbekämpfung im Inland vor (natürlich auch in Griechenland, Spanien oder Frankreich…). Diskussionen und Aktionen dagegen auf dem internationalen Camp ( weitere Gründe zur Teilnahme in Anhang 1)

4. Eine Woche später geht es dann munter weiter gegen die Uniformierung der Zivilgesellschaft. Leider sind wir trotz relativ breiter Unterstützung seit Unterzeichnung des Kooperationsabkommens im Dezember 2010 (unsere damalige Meinung unter
http://www.l-iz.de/Bildung/Leipzig bildet/2010/12/Bundeswehr-Kooperation-fuer-Sachsens-Schulen.html) nicht wirklich weiter gekommen. Nutzen wir die Aktionswoche zur Vernetzung und internen und öffentlichen Diskussion. Ansatzpunkte wären z.B. die Bundeswehrauftritte bei der Lehreraus- und -fortbildung in Leipzig oder eine Zivilklausel für die Leipziger Universität. Ansonsten Anhang.

5. Die politische Auseinandersetzung zu deutschen Waffenexporten spitzt sich zu und die Saudis würden gleich noch ein paar Panzer mehr nehmen. Neben der Lebenslaute- Aktion bei Heckler und Koch soll es im Herbst weitere Aktionen zivilen Ungehorsams gegen Waffenproduzenten und Transportstrecken geben. Nicht nur Castoren sind gefährlich. Dazu der neueste Kampagnenrundbrief im dritten Anhang).

So weit erst mal. Weiterverteilung wie immer erwünscht und falls ihr immer schon mal Genaueres wissen wolltet- fragt ruhig. Und falls ihr eher die akustischen Typen seid: Mittwoch 20.Juni Statement und 04. Juli amina- antimilitaristische Nachrichten auf Radio Blau (Connewitz 99,2 Stahmeln 94,4 und Reudnitz 89,2 MHz).

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