Leipziger Friedensrundbrief Januar 2016

Wer ein fester Dummkopf ist, erträgt die internationale Kriegsberedsamkeit vortrefflich. Wer ein halbwegs normal arbeitendes Gehirn hat, krümmt sich unter ihr in Schmerzen. Alfred Polgar (1873-1955), Der Krieg als Erzieher

Die vergeblichen Wünsche auf ein friedliches Jahr spare ich mir mal, die Realität ist leider eine andere. Stattdessen wünsche ich euch Gesundheit und Kraft, euch weiterhin für den Frieden einzusetzen. Da gibt es auch im neuen Jahr jede Menge Gelegenheiten.

Friedenswache Montag 04.01. 18 Uhr (Kleiner) Wilhelm- Leuschner-Platz Es geht munter weiter. Themen und Probleme gibt es genug, es muss nur etwas dazu gesagt werden. Und viele andere Möglichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung gibt es für uns nicht. An dieser Stelle ein Dank an all jene, die dazu beigetragen haben, dass die Friedenswachen 2015 kontinuierlich stattfinden konnten. Müssten nur ein paar mehr Leute kommen. Eigentlich ein guter Vorsatz…

Go for it- Lauf los für den Frieden Augsburg- Berlin seit 28.12.15 Der Einsatz für Frieden und gegen Krieg soll viele erreichen und auch Spass machen. Dachten sich einige Student*en aus Augsburg und machten sich auf den Friedensweg. Die Gruppe wird nach derzeitgem Stand am 16. Januar von Espenhain kommend in Leipzig eintreffen, am 17. geht es weiter nach Delitzsch. Da es nur wenige Wochen zur Vorbereitung gab, ist noch einiges in puncto logistischer Unterstützung (Übernachtung, Verpflegung, Betreuung…) offen. Mensch kann natürlich auch ein längeres oder kürzeres Stück mittun. Genaueres unter www.go-for-it-frieden.de

Tag der Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 18 Uhr Hauptbahnhof Leipzig Gleis 24 Unser Beitrag wird auch in diesem Jahr eine Veranstaltung an der Gedenkinstallation für alle Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof sein. Das Plenum des Roten Stern Leipzig e.V. hat beschlossen, auch weiterhin die Patenschaft für die Installation zu übernehmen und diese für die Jugend- und Bildungsarbeit des Vereins zu nutzen.

„Sicherheitskonferenz“ in München 12. bis 14. Februar Ist zwar noch ein bisschen hin, aber manch eine/r soll ja langfristig planen. Zur Erinnerung: 2014 wurde am Rande der Konferenz von NATO- Repräsentanten, internationalen Politikern und einem gewissen Herrn Klitschko der Putsch in der Ukraine besprochen, an dessen Folgen nicht nur die Ukrainer heute noch zu knabbern haben. 2015 ging es dann um Syiren und wir dürfen gespannt sein, welches Unheil die „Experten“ dieses Mal anrichten. Noch wäre Zeit, ein wenig oder auch ein wenig mehr Protest zu organisieren. In München sind sie schon fleißig am Werkeln und die Polizei hat in der Silvesternacht auch schon mal geprobt, wie solch unbotmäßigem Protest eventuell zu begegnen wäre. Oder glaubt tatsächlich jemand es ginge um Terroristen, deren Namen keiner kennt und von denen niemand weiß, ob es sie überhaupt gibt?

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