Leipziger Friedensrundbrief Dezember 2013

Gesucht wird der mutmaßliche Pazifist Jesus von Nazareth. Wegen Friedenshetze, fortgesetzter Kriegsdienstverweigerung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Der Gesuchte macht rücksichtslosen Gebrauch von seiner Friedfertigkeit und befindet sich im Besitz staatsgefährdender Materialien wie dem Urtext der Bergpredigt. Er hat an illegalen Besetzungsaktionen von Tempeln, Ställen und anderen der militärischen Sicherheit dienenden Anlagen teilgenommen. Meldungen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen, für die Ergreifung des Täters sind dreißig Silberlinge als Judaslohn ausgesetzt. Peter Schütt (*1939), Wanted

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,

mit der Zunahme des Vorweihnachtsstresses nehmen die Aktionstermine seltsamerweise ab. Dafür gibt es reichlich Kongresse.Deswegen heute eine Kurzfassung. Kann dann intensiver gelesen und genutzt werden. Weiterverbreitung und Rückmeldungen jeglicher Art auch im Monat zahlreicher Geschenke gern gesehen (pdf).

1. Der Hauptpreis der diesjährigen Visionale in der Kategorie „Schulwettbewerb“ ging an die Klasse 8b des Leipziger Kant-Gymnasiums für das Puppenspiel US & THEM. Der mit großem Engagement der Schüler und mit Unterstützung von Friedensweg e.V., LV Ost der DFG-VK und Radio Blau entstandene einzige deutsche Beitrag für das UNESCO- Projekt Marionettes de la paix- Puppets get involved for peace gehörte bereits zu den zehn für das Puppenspielfestival in Charleville- Meziers ausgewählten Videos und kann besichtigt werden unter: http://vimeo.com/66818091 Eine Alternative zum miesen Festtagsprogramm.

 

2. Freitag 13. Dezember 2013 18 Uhr Liebknechthaus Braustr. 15 Lesung und Diskussion mit Medea Benjamin: “Drohnenkrieg- Tod aus heiterem Himmel“

Nach dem Euro-Hawk- Desaster und über 500 Mio in den Sand gesetzter Euros hat zwar das Kriegsministerium vorerst auf die Anschaffung von Drohnen verzichtet, trotzdem werden u.a. auch mit vom EUCOM Stuttgart aus gesteuerten Drohnen beinahe täglich willkürlich vermeintlich Schuldige und Kollateralschäden eliminiert. Hätte Herodes über ähnliche Waffen verfügt, gäbe es diesen Monat nix zu feiern. Wichtig in jedem Fall Information und Vernetzung zum Thema, beste Gelegenheit die Veranstaltung mit Medea Benjamin (Flyer im Anhang). Mal was anderes als Weihnachtsmarkt.

 

3.Gedenkinstallation für die Deportierten Leipzig Gleis 24

Am 27. Januar jährt sich Einweihung zum 2. Mal. Wegen Hartleibigkeit der städtischen Institutionen ist nach wie vor keine endgültige Trägerschaft in Sicht. Umso bedeutsamer die Unterstützung durch die Übernahme der Jahrespatenschaft, falls es doch zu Verunreinigungen oder Zerstörungen kommen sollte. Dann wird öffentlicher Druck gebraucht. Interessierte Organisationen bitte bis 10.01.14 melden.

Bis dahin, frohes was auch immer und friedliche Grüße, Schalom und As-salamu `aleikum

Torsten

torsten@friedensweg.de

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