Leipziger Friedensrundbrief April 2016

… der Krieg hat seinen eignen gut geschmierten Mechanismus, der selbsttätig läuft; der Frieden hängt noch immer von dem guten Willen der Menschen ab.                                                                  Carl von Ossietzky, Der Fall Völkerbund

DIE Gelegenheit, den guten Willen für den Frieden zu beweisen, ist im April natürlich der Ostermarsch. Seit 1959 mit guten und weniger guten Jahren in den alten Bundesländern, seit der Wende auch im Anschlussgebiet. Mit einem kleinen Jubiläum: vor 25 Jahren gab es den ersten dreitägigen Leipziger Fahrradostermarsch nach Dresden. Später mit bis zu 200 radelnden Teilnehmenden in die OFFENe und FREIe HEIDe, nach Berlin, Schneeberg, Buchenwald oder Usti nad Labem. Da sollte mensch es dieses Mal wenigstens in die Innenstadt schaffen. Oder zum Kriegsflughafen. Muss ja nicht mit Fahrrad sein- kann aber.

Ostersonnabend                     15. April                      10 Uhr             Nikolaikirchhof

Auf dem Platz Infostände der verschiedensten Initiativen, Redebeiträge zu allgemeinen und speziellen Aspekten der Problematik Krieg und Frieden u.a. von der LINKE- Direktkandidatin im Leipziger Norden, Franziska Riekewald, Mike Nagler von attac, Hannes Schroth von der „BI Gute Nachbarschaft mit Russland“ sowie dem Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Musikalisch begleitet von Hisztory und dem Chor Kalinka.

Erneut wird aus einem Schwert die Sichel des Leipziger Friedenspreises geschmiedet und nach dem Ende der Stallpflicht können auch die fliegenden Friedenssymbole wieder starten.

12 – 13 Uhr                             Innenstadt

Als Marschbeitrag gibt es eine kleine Runde über den Markt zur Thomaskirche mit einer Zwischenkundgebung zu den Themen „Militarisierung der Jugend“ und „Zivilklausel“, passenderweise in der Nähe des Standortes, wo die Bundeswehr fürs Töten und Sterben rekrutiert.

13 Uhr             Thomasgasse             Fahrradtour zum Kriegsflughafen

Da der mit unseren Steuergeldern subventionierte Flughafen weiterhin als Antonow-Stützpunkt und Kriegsgerät- Umschlagplatz sowie zunehmend als Abschiebeflughafen für die vor den Kriegen der Welt Geflüchteten dient, wollen wir auch da den Finger in die Wunde legen. Und bei der Gelegenheit an der General Klein- Olbricht- Kaserne, die nach dem Auszug der 13. Panzergrenadierdivision das Ausbildunskommando des Heeres beherbergt, vorbeischauen. Wer nicht aufs Fahrrad will oder kann, den bringt die S- Bahn ab 12:53, 13.23 oder 13:53 Uhr vom Leipziger Hauptbahnhof (tief) oder drei Minuten früher von der Haltestelle Markt in einer guten Viertel Stunde an den Ort der Abschlusskundgebung. Und später auch wieder zurück. Dann mal los. Und es kann natürlich fleißig weiterverteil werden.

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