Kategorien-Archiv: Leipzig

Leipziger Friedensrundbrief Mai 2017

„Jede Bundeswehr muß grundsätzlich bereit sein, sich um einer besseren politischen Lösung willen in Frage stellen zu lassen.“                                                                        Bundespräsident Gustav Heinemann, 1969

In Hochzeiten des Kalten Krieges durften staatstragende Sozialdemokraten so etwas denken und sagen, bei den aktuellen Skandalen der Bundeswehr sollten sich die Enkel mal dran erinnern. Jetzt sorgen Offiziere der Bundeswehr selbst für genau den Terror, den sie dann angeblich bekriegen. Der vertuschungswütige Ausbildungsleiter des Haufens musste als Bauernopfer die Schirmmütze nehmen, die Uschi sitzt es aus. Unsern täglich Skandal gib uns heute… So langsam müsste es auch der oder die Letzte begreifen, dass mensch so einer Truppe nicht auch noch mehr Geld zur Verfügung stellen sollte. 69 hieß das: „Keinen Mann und keine Mark für den deutschen Kriegsetat.“ Dann mal raus auf die Straße…

1. Mai  Naziaufmarsch in Halle

„Der neonazistische „Schwarze Block“ hat sich mit der Kader-Partei „III. Weg“ überworfen und mobilisiert für den 1. Mai 2017 nach Halle und nicht nach Gera.“ war in der ZEIT zu lesen. Das haben unsere Nachbarn echt nicht verdient und brauchen Unterstützung bei den Protesten. Empfohlen wird zur Anreise die S- Bahn 9.10 Uhr ab Leipzig Hbf tief, Bahnsteig 2. Was dann passiert: http://www.erster-mai-halle.de/

1. Mai Die Demo zum Kampf- und Feiertag   10 Uhr   Volkshaus Liebknechtstr. 31 – 33

 Wer nicht nach Halle kann oder will: wir wollen auch auf der Demo des DGB präsent sein. Da fast alle Parteien einer verstärkten Aufrüstung positiv gegenüberstehen, wären die Gewerkschaften eigentlich umso mehr gefragt, gegen den damit zwangsläufig verbundenen Sozialabbau Widerstand zu leisten. Verdi-Chef Bsirske hat schon so etwas angekündigt. Was allerdings genau passieren soll, hat er noch nicht nachgereicht. Also auf Demo und Kundgebung daran erinnern, dass es keinesfalls um Arbeitsplatzerhaltung bei der Rüstungsindustrie gehen soll.

 3., 17. und 31. Mai       statement/ antimilitaristische nachrichten  radio blau  18 Uhr

 Aus kalendertechnischen Gründen diesmal drei Sendetermine auf 99,2 MHz oder den beiden räumlich begrenzten Stützfrequenzen 94,4 MHz und 89,2 MHz. Themen wie üblich bunt gemischt, Hauptsache jenseits des Tellerrandes der sonstigen öffentlichen Wahrnehmung.       

 7. Mai Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche  10.30 Uhr Gedenkinstallation Hbf

Die Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr an der Gedenkinstallation für die Deportierten auf den Hauptbahnhof statt. Anschließend mit der S- Bahn nach Bennewitz und von dort zu Fuß nach Wurze. Der Flyer mit weiteren Informationen im Anhang.

 8. Mai Friedenswache zum Tag der Befreiung          18 Uhr Leuschnerplatz/ Petersstr.

Beim derzeitigen Russlandbashing kann gar nicht oft genug daran erinnert werden, wer die Hauptlast bei der Beseitigung des Nationalsozialismus getragen hat. Und was uns das Ende des 2. Weltkrieges gelehrt hat: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

08. und 18. Mai globaLE          

 Am 08. Mai ab 18 Uhr läuft in Kooperation mit der Südostasien Informationsstelle und anderen der Film “Samin vs Semen” (Indonesien 2015, mit dt. UT) in der Schaubühne Lindenfels (Karl-Heine-Str. 50). Der Film thematisiert den Widerstand javanischer Bauern gegen die globale Zementindustrie. Im Anschluss diskutieren wir mit dem Filmemacher Dandhy Dwi Laksono und einer Aktivistin.

Am 18.05.2017 um 19 Uhr dann “This is not a coup” (Griechenland 2016) im Rahmen des Kollektiv-Festivals an der Universität Leipzig. Der genaue Raum an der Uni ist noch nicht klar, – er wird auf der Webseite in Kürze bekanntgegeben.                                     www.globale-leipzig.de

 11. Mai BI „Gute Nachbarschaft mit Russland“ zum Tag der Befreiung       abends

 Da wird noch fleißig vorbereitet, Zeit und Ort stehen nicht fest. Also Termin schon mal vormerken und unter gutenachbarschaftmitrussland.blogsport.de/  die genaueren Infos besorgen.

24. bis 26. Mai NATO-Gipfel               Brüssel

Der Donald macht seinen Antrittsbesuch bei Kriegstreibers und das neue Hauptquartier wird eingeweiht. Nicht um die Ecke, aber jede Menge los. Bei Interesse:

http://www.no-to-nato.org/category/de/nato-gipfel-bruessel-2017/

 24. bis 28. Mai            Evangelischer Kirchentag      Berlin/ Wittenberg

 Man kann gar nicht so viel fressen bzw. hat auch nicht so viel Zeit wie wünschenswert. Zum Kirchentag die Soldatinnen und Soldaten des Herrn mittenmang mit Feldgottesdienst, militärischer Absicherung der Großveranstaltung in Wittenberg oder als Brückenbauer zum übers Wasser kommen. Besonders ulkig: in Wittenberg betreibt die Bundeswehr ein Café gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. Geht’s noch? Eher etwas für individuellen Protest, wer sowieso da ist kann ja mal vorbeischauen.

 31. Mai MittwochsATTACke    18 Uhr  Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50

Spannendes Thema: “Friedensbewegung und antifaschistischer Konsens”. Sollte selbstverständlich sein, aber manch einem muss es noch erklärt werden. Das übernimmt als Referent Karl-Heinz Peil vom Bundesausschuss Friedensratschlag. Mensch darf gespannt sein…

Wem es noch nicht reicht: im Juni wird es fast noch ärger. Die Bundeswehr will vom 02. bis 04.Juni wieder beim Stadtfest rekrutieren, der 3. Tag der Bundeswehr am 10. Juni u.a. diesmal publikumswirksam mit den Rettern in Weiß(enfels) von 10 bis 17 Uhr in der Sachsen- Anhalt- Kaserne. Motto: „Die Bundeswehr zum Anfassen“. Hätten sie wohl gerne. Zitat: „Die Besucher der Kaserne erleben einen Mix aus Großgeräten zum Anfassen und verschiedene Vorführungen: Hautnah können sie den Sanitätsdienst und das Heer erleben. Zum Programm des Tages gehört die Vorführung eines perfekten Zusammenspiels zwischen Fahrzeug und Besatzung; dafür wird extra eine einsatzähnliche Strecke gestaltet.“ Afghanistan? Mali? Kosovo?

Falls noch Zeit übrig bleibt: die Dokumentation “Akte D – Das Comeback der Rüstungsindustrie” wird sehr empfohlen. Zu finden in diversen Mediatheken der ard/ zdf/ 3sat/ wdr oder unter https://www.youtube.com/watch?v=eg5zrJXMltU. Wenn ihr danach einen Aktivitätsdrang verspürt, da kann euch geholfen werden. Einfach melden.

Friedliche Grüße und bis dahin

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Leipziger Friedensrundbrief April 2016

… der Krieg hat seinen eignen gut geschmierten Mechanismus, der selbsttätig läuft; der Frieden hängt noch immer von dem guten Willen der Menschen ab.                                                                  Carl von Ossietzky, Der Fall Völkerbund

DIE Gelegenheit, den guten Willen für den Frieden zu beweisen, ist im April natürlich der Ostermarsch. Seit 1959 mit guten und weniger guten Jahren in den alten Bundesländern, seit der Wende auch im Anschlussgebiet. Mit einem kleinen Jubiläum: vor 25 Jahren gab es den ersten dreitägigen Leipziger Fahrradostermarsch nach Dresden. Später mit bis zu 200 radelnden Teilnehmenden in die OFFENe und FREIe HEIDe, nach Berlin, Schneeberg, Buchenwald oder Usti nad Labem. Da sollte mensch es dieses Mal wenigstens in die Innenstadt schaffen. Oder zum Kriegsflughafen. Muss ja nicht mit Fahrrad sein- kann aber.

Ostersonnabend                     15. April                      10 Uhr             Nikolaikirchhof

Auf dem Platz Infostände der verschiedensten Initiativen, Redebeiträge zu allgemeinen und speziellen Aspekten der Problematik Krieg und Frieden u.a. von der LINKE- Direktkandidatin im Leipziger Norden, Franziska Riekewald, Mike Nagler von attac, Hannes Schroth von der „BI Gute Nachbarschaft mit Russland“ sowie dem Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Musikalisch begleitet von Hisztory und dem Chor Kalinka.

Erneut wird aus einem Schwert die Sichel des Leipziger Friedenspreises geschmiedet und nach dem Ende der Stallpflicht können auch die fliegenden Friedenssymbole wieder starten.

12 – 13 Uhr                             Innenstadt

Als Marschbeitrag gibt es eine kleine Runde über den Markt zur Thomaskirche mit einer Zwischenkundgebung zu den Themen „Militarisierung der Jugend“ und „Zivilklausel“, passenderweise in der Nähe des Standortes, wo die Bundeswehr fürs Töten und Sterben rekrutiert.

13 Uhr             Thomasgasse             Fahrradtour zum Kriegsflughafen

Da der mit unseren Steuergeldern subventionierte Flughafen weiterhin als Antonow-Stützpunkt und Kriegsgerät- Umschlagplatz sowie zunehmend als Abschiebeflughafen für die vor den Kriegen der Welt Geflüchteten dient, wollen wir auch da den Finger in die Wunde legen. Und bei der Gelegenheit an der General Klein- Olbricht- Kaserne, die nach dem Auszug der 13. Panzergrenadierdivision das Ausbildunskommando des Heeres beherbergt, vorbeischauen. Wer nicht aufs Fahrrad will oder kann, den bringt die S- Bahn ab 12:53, 13.23 oder 13:53 Uhr vom Leipziger Hauptbahnhof (tief) oder drei Minuten früher von der Haltestelle Markt in einer guten Viertel Stunde an den Ort der Abschlusskundgebung. Und später auch wieder zurück. Dann mal los. Und es kann natürlich fleißig weiterverteil werden.

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Leipziger Friedensrundbrief März 2017

„Weißt du, worum es bei der militärischen Ausbildung hauptsächlich geht, Perks?“ fuhr er fort. „Bei all dem Geschrei von Schindern wie Strappi? Es soll dich zu einem Mann machen, der auf Befehl seine Klinge in einen anderen armen Kerl stößt, der zufälligerweise die falsche Uniform trägt. Er ist wie du, du bist wie er. Er will dich eigentlich gar nicht töten, genauso wenig wie du ihn.“
Terry Pratchett, „Weiberregiment“

Aktuell könnte mensch noch hinzufügen: es geht bei der militärischen Ausbildung auch um Mobbing, sexuelle Belästigung, Demütigung und Nötigung sowie Volksverhetzung. Gelernt ist gelernt. Ansonsten ein Gedankenspiel: wir stellen uns mal vor, der Putin würde mit Vehemenz die Nazi-Keule schwingen. Zeter und Mordio, Sanktionen, Ultimaten, Kriegserklärung… Aber wenns ein NATO-Partner ist, da sind wir mal nicht so. Wäre aber ganz einfach: Bundeswehr zurückholen, Atombomben aus Incirlik raus, Geldhahn zudrehen, keine Waffenlieferungen mehr, NATO- Mitgliedschaft aussetzen. Da würde der Sultan aber staunen…

 

Damit widmen wir uns den lokalen Highlights.

  1. Buchmesse: „Eiszeit“ Liebknecht-Haus Leipzig, Braustraße 15 24.03.               18 Uhr

 Wegen Informations-Überflutung kann eh nicht annähernd besucht werden, was einen interessieren würde.

Aus der Überfülle des Angebots nur eine Anregung. Ansonsten: Buchmesse- Bildungs- Urlaub für alle.

„Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind gegenwärtig auf einem Tiefpunkt. Putin muss in der Politik und den Medien für alles herhalten – den Wahlsieg Trumps, die Verschärfung der Situation in der Ostukraine, den Bürgerkrieg in Syrien und die Aufrüstung in der NATO. In ihrem Buch „Eiszeit“ decken der Bundestagsabgeordnete der Linken, Wolfgang Gehrcke, und die bekannte Publizistin und politische Aktivistin Christiane Reymann, die wahren Hintergründe dieser Entwicklung auf, schreiben über gebrochene Versprechen, wirkungslose Sanktionen, Interessen und Ansprüche beider Seiten in der Welt, aber auch darüber, wie „Volksdiplomatie“ das Eis zwischen beiden Staaten von unten aufbrechen kann.“

Auf Volksdemokratie bin ich sehr gespannt.

  1. Friedenswache Kleiner Wilhelm- Leuschner- Platz 03. April                      18 Uhr

 Ab nächsten Montag geschieht Historisches: bei der UNO wird über ein Verbot von Atomwaffen verhandelt. Deutschland macht nicht mit, wir wollen ja selber welche. Sonst nimmt uns Erdogan nicht ernst. Oder Kim Jong Un. Oder Putin. Parallel startet die Aktionspräsenz in Büchel: 20 Bomben, 20 Wochen. Da die Beteiligung im März ziemlich dünn war, tischen wir das Thema zur nächsten Friedenswache erneut auf. Um den Ostermarsch geht es natürlich auch. Sowieso bei der anschließenden Vorbereitung:

  1. Leipzig gegen Krieg Braustr. 15/ Volkshaus 03. April                      19.30 Uhr
  1. Ostermarsch 2017 Nikolaikirchhof 15. April                      ab 10 Uhr

Aufruf zum Leipziger Ostermarsch 2017… Also wieder Ostermarsch. Grobablauf: 10 bis 12 Nikolaikirchhof mit Schmiede-Aktion,

12 bis 13 Stadtgang, 13 bis 15 Fahrradtour zum Flughafen Leipzig- Halle mit Abschlusskundgebung. Panta rhei. Auch wenn sich vieles noch ändert, der Aufruf ist fertig und im Anhang. Wer als Einzelperson oder gar Gruppe unterstützen möchte, kurze Nachricht an webmaster@leipzig-gegen-krieg.de Genaueres zum Ablauf dann im nächsten Rundbrief oder unter leipzig-gegen-krieg.de. Und wie üblich: bringt jemanden mit

 

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Leipziger Friedensrundbrief November 2016

You that never done nothing but build to distroy, you play with my world like it`s your little toy.“        Robert Zimmermann, Literaturnobelpreisträger 2016: Masters of War

Am 26. Oktober gründete sich die Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“ und nun gibt es viel zu tun. Da die Wenigen bisher Beteiligten dass nicht alleine schaffen können, kann sich ruhig jeder berufen fühlen mitzumachen. Infos und Kontakt über gutenachbarschaftmitrussland.blogsport.de Wenn mensch es nicht so unpersönlich möchte, kann er ja bei den vielen unten genannten Gelegenheiten vorbeischauen und trifft dann den Einen oder die Andere.

Leipziger Friedenswache 07. November            18 Uhr             Leuschnerplatz/ Petersstr.
Am Donnerstag wird der Bundestag über die Verlängerung und Ausweitung des Syrieneinsatzes der Bundeswehr entscheiden. Im Rahmen der Kampage „Macht Frieden.“ haben wir vier Bundestagsabgeordnete angeschrieben: Monika Lazar wird gegen den Einsatz stimmen, Thomas Feist möchte ein paar Argumente und der Rest hat nicht geantwortet- ist wohl nicht so wichtig. Wer’s genau wissen will, die Kampagne ist Thema der Friedenswache. Anschließend kann ab 19 Uhr gegen die Dinosaurier am Naturkundemuseum protestiert werden- Nie wieda LEGIDA!

Friedensgebet 08. November              17 Uhr             Nikolaikirche
Im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade wird das Friedensgebet in der Nikolaikirche diesmal von der Initiative „Keine Militärmusiker in Kirchen“ gestaltet. Das Adventskonzert in der Gohliser Versöhnungskirche gibt es dann zum Nikolaus ab 18 Uhr und da darf natürlich auch wieder protestiert werden.

Mahnwache und Stolpersteine putzen 09. November             17.30 Uhr            stadtweit
„Die Mahn- und Gedenkaktion beginnt 16.30 Uhr, die Auftaktveranstaltung ist 17.30 Uhr.“ So richtig schlau wird mensch aus der Ankündigung der Veranstalter nicht, in den letzen Jahren war es immer 17.30 bis 18 Uhr, damit wer will noch an der städtischen Gedenkveranstaltung ab 18.30 Uhr in der Gottschedstraße teilehmen kann. Einfach Kerze und Putzzeug einpacken, Orte mit Steinen gibt es genügend.

„Den Sieg sichern!“ 10. November 19 Uhr             Pöge-Haus, Hedwigstr. 20
Der Wiederaufbau in Kobanê geht für viele zu langsam, aber immerhin voran. Ein Mitglied der ICOR- Solidaritätsbrigaden berichtet nach dem Dokumentarfilm „Den Sieg sichern!“ über den 5-wöchigen Einsatz zum Aufbau eines Gesundheitszentrums.

Erdogan stoppen – Demonstration für Rojava 19. November 12 Uhr             Rabet
Da in Syrien sowieso alle machen was sie wollen und auf dem Rücken der Bevölkerung Stellvertreterkriege ausgetragen werden, will Erdogan nicht abseits stehen und bekämpft nicht nur die Kurden im eigenen Land, sondern auch in Syrien. Das selbstverwaltete Gebiet Rojava braucht unsere Solidarität. Auch auf der Straße.

23. Kasseler Friedensratschlag 03./04.12. Universität Kassel
Wenn ihr bei den vielen Baustellen der zunehmenden Militarisierung langsam den Überblick verliert, hier gibt es fundierte Informationen und Möglichkeiten der Entwicklung von Alternativen. Auch zum Advent. Programm im  Anhang.

Und wie immer: wenn ihr was wissen wollt, fragt ruhig.

 

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Leipziger Friedensrundbrief August 2016

„Wir geben in den nächsten Jahren Milliarden für die Rüstung aus. Sollte es uns nicht möglich sein, wenigstens einige hundert Millionen für Forschung, Wissenschaft und Schulen aufzubringen?“

Otto Hahn, 1956

Nun ist die Bunzlerin zwar wie Otto Hahn studierte Physikerin, trotzdem muss sie sich ja nicht dieselben Fragen stellen. Bzw. kommt sie zu anderen Antworten: Wissenschaft, Forschung und Schulen braucht keine Sau, aber die Bundeswehr braucht zig Milliarden, um die Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen. Wie viele es genau werden sollen ist noch nicht ganz klar, fest steht aber schon mal: sie werden woanders fehlen. Z.B. bei der Rente, das wird dann erst mit 75 etwas. Fallen fürs Vaterland ist dann wieder sozialverträgliches Ableben. Fragt sich nur, wann der Zusammenhang zwischen Militarisierung und Sozialabbau den Leuten endlich bewusst wird. Fangen wir an, es zu vermitteln. Gelegenheiten gibt es reichlich.

  1. amina- antimilitaristische Nachrichten auf Radio blau 24. August 18 Uhr

Die letzte Sendung vor dem Weltfriedenstag hat nur ein Thema: genau diesen.

  1. globaLE- globalisierungskritisches Filmfestival bis 03.November 20 Uhr            

wechselnde Locations

Im Sinne eines erweiterten Friedensbegriffes gibt es nicht nur beim Beitrag zum Weltfriedenstag Überschneidungen. Genauere Themen der Filme und die Spielorte unter globale-leipzig.de.

  1. Weltfriedenstag 01. September                        ab 17 Uhr                   
  1. a) 17 Uhr Gedenkstein der Deserteure               Ostfriedhof     

Der Bund der Antifaschisten Leipzig eröffnet das Gedenken zum 77. Jahrestag des Beginns des

  1. Weltkriegs. Da einerseits immer noch die vollständige Rehabilitation der Deserteure des 2. Weltkrieges fehlt und andererseits KriegsdienstverweigerInnen wie Tair Kaminer in Israel, Ruslan Kotsaba in der Ukraine und viele andere weltweit nach wie vor verurteilt und inhaftiert werden, lohnt sich die Teilnahme. Die weiteren Veranstaltungen des Tages sind zeitlich problemlos erreichbar. www.vvn-bda-leipzig.de/
  1. b) 18 Uhr Markt

Ab 18 Uhr lädt das Bündnis Leipzig gegen Krieg auf den Leipziger Markt. Neben Redebeiträgen u.a. von Cornelius Weiß (ehem. Rektor der Universität Leipzig und SPD- Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag) und Friedensliedern von Nadine Maria Schmidt wollen wir die unfreundlicherweise von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten omnipräsenten Werbungskarten einer sinnvollen Nutzung zuführen. Wer solche konfisziert hat, kann sie gerne mitbringen. Ab 19 Uhr wird der der 9. Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr nach langer und intensiver Diskussion (weil es so viele preiswürdige Initiativen gibt) an die „Schüler einer Welt“ von Reclam- Gymnasium und EvaSchulZe. Hier eine kurze Darstellung des Projektes:

„Begegnungen schaffen, Kulturverständnis entwickeln und Integration leben – das ist das Ziel der Schülerinitiative „Schüler einer Welt“. Unsere Schule, die seit 2013 den Ehrentitel „Schule der Toleranz“ hält, ist hierbei ein wunderbarer Ort, um Menschen aus Deutschland und Geflüchtete zusammenzubringen – mit einem Mehrwert für alle. Deshalb lautet unser Leitspruch seit September 2015 auch: „Bildung ist Integration- voneinander lernen.“

  1. c) 20 Uhr Passagekinos

Die globaLE beteiligt sich mit dem Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ am Weltfriedenstag. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und Vertreter/innen vom Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

  1. 04. September Messe Leipzig

Im Rahmen der Horizont- Messe für Studium und Ausbildung präsentiert sich die Bundeswehr ein weiteres Mal als lukrativer und todbringender Arbeitgeber. Falscher Ort, falsches Thema, falsche Zeit. Gerade am 04. September jährt sich das vom damaligen Leipziger Oberst lein zu verantwortende massaker an über einhundert Zivilisten bei Kundus. Gerade zu diesem Datum um 14.30 Uhr zu einem Forum „Zivile und militärische Karrierchancen bei der Bundeswehr“ einzuladen, zeugt nicht von ironischer Überspitzung. Hätten wir auch nicht erwartet. Solchen geschmacklosen Spektakeln sollte wenn auch nur im Lleinen Einhalt geboten werden. Mach mit!     

  1. 17. September ab 11.30 Uhr                Leuschnerplatz

STOP CETA TTIP – Für einen gerechten Welthandel!

Da nur fairer Handel und gerechte Verteilung der knapper werdenden Ressourcen wenigstens eine Ursache von Kriegen abschaffen könnten, unterstützt die Friedensbewegung seit Jahren die Proteste gegen TTIP und CETA. Da LE zu einer der sieben ausgewählten Städte für dezentrale Großdemonstrationen gehört, gilt es den Protest regional auf die Straße zu tragen. AfD, NPD und andere national-konservative oder rechtspopulistische Trittbrettfahrer sind von den Veranstaltern ausdrücklich ausgeladen, selbst wenn sie Kreide gefressen haben sollten. Weitere Infos unter: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/leipzig/

  1. 08. Oktober 12 Uhr             Berlin              Alexanderplatz

Nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitung soll endlich mal wieder versucht werden, den breiten Widerstand gegen Militarisierung und Krieg auch in angemessener Menge in die Hauptstadt zu tragen. Zu den Aufrufenden gehören die beiden großen Bündnisse der Friedensbewegung, der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation für den Frieden, sowie als lokale Vorbereiter die Berliner Friedenskoordination. Aufruf im Anhang, kann auch noch unterzeichnet werden.

 

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Mahnwache zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Der 15. Mai ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. Auch in diesem Jahr wird mit einer Vielzahl von Veranstaltungen mit exemplarischen Einzelfällen auf die Lage von Krigsdientsverweigerern in aller Welt aufmerksam gemacht. In vielen Staaten ist die Inanspruchnahme eines in der Bundesrepublik selbstverständlichen Menschenrechtes unzureichend geregelt, Verweigerern drohen lange Haftstafen und gesellschaftliche Ausgrenzung.

Im Rahmen einer von connection e.V. und AWC Deutschland e.V.- Weltbürger und Weltbürgerinnen initiierten bundesweiten Aktion in sechzehn Städten findet in Leipzig am 13. Mai ab 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz/ Ecke Schillerstaße statt.

Im Zentrum der diesjährigen Aktionen stehen die Fälle der israelischen Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer und des ukrainischen Verweigerers Ruslan Kotsaba. Tair Kaminer erklärte beim ihrem Erscheinen im Rekrutierungsbüro am 10. Januar 2016: „Ich habe mich entschlossen den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern… Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!“ Seit ihrer Verweigerung ist Tair ununterbrochen in Haft, am 5. Mai wurde sie zum fünften Mal verurteilt, diesmal zu 30 Tagen Arrest.

Der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba, Unterstützer der Protestbewegung des Maidans, erklärte im Januar 2015 in einer Videobotschaft an Präsident Poroshenko öffentlich seine Weigerung, auf seine „im Osten lebenden Mitbürger“ zu schießen“ und rief andere auf, seinem Beispiel zu folgen. Er wurde im Februar 2015 verhaftet, derzeit wird ihm der Prozess gemacht. Das Gericht entschied sich am 12. Mai gegen die von der Staatsanwaltschaft geforderte zwölfjährige Haftstrafe wegen Staatsverrats und verurteile Ruslan wegen Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Der Prozess gegen Ruslan Kotsaba wird stellvertretend für tausende Verweigerer geführt, die sich durch Flucht in die EU oder nach Russland oder durch das Untertauchen im eigenen Land der Ableistung des Kriegsdienstes und dem Kampf gegen ihre Landsleute entzogen. Am Rand der Mahnwache wird ein Brief an OBM Burkhard Jung mit der Bitte übergeben, gemeinsam mit seinem Kiewer Amtskollegen Vitali Klitschko bei der zu erwartenden Revisionsverhandlung unterstützend tätig zu werden.

Am 3. Juni 2016 wird Uliana Kotsaba, die Ehefrau von Ruslan, im Rahmen einer Vortragsreihe in Leipzig zu Gast sein. Die Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus in der Braustr. 15 statt. Neben Berichten über die Beweggründe ihres Mannes und den Prozess geht es auch um die soziale Situation der Familie.

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Leipziger Friedensrundbrief April 2016

Willst du offenkundig sehen, was für eine gottlose Sache der Krieg ist, so nimm wahr, von welchen Leuten er geführt wird.                                                                                   Erasmus von Rotterdam (1466-1635)

 

Vielen Dank an alle Unterstützer, Beteiligte und Teilnehmer des Leipziger Ostermarschs: ihr wart super. Besonderer Dank Nadine Maria Schmidt und den Kunstschaffenden, dem Schmied, den RednerInnen, den weit Angereisten sowie den Bastlern und Kulissenschiebern und und und. Wetter war wie bestellt hervorragend, Teilnahme kann immer größer sein. Der Anachronistische Zug durch die Stadt sah gut aus und brachte eine Menge Aufmerksamkeit. Der Beitrag im Sachsenspiegel war auch ok und kann für die Nichtanwesenden in der Mediathek nachgesehen werden. Für die Anwesenden auch.

Und da nach Ostern vor Ostern ist oder so ähnlich geht es im April nahtlos weiter:

(Dokument als pdf)

  1. Friedenswache montags 18 Uhr             Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

Zwei Jahre müssten eigentlich rum sein, es wird immer noch Präsenz gezeigt. Da Krieg derzeit nicht das einzige Problem in Leipzig ist, wird es wohl kurz werden: ab 19 Uhr ist mensch in der Gegend des Richard- Wagner-Platzes gefragt. Und zwar auf Seiten der Protestierenden gegen LEGIDA (einigen wenigen Spezialdemokraten und Olivgrünen von der Kosovo- Kriegs- Koalition muss das scheinbar explizit erklärt werden- wieso auch immer).

  1. Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht 05.04. 8.30 Uhr   Simsonplatz   

Der Luftpost-Herausgeber Wolfgang Jung klagt gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Bundesverwaltungsgericht, weil die Bundesregierung nichts dagegen unternimmt, dass die USA völkerrechts- und grundgesetzwidrig weltweit Menschen mit ferngesteuerten Drohnen ermorden. Nach dem Weg durch die Instanzen trifft man sich jetzt in Leipzig. Die Verhandlung beginnt 9.30 Uhr. Wer der Verhandlung beiwohnen kann, melde sich unter http://www.bverwg.de/presse/termine/termin.php?az=BVerwG+1+C+3.15&datum=05.04.2016&uhr=09%3A30

an, damit der Dimitroffsaaal geplan werden kann. Hintergründe in der luftpost im Anhang. Wer keine zeit hat, schickt jemanden vorbei, es wäre das öffentliche Interesse wert. Vor dem Gericht gibt es Informationen zur Drohnenproblematik und die Fahrradkinotour macht Station: „Die Tour führt ein mobiles Fahrradkino mit

sich, bei dem die Energie für die Filmvorführung von 6 bis 8 Radlern erzeugt wird. (Fast) jeder kann dabei mit seinem eigenen Fahrrad mitstrampeln. Gezeigt wird der Film: „How to breed Terrorists and Refugees

– Wie man Terroristen und Flüchtlinge macht.“ Es darf vor Ort mitgestrampelt werden.

Zur Motivation empfohlen ein Beitrag des zdf: http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2485234/Drohnenkrieg—Tod-aus-der-Luft

Nach der Verhandlung wollen sich die Anwälte und eventuell auch der Kläger dann auf dem Platz äußern.

 

  1. Terrorismus, Drohnenkrieg und Deutschland Sonnabend 09.04.              19 Uhr Soziokulturelles Zentrum „Die Villa“ Kleiner Saal     Lessingstraße 7          04109 Leipzig

Die us-amerikanische Antidrohneninitiative CODE PINK bekommt den Wilhelmine von Bayreuth- Preis und tourt bei Gelegenheit der Preisübergabe durch Deutschland. Wer über Drohnen immer schon mal was wissen wollte und keinen Imker des Vertrauens hat, dem wird geholfen. An der Stelle dann gleich eine Mobilisierungsmöglichkeit für die Proteste gegen die Satelittenübertragungsstelle auf der Air Base in Ramstein vom 10. bis 12. Juni. Denkt euch beim Flyer im Anhang einfach die Berliner Daten weg.

 

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Leipziger Friedensrundbrief März 2016

  1. Bürger: „Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinanderschlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus, und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten; dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ 2. Bürger: „Herr Nachbar, ja! so lass ichs auch geschehn; sie mögen sich die Köpfe spalten, mag alles durcheinandergehn; doch nur zu Hause bleibs beim alten!“

J.W. Goethe, Faust I, Osterspaziergang

In einer globalisierten Welt wird es trotz geschlossener Balkanroute nichts mit der Ruhe im trauten Heim, beim alten bleibt es auch nicht länger. Wir können uns den Folgen einer verfehlten Politik von Bundesregierung, NATO und EU nicht mehr entziehen und seelenruhig zusehen, wie sich die anderen in Stellvertreterkriegen zum Wohle der Rüstungsindustrie die Köpfe spalten. Dann sollte auch der Osterspaziergang etwas kämpferischer ausfallen. Deswegen:

  1. Ostermarsch in Leipzig Sonnabend 26.03.              10 Uhr             Nikolaikirchhof

Musikalische Unterstützung gibt es in diesem Jahr von Nadine Maria Schmidt und ALLE. Redebeiträge von Jule Nagel, Thomas Kachel, der SDAJ, attac und weiteren. Themen gibt es bei den aktuellen Kriegen und ihren Folgen ohne Ende. Parallel als kleiner Beitrag zur Konversion das Schmieden des Leipziger Friedenspreises. Die Bundeswehr hatte leider wieder keinen Panzer zum Verschrotten übrig, deshalb die beinahe biblische Variante mit dem Schwert und der Sichel. Ab 12 Uhr wird sich wieder die Adaption des Anachronistischen Zugs durch die Innenstadt wälzen, der Bürger soll ja visuell etwas geboten kriegen, damit er ins Grübeln kommt. Im Anhang der Flyer gern auch zum Weitergeben sowie der gemeinsame Aufruf der Kooperation für den Frieden und des Bundesausschuss Friedensratschlag. Wetter soll auch super werden, da muß man sich als Ausrede schon etwas einfallen lassen.

  1. Ostermarsch im Zeitzer Forst Montag 28.03.   14 Uhr        Lonzig/ Waldparkplatz

Wer es am Sonnabend echt nicht schafft, für den gibt es ganz in der Nähe am Ostermontag die Gelegenheit:

„Auf zum Ostermarsch in den Zeitzer Forst am 28. März 2016! Wir setzen Ostern ein Zeichen für eine andere Politik! Wir fordern Frieden, Abrüstung und eine internationale Solidarität.“ Aufgerufen hat die Friedensinitiatve Gera, warum wieso weshalb genauer unter http://www.kein-schuss-im-zeitzer-forst.de/

  1. Ostermarsch und 247. Friedensweg in der OFFENen HEIDe Montag 5 vor 12 Haldensleben

Wer statt im Süden lieber im Norden unterwegs ist, kommt auch nicht drumrum. Könnte sogar eine Radtour von Magdeburg nach Halsdensleben unternehmen. Genaueres unter: www.offeneheide.de

  1. eins, zwei, viele Ostermärsche

Immer noch nichts gefunden? Ganz woanders unterwegs? Hilft alles nichts:

http://www.ostermarsch-info.de/

Dann mal raus auf die Straße mit euch

 

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Leipziger Friedensrundbrief Januar 2016

Wer ein fester Dummkopf ist, erträgt die internationale Kriegsberedsamkeit vortrefflich. Wer ein halbwegs normal arbeitendes Gehirn hat, krümmt sich unter ihr in Schmerzen. Alfred Polgar (1873-1955), Der Krieg als Erzieher

Die vergeblichen Wünsche auf ein friedliches Jahr spare ich mir mal, die Realität ist leider eine andere. Stattdessen wünsche ich euch Gesundheit und Kraft, euch weiterhin für den Frieden einzusetzen. Da gibt es auch im neuen Jahr jede Menge Gelegenheiten.

Friedenswache Montag 04.01. 18 Uhr (Kleiner) Wilhelm- Leuschner-Platz Es geht munter weiter. Themen und Probleme gibt es genug, es muss nur etwas dazu gesagt werden. Und viele andere Möglichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung gibt es für uns nicht. An dieser Stelle ein Dank an all jene, die dazu beigetragen haben, dass die Friedenswachen 2015 kontinuierlich stattfinden konnten. Müssten nur ein paar mehr Leute kommen. Eigentlich ein guter Vorsatz…

Go for it- Lauf los für den Frieden Augsburg- Berlin seit 28.12.15 Der Einsatz für Frieden und gegen Krieg soll viele erreichen und auch Spass machen. Dachten sich einige Student*en aus Augsburg und machten sich auf den Friedensweg. Die Gruppe wird nach derzeitgem Stand am 16. Januar von Espenhain kommend in Leipzig eintreffen, am 17. geht es weiter nach Delitzsch. Da es nur wenige Wochen zur Vorbereitung gab, ist noch einiges in puncto logistischer Unterstützung (Übernachtung, Verpflegung, Betreuung…) offen. Mensch kann natürlich auch ein längeres oder kürzeres Stück mittun. Genaueres unter www.go-for-it-frieden.de

Tag der Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 18 Uhr Hauptbahnhof Leipzig Gleis 24 Unser Beitrag wird auch in diesem Jahr eine Veranstaltung an der Gedenkinstallation für alle Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof sein. Das Plenum des Roten Stern Leipzig e.V. hat beschlossen, auch weiterhin die Patenschaft für die Installation zu übernehmen und diese für die Jugend- und Bildungsarbeit des Vereins zu nutzen.

„Sicherheitskonferenz“ in München 12. bis 14. Februar Ist zwar noch ein bisschen hin, aber manch eine/r soll ja langfristig planen. Zur Erinnerung: 2014 wurde am Rande der Konferenz von NATO- Repräsentanten, internationalen Politikern und einem gewissen Herrn Klitschko der Putsch in der Ukraine besprochen, an dessen Folgen nicht nur die Ukrainer heute noch zu knabbern haben. 2015 ging es dann um Syiren und wir dürfen gespannt sein, welches Unheil die „Experten“ dieses Mal anrichten. Noch wäre Zeit, ein wenig oder auch ein wenig mehr Protest zu organisieren. In München sind sie schon fleißig am Werkeln und die Polizei hat in der Silvesternacht auch schon mal geprobt, wie solch unbotmäßigem Protest eventuell zu begegnen wäre. Oder glaubt tatsächlich jemand es ginge um Terroristen, deren Namen keiner kennt und von denen niemand weiß, ob es sie überhaupt gibt?

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Stolpersteine putzen am 09. November 2015 und Gedenkstunde am HBF Denkmal

In vielen Städten in Deutschland erinnern die vom Kölner Künstler Gunter Demnig geschaffenen und vor dem letzten selbstgewählten Wohnort verlegten Stolpersteine an Opfer des Nationalsozialismus: jüdische Mitbürger und Christen, Sinti und Roma, Kommunisten und Sozialdemokraten, wegen ihrer sexuellen Orientierung Verfolgte, Deserteure und Widerständler.

Am 09. November 2015 werden unter anderem in Leipzig, Markkleeberg, Borna, Grimma, Bremen, Berlin, Jena oder Wurzen verlegten Stolpersteine aus Anlass des 77. Jahrestages der sogenannten „Reichspogromnacht“ geputzt. Die AG „kein vergeben, kein vergessen“ des Friedenszentrums Leipzig ruft alle Bürgerinnen und Bürger in der Zeit von 16:45 Uhr bis 17:15 Uhr die Stolpersteine zu putzen und damit in das gesellschaftliche Gedenken zu holen. Durch das Verlesen der Opferbiografien wird der Opfer gedacht und ihr individuelles Leiden der Anonymität einer unvorstellbaren Opferanzahl entrissen: Wir machen die Verbrechen wieder sichtbar!

In Leipzig gibt es auf dem Stadtgebiet verteilt ca. 150 Stolpersteine. Einige finden Sie an folgenden Leipziger Straßen. Fanny Chawe Feinstein Brandvorwerkstrasse 52, Berthold Levy Brandvorwerkstraße 80, Fritz Wehrmann Brandvorwerkstraße 46, Moses Moritz und Hertha Meister Tschaikowskistraße 20, Familie Sichel Gohliser Straße 18 oder Rudi Opitz Coppistraße 65.

in den letzten Jahren beteiligen sich an der Aktion „Stolperstein putzen“ viele Bürger der Städte, Schülerinnen und Schüler, Vertreter von vielen Vereinen, Verbänden und Parteien, Religionsgemeinschaften, Lokal-, Landes- und Bundespolitiker.

Die Abschlussveranstaltung des Friedenszentrums Leipzig e.V. ist ab 18.00 Uhr unter dem Motto: „Im Gedenken an alle Opfer des Naziregimes – Der Schoß ist fruchtbar noch!“an der Gedenkinstallation für alle Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof am Gleis 24 geplant. Die Gedenkinstallation beruht auf einer Initiative des Friedenszentrums und wurde ausschließlich durch Spenden vieler Leipziger Bürgerinnen und Bürger finanziert und wurde am 21. Januar 2012 feierlich eingeweiht. Die jährliche Patenschaft liegt derzeit beim Sport- und Kulturverein Roter Stern Leipzig 99 e.V.

Wir laden die Bürger und Gäste der Stadt ein, sich an jedweder Art des Gedenkens an diesem Tag zu beteiligen, die Lehren der deutschen Geschichte wach zu halten und ein Zeichen gegen das zunehmende Vergessen und Verharmlosen, gegen Faschismus, Rassismus und Intoleranz zu setzen. Refugees Welcome!

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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