Kategorien-Archiv: international

Hiroshima / Nagasaki

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Leipzig lädt am Freitag, 3.August 16.00 Uhr in den Sommersaal des Bacharchivs am Thomaskirchhof
(Eingang gegenüber Thomaskirche/Bachdenlmal) anläßlich des Hiroshimatages ein.
Erwartet werden der Botschafter Japans in der Bundesrepublik Deutschland und ein Überlebender des Atombombenabwurfes.

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Aufruf für eine Gedenkinstallation für die Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof

Seit Jahren bemühen sich Mitglieder des Friedenszentrums Leipzig um die Errichtung einer Erinnerungsstätte für alle deportierten Männer, Frauen und Kinder, die mit Zügen der Deutschen Reichsbahn über deren Leipziger Streckennetz in die Zwangs- und Todeslager verschleppt wurden. Anstoß hierfür waren Gedenktafeln auf anderen Bahnhöfen wie dem Bahnhof Dresden- Neustadt.
Das Projekt unterstützen derzeit u.a. Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig, Sebastian Krumbiegel von den Prinzen, die Leipziger Bundestagsabgeordneten Thomas Feist, Barbara Höll, Monika Lazar und Daniela Kolbe, die Landtagsabgeordneten Holger Mann, Petra Köpping, Volker Külow und Dirk Panter, Vertreter der Ephraim-Carlebach- Stiftung, die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft, der Bund der Antifaschisten Leipzig und die Gruppe Gedenkmarsch. Continue reading “Aufruf für eine Gedenkinstallation für die Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof” »

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Termine November 2010

Stolpersteine putzen am 09. November

17 Uhr Auftaktveranstaltung Gottschedstr,
17 Uhr Friedensgebet Nikolaikirche anschließend Kerzenweg zur Gottschedstraße
18 bis 18.30 Uhr Putzen, Mahnen und Gedenken an den einzelnen Steinen in Leipzig, Markkleeberg, Borna, Grimma, Jena, Bremen…
18.15 Uhr Veranstaltung der Stadt Leipzig, Gottschedstr.

Friedensdekade „Es ist Krieg. Entrüstet euch.“  7. bis 17. November

07. November   Bittgottesdiensten für den Frieden 9.30 Uhr Nikolai- und Apostelkirche, 10 Uhr Paul-Gerhardt-Kirche
08.November 17 Uhr Nikolaikirche Friedensgebet (gestaltet durch Friedenszentrum Leipzig e.V.)
12. November Nacht für den Frieden 17 Uhr ein Friedensgebet Nikolaikirche
19 Uhr Jugendgottesdienst, begleitet von der Band “Rejoice”, anschließend Podiumsdiskussion u.a. mit Gästen aus Afghanistan, dem LVZ-Journalisten Kostas Kipuros und dem ehemaligen Militärseelsorger Thomas Bohne
21.15 Uhr  Gemeindesaal Nikolaikirchhof 3 Film “Willkommen zu Hause” Thema: kriegsbedingte Traumata am Beispiel eines in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten

16. November “Nacht der Lichter” ab 19 Uhr in der Friedenskirche Gohlis
17. November Bittgottesdienste
ab 11.30 Uhr Thomashaus, Thomaskirchhof 18 Diskussion zur Denkschrift “Umkehr zum Leben – Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“

 10.November 18 Uhr amina- AntiMIlitaristische NAchrichten auf radio blau

www.radioblau.de, Frequenz u.a. 99,2 MHz

4./5. Dezember  Kassel 17. bundesweiter und internationaler Friedensratschlag

http://www.ag-friedensforschung.de/rat/2010/programm.pdf

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Erfolgsprämie für Oberst Klein?

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Oberst Georg Klein, Befehlshaber der Tanklaster- Bombardierung am 4. September 2009 in Afghanistan, soll nach einem Bericht des Speigel eine deutliche Gehaltserhöhung erhalten. Der derzeit als Stabschef der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig eingesetzte Offizier soll in die Besoldungsgruppe B3 aufsteigen und dadurch monatlich rund 600 Euro mehr erhalten. Der Offizier sei “an der Reihe” gewesen, zitiert das Magazin einen hochrangigen Beamten aus dem Bundesverteidigungsministerium. Dem Bericht zufolge soll Klein zudem auf einen Posten in das Ministerium wechseln, dieser sei mit einem Grundgehalt von 6.635 Euro monatlich dotiert. Dass die Gehaltserhöhung mit der erfolgreichen Behinderung interner Untersuchungen und dem Schweigen über die tatsächlichen Befehlsketten und Ereignisse bei der Bombardierung etwas zu tun hat, kann nicht bestätigt werden. Aber fragen derf mer schon…

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04. September 2009 – 1. Jahrestag Tanklaster- Bombardierung

Seit 2001 tobt der „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan. Nach den Anschlägen vom 11. September und der Ausrufung des NATO- Bündnisfalls beteiligt sich auch die Bundeswehr erstmals seit Ende des zweiten Weltkrieges aktiv an Kampfhandlungen. Während des Einsatzes kam es immer wieder zu zivilen Opfern deutscher Soldaten bei Kontrollen, bei Hausdurchsuchungen oder kleinen „Missverständnissen“.  

Am 04. September 2009 befahl Oberst Klein, Stabs-Chef der 13. Panzergrenadierdivision Leipzig und zu diesem Zeitpunkt Kommandant des Bundeswehrstützpunktes Kunduz, die Bombardierung entführter Tanklaster durch amerikanische Bomber. Der blutigste Kriegseinsatz der Bundeswehr seit 1945 forderte eine unbekannte Anzahl ziviler Opfer.

Bei diesem Einsatz wurden neben den Richtlinien des Völkerrechts auch interne Vorgaben der Bundeswehr, der NATO und der ISAF verletzt:

– entgegen den Tatsachen wurde an die Einsatzzentrale „troops in contact“, also eine unmittelbare Feindberührung von Bundeswehrsoldaten, weitergegeben

– eine unmittelbare Bedrohung ( imminent threat) des Bundeswehrstützpunktes durch die festsitzenden Tanklaster wurde bestätigt

– die fünfmalige Anfrage des Bomberpiloten, ob die betroffenen Personen durch vorherige Überflüge gewarnt werden sollten, wurde abschlägig beschieden

– die Bitte eines Bomberpiloten, höhere militärische Stellen zur Absicherung des Bombardierungsbefehls einzubeziehen, wurde abgelehnt

– eine Nachfrage, ob gezielt die über hundert Personen zwischen den Tanklastern getroffen werden sollten, wurde positiv beschieden

Nach einer Meldung der LVZ im Dezember 2009 wurde bereits im Juli des Jahres mit Vertretern des Kanzleramtes,  Kriegsminister Jung und Generalinspekteur Schneiderhan sowie Kontaktpersonen des Kommandos Spezialkräfte KSK, der deutschen Geheimdienste  und der CIA eine Eskalation des militärischen Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan vereinbart. Diesem Wunsch kamen die Verantwortlichen vor Ort offenbar umgehend nach.

U.A. wegen der bevorstehenden Bundestagswahl am 27. September 2009 wurden die tatsächlichen Ereignisse zunächst gezielt vertuscht, Untersuchungen u.a. der ISAF massiv behindert und mit deutscher Gründlichkeit verharmlost und abgewiegelt. Nach der Wahl wurden Ex- Kriegsminister Jung und ranghohe Militärs als Bauernopfer weggetreten.

Sämtliche bundeswehrinterne und juristische Verfahren gegen die Beteiligten wurden mittlerweile eingestellt. Die tatsächlichen Vorgänge um die Erteilung des Einsatzbefehles werden wohl nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Wir fordern mit der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung:

Bundeswehr raus aus Afghanistan!

Auslandseinsätze beenden!

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Mayors for Peace- Fahrradtour

Brief an die Bürgermeister

Sehr gegehrte Damen und Herren,

im 65. Jahr nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki veranstaltet der Friedensweg e.V. Leipzig am 24. und 25. April 2010 eine kleine Fahrradtour im Vorfeld zu den Verhandlungen über den Nichtverbreitungsvertrags von Kernwaffen in New York (NPT- Konferenz) im Mai 2010. Auf dieser Tour wollen wir Unterschriften für den Appell „Für eine Zukunft ohne Atomwaffen“ sammeln, die Initiative Mayors for Peace vorstellen, Mitgliedsstädte zur Aktivität anregen und neue Mitglieder werben.

Mayors für Peace ist eine internationale Nichtregierungsorganisation von Bürgermeistern, die sich u.a. mit ihrer aktuellen Kampagne „2020 Vision- atomwaffenfrei bis 2020“ für die weltweite Ächtung aller Atomwaffen einsetzt (www.mayorsforpeace.de).

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie als Vertreter der Stadt uns für ein persönliches Gespräch und die Weitergabe der Idee zur Verfügung stehen würden.

Voraussichtliche Ankunftszeiten:

Sonnabend, 24.04.10

10.00 Uhr       Start Rathaus Leipzig

11.00              Rathaus Markkleeberg

12.00              Rathaus Böhlen

13.00              Rathaus Zwenkau

15.00              Rathaus Lützen

16.30              Rathaus Weißenfels

17.30              Rathaus Großkorbetha

 

Sonntag, 25.04.10

11.00 Uhr       Rathaus Bad Dürrenberg

12.00              Rathaus Merseburg

13.00              Rathaus Schkopau

15.00              Rathaus Schkeuditz

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Offener Brief an Leipziger Bundestagsabgeordnete

Abgeordnete des Bundestages der Region Leipzig

Betrifft: Abstimmung zur Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages,

am 26.02.10 berät und beschließt der Deutsche Bundestag über eine Ausweitung des Afghanistan- Einsatzes der Bundeswehr. Als Abgeordnete der Region Leipzig tragen Sie dabei eine besondere Verantwortung: Oberst Klein, der Befehlshaber beim ISAF- Bombardement auf zwei Tanklaster in Kunduz, bei dem 147 vorwiegend zivile Opfer zu beklagen waren, ist bei der 13. Panzergrenadierdivision Leipzig stationiert.

Der Krieg in Afghanistan geht in das neunte Jahr. Die vorgeblichen Ziele dieses Krieges sind weiter denn je von einer Realisierung entfernt. Eine korrupte, wahlfälschende Regierung aus westlichen Marionetten, Warlords und Drogenhändlern kann sich nur unter massiven Einsatz ausländischer Truppen in einem Teil des Landes halten, der erneute Aufstieg der Taliban schreitet unaufhaltsam voran. Fast täglich sind Opfer von NATO- Bomben unter der Zivilbevölkerung zu beklagen. Das afghanische Volk leidet unter der Kriegsführung aller Konfliktparteien. Continue reading “Offener Brief an Leipziger Bundestagsabgeordnete” »

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Flughafen Leipzig/ Halle- wir fliegen Sie direkt in den Krieg!

Illegaler Missbrauch des Flughafens Leipzig/ Halle durch die Bundeswehr-Politik und Verwaltung bestreiten und verharmlosen

Süß und ehrenvoll ist’s, fürs Vaterland zu – lügen. Während im Großen Ex- Verteidigungsminister Jung auf Bundesebene zwecks Verschleierung und Wahlmanipulation die Regierung, das Parlament und die Bevölkerung bewusst fehlinformiert und verdummt, sieht es im Kleinen in der Region Halle/ Leipzig nicht anders aus. Continue reading “Flughafen Leipzig/ Halle- wir fliegen Sie direkt in den Krieg!” »

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PE zu Strassbourg

NATO bringt weiter Krieg und Terror- Friedensbewegung wird kriminalisiert

Zum Geburtstagsgipfel der NATO sorgten die Polizeikräfte der Gastgeber Deutschland und Frankreich durch brutale Einsätze und bewußtes Wegsehen für genau die Bilder und Nachrichten, die vom eigentlichen Grund des Protestes, der weltweiten Kriegspolitik der NATO, ablenken sollen. Während die USA und ihre Verbündeten in Afghanistan weiterhin Hochzeitsgesellschaften, jugendliche „Taliban“ oder nichtkooperierende Dörfer bombardieren, werden die Augen der Öffentlichkeit auf ein brennendes Hotel in Strassbourg und steinewerfende „Friedensbewegte“ fixiert. Ziel erreicht.

Kein Wort davon, dass im Rahmen der Aktion NATO-ZU fünf Stunden lang eine der Zufahrtsstraßen zum Gipfelgelände im Strassbourger Norden von 200 absolut gewaltfreien Demonstranten, darunter Friedensbewegte aus Leipzig und Halle, besetzt wurde. An dieser Stelle war eine Deeskalation von der Polizei wohl gewollt- und fand auch statt.        

Anschließen demonstrierten die Blockierer völlig ungehindert und friedlich zwei Stunden lang in die Strassbourger Innenstadt, begrüßt, unterstützt und versorgt von der Strassbourger Bevölkerung. Erst am eigentlichen Auftaktort der offiziellen, angemeldeten Demonstration setzten Tränengas, Wasserwerfer und Polizeisperren der demokratischen Meinungsäußerung ein Ende.

Die Hintergründe und genauen Umstände der „Polizeipannen“, „taktischen Fehleinschätzungen“, „unangemessenen Reaktionen“, „Krawalle“ und „bürgerkriegsähnlichen Zustände“ werden wohl nie oder sehr spät ans Licht kommen. Die Reden der Low-and-Order-Politiker, die jetzt verstärkte Maßnahmen zur Aufstandbekämpfung fordern werden, waren bereits vor dem Gipfel geschrieben. Bleibt wohl nur die Frage zu stellennato zu: Qui bono?

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Zahl der kriegerischen Konflikte gegenüber dem Vorjahr unverändert

Nach Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) an der Universität Hamburg wurden im Jahr 2006 weltweit 43 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl damit konstant geblieben. Drei neuen stehen drei beendete kriegerische Konflikte gegenüber.Das Gleichbleiben der Zahl der kriegerischen Konflikte ist allerdings trügerisch, da einige der “andauernden” kriegerischen Konflikte erst gegen Ende des Jahres 2005 eskalierten. Dazu zählen vor allem die 2006 neu als Krieg eingestuften Auseinandersetzungen in Sri Lanka und der pakistanischen Provinz Belutschistan.
“Krieg” definiert die AKUF in Anlehnung an den ungarischen Friedensforscher István Kende (1917-1988) als einen “gewaltsamen Massenkonflikt, der alle folgenden Merkmale ausweist: (a) an den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen es sich mindestens auf einer Seite um reguläre Streitkräfte (Militär, paramilitärische Verbände, Polizeieinheiten) der Regierung handelt; (b) auf beiden Seiten muss ein Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation der Kriegführenden und des Kampfes gegeben sein, selbst wenn dies nicht mehr bedeutet als organisierte bewaffnete Verteidigung oder planmäßige Überfälle (Guerillaoperationen, Partisanenkrieg usw.); (c) die bewaffneten Operationen ereignen sich mit einer gewissen Kontinuität und nicht nur als gelegentliche, spontane Zusammenstöße, d.h. beide Seiten operieren nach einer planmäßigen Strategie, gleichgültig ob die Kämpfe auf dem Gebiet eines oder mehrerer Gesellschaften stattfinden und wie lange sie dauern.” Kriege gelten als beendet, soweit Kampfhandlungen dauerhaft, d.h. für mindestens ein Jahr, eingestellt bzw. nur unterhalb der Schwelle der AKUF-Kriegsdefinitionfortgesetzt werden.

Nähere Infos findet ihr unter:
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004147.html
http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/publ/AKUF-Pressemitteilung-2006.pdf

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