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Leipziger Friedensrundbrief März 2015

„Ob wir den Weg des Friedens finden oder der bisherigen, unserer Zivilisation unwürdigen Weg der brutalen Gewalt weitergehen, ist in unsere Hand gegeben. Unser Schicksal wird so sein, wie wir es verdienen.“ A. Einstein ” Zur Frage der Abrüstung”

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1. Friedenswache Montag 18 Uhr Augustusplatz
Da zur Zeit eigene Veranstaltungen montags anmeldetechnisch schwierig sind, zeigen wir im Rahmen der No Legida-Proteste Gesicht auf dem Augustusplatz. Am letzten Montag mit einem Banner „Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen“. Die Reaktionen waren allesamt positiv. Nur waren wir ziemlich Wenige, dass kann sich aber durchaus ändern.

2. Ostermarsch Sonnabend 04. April ab 10 Uhr Nikolaikirchhof  (Flyer vorne und hinten)
Im Anhang der Flyer mit der Bitte um Verbreitung. Mit dem Ostermarsch ist es wie mit Klosterfrau- Melissengeist: nie war er so wertvoll wie heute. Eier werden eh erst am Sonntag gesucht. Da steht einer Teilnahme eigentlich nichts im Wege. Nachfolgend der Aufruf zur Beteiligung an Gruppen und Vereine, der sich natürlich genauso auch an Einzelpersonen richtet. Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens, der Leipziger Ostermarsch findet in diesem Jahr am Sonnabend, den 04.04., statt.
Von 10 bis 12 Uhr auf dem Nikolaikirchhof neben dem traditionellen Schmieden ( „Schwerter zu Sicheln“) des nunmehr 8. Leipziger Friedenspreises Redebeiträge, Texte und Musik zum Thema und die Möglichkeit der Präsentation der Vereine, Gruppen oder Personen, die sich im weiteren Sinne für ein friedlicheres Miteinander in dieser Stadt, auf diesem Kontinent oder dieser Welt einsetzen. Themen gibt es (leider zu) viele: Ukraine, Naher Osten, Atomwaffen, Krieg als Fluchtursache, Festung Europa, Aufrüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr; Bundeswehr an Schulen, Universitäten und Arbeitsämtern, in Kirchen und auf Stadtfesten; NATO und EU als kriegstreibende militärische Bündnisse, Rüstungsproduktion und – export, Antonows auf Leipzigs Flughafen, 100 Jahre 1. Weltkrieg, 70. Jahrestag des Kriegsendes im 2. Weltkrieg… . Da wir das alles nicht allein abdecken können und auch gar nicht wollen, brauchen wir eure Hilfe, Mitarbeit und Unterstützung sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Umsetzung der vielen Ideen. Egal ob Infostand, Redebeitrag oder Teilnahme, gerade in Zeiten sich zuspitzender Auseinandersetzungen und einer Vereinnahmung der Friedenssehnsucht der Menschen durch rechte Trittbrettfahrer muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden.
Ab 12 Uhr wollen wir mit einem Stadtrundgang frei nach Brecht ( Anachronistischer Zug 2015) Vorbereiter, Schönredner und Profiteure des Krieges sowie unzeitgemäße Entwicklungen in der Gesellschaft dar- und bloßstellen. Auch hier ist eure Kreativität gefragt. Falls ihr was auch immer beitragen könnt und wollt, meldet euch einfach. Denn: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg.“

3. statement/ antimilitaristische nachrichten Mittwoch 11.03. und 25.03. radio blau
In den beiden März-Sendungen wird der Ostermarsch thematisch vorbereitet, da kann mensch sich schon mal einhören und sich motivieren lassen. Falls das nötig sein sollte.

4. Die Diskussion um die „neue Friedensbewegung“ beeinflusst in diesem Jahr auch die Ostermärsche. Hier eine längere Situationsanalyse von Reiner Braun, seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung aktiv und einer der Friedenswinter-Aktivisten. Zwar von Ende Januar, trotzdem topaktuell und unbedingt lesenswert.

5. Protest und Widerstand gegen Militär und Krieg findet weltweit statt. Einer der Schwerpunkte ist der Kampf gegen zunehmende illegale Tötungen durch Drohnen. Die Bundeswehr hat ihre Pläne zur Anschaffung solcher (natürlich unbewaffneter) Tötungsmaschinen trotz Pannenserie nicht aufgegeben. In den USA gibt es aktuell Proteste gegen eine der Drohnenleitbasen in Creech/ Nevada. https://www.youtube.com/watch?v=KXX340OIimc

In der Bundesrepublik lenkt die US Air Force die Drohnen unter anderem von Ramstein aus, mit stillschweigender Zustimmung der Bundesregierung. 6. Diese Meldung hatten wir nach der medialen Vorrüstung der letzten Zeit erwartet: Taz: Die Bundeswehr soll mehr Geld bekommen. Gute Voraussetzungen: Ukraine-Konflikt und IS-Terror tangieren das subjektive Sicherheitsgefühl. Wenn in diesen Tagen Ursula von der Leyen auf den Wehretat angesprochen wird, huscht ihr verschmitztes Lächeln über das Gesicht. Die Verteidigungsministerin weiß, dass die gegenwärtige unsichere Weltlage ihr in die Hände spielt… Der Verteidigungsetat für dieses Jahr beträgt rund 32,97 Milliarden Euro. Angesichts der gewachsenen Verantwortung, die Deutschland nach Ansicht der Großen Koalition zu übernehmen habe, lässt von der Leyen keinen Zweifel an einem gehörigen finanziellen Mehrbedarf. Zur Information: in den letzten Jahrzehnten lag der Vereteidigungshaushalt in etwa bei 50 Milliarden D-Mark bzw. dann 25 Milliarden Euro. Es gab also schon still und heimlich eine Erhöhung um 30%. Das reicht unserer Kanonenursel scheint es aber noch lange nicht. Wir sind gespannt, an welchen Stellen im Sozial- und Bildungsbereich für noch mehr militärische Abenteuer gekürzt werden wird. Sage hinterher keiner, er hätte es nicht gewusst.

 

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Leipziger Friedensrundbrief Juni/Juli 2014

hier findet sich eine leser_innenfreundliche Version

„Es ist nicht wahr, dass die Schüsse von Sarajewo den Ersten Weltkrieg auslösten. Die Schüsse von Sarajewo lösten gar nichts aus. Morde an Staatsoberhäuptern, Ministern und Fürstlichkeiten waren damals in Europa gang und gäbe. Sie hatten noch niemals zu internationalen Krisen geführt… Es ist auch nicht wahr, dass Sarajewo eine Ausnahme war, weil hinter den Mördern die serbische Regierung stand. Sie stand nicht hinter ihnen. Im Gegenteil, sie war entsetzt. Hinter den Mördern stand allenfalls eine Gruppe von serbischen Geheimdienstlern, die auf eigene Faust handelte. Die Regierung in Belgrad wusste sehr gut, dass es in Wien einflussreiche Männer gab, die schon seit längerem auf einen Vorwand lauerten, Serbien den Hals umzudrehen.“ Sebastian Haffner, Die Sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg, 1964

Vor 50 Jahren war man offensichtlich schon mal weiter. In LVZ, ard, zdf und sonstigen Zahnrädern der Verdummungsmaschinerie ist dagegen unisono zu erfahren: die Schüsse von Sarajewo waren der Auslöser oder die Ursache des 1. Weltkriegs. Und so wird es wohl weiter gehen bis zum Neuaufguss der Dolchstosslegende 2018. Wer es besser wissen möchte, dem sei obiges Büchlein empfohlen. Da kann mensch sich sämtliche „Neubewertungen“ sparen. Wer Interesse daran hat, die offizielle Geschichtsschreibung nicht einfach zu übernehmen und die Bewertung des 1. Weltkrieges nicht nur Guido Knopp und Konsorten zu überlassen, es gibt dazu gerade eine Ideen- und Beteiligtenfindung. Zur Anregung im Anhang der 1. Teil einer in der Zeitschrift absturz erscheinenden Serie zum Thema. Bei Interesse einfach Kontakt aufnehmen. Ansonsten hier die auch im Sommerloch gut gefüllte Terminliste, da fehlt es nur noch an euch.

1. Montagsmahnwachen jeden Montag 18 Uhr Augustusplatz Es klärt sich gerade Einiges (z.B. Emanzipation von Berlin, Abgrenzung gegen rechte Einflüsse etc). Als Resultat der Klärung finden in LE wie in anderen Städten derzeit zwei Mahnwachen statt, womit sich einige stereotype Einwände von selbst erledigen. Die Montagsvariante sollte im Sinne der Erklärung der Kooperation für den Frieden gerade jetzt unterstützt werden (Anhang). Denn mal los.

2. Mittwoch, 02.07. ab 16 Uhr Hochschule Merseburg Einweihung einer Informationstafel zu DDR- Bausoldaten in der Geusaer Str. 18 bis 19 Uhr

Radio Blau 99,2 MHz amina- antimilitaristische Nachrichten Am letzten Freitag lud die Leipziger Bundeswehrausbildungszentrale die ausgewählte Öffentlichkeit wie OBM Jung ein. amina schickte den rasenden Reporter Kuno vorbei, um mal in Erfahrung zu bringen, wie den die uninformierten Uniformierten die präsidiale Fallsucht an die Rekruten bringen. Außerdem Hintergründe zur beabsichtigten Abschiebung einer tschetschenischen Familie aus dem Landkreis.

3. Dienstag, 08.07. 15.30 Uhr Markkleeberg, Rathaus Am 08. Juli findet zum 3. Mal der Flaggentag der Mayors for Peace statt. Damit soll auf die nach wie vor bestehende und sich aktuell sogar verschärfende Bedrohung durch Atomwaffen aufmerksam gemacht werden. Die Mitglieder der Bürgermeistervereinigung wurden aufgefordert, sich zu beteiligen. Aus Leipzig war von Reaktionen noch nichts zu hören, in Markkleeberg wird der neue OBM Karsten Schütze dankenswerterweise zum obigen Termin eine kleine Flaggenzeremonie durchführen. Da wäre eine rege Bürgerbeteiligung wünschenswert. Wem es in die Peripherie nicht zu weit ist…

4. Dienstag, 08.07. 18 Uhr Leipzig, Schwägrichenstr. 8 Vorbereitung 1. September Weltfriedenstag und Friedenspreisverleihung Bereits vorm Sommerloch soll so viel wie möglich erledigt und besprochen werden, deswegen ein weiteres Vorbereitungstreffen. Da „Leipzig gegen Krieg“ als Veranstalter ein eher loser Zusammenschluss ist, eine gute Gelegenheit, sich bereits im Vorfeld einzubringen. Wer Ideen oder Vorschläge, aber gerade an dem Tag keine Zeit hat, kann sich ja über andere Kanäle einbringen. Gesucht werden außerdem noch Vorschläge für den diesjährigen Träger des Friedenspreises, gern auch online: http://leipzig-gegen-krieg.de/

5. Freitag, 18.07. ab 17.30 Uhr Nikolaikirchhof Aus obigem Anlass ist auch seit Jahren der Pacemaker- Radmarathon als „Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen“ unterwegs. In diesem Jahr von Stuttgart nach Berlin mit Leipzig als Endpunkt der Etappe von Bamberg über 248 km. Auf dem Nikolaikirchhof soll es eine kleine Begrüßung und Verköstigung geben, bevor es am Sonnabend auf die letzte Etappe nach Berlin geht. Unterstützt werden wir von der Radsportabteilung des Roten Sterns, die die Pedaleure bereits unterwegs in Empfang nehmen wollen.

6. Mittwoch, 13.08. 10.30 Uhr Markt DFG-VK Friedenssternfahrt Südroute Bamberg – Berlin vom 09. bis 17. August im Gedenken an 100 Jahre Ausbruch des 1. Weltkriegs und den Beginn des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren Da geht es im Vergleich zum Radmarathon breitensportlich gemütlich zu, da können auch Nichtprofis in die Pedalen treten. Der Kulkwitzer See ist am 12. Übernachtungsort, für den 13. ist am Vormittag eine Performance auf dem Markt angemeldet. Weiters unter: http://www.dfg-vk-bayern.de/FFT-2014-OrgInfo-01.html

7. Montag 17.08. bis Montag 25.08. war starts here- camp am GÜZ Altmark Wer ganz oder teilweise kann, unbedingt teilnehmen, mindestens am Aktionstag. Im Gefechtsübungszentrum wird mit dem Bau der Übungsstadt Schnöggersburg die Grundlage für das Training von Bundeswehr- und NATO- Einsätzen in (europäischen) Städten geschaffen. Das alles sicher nicht zufällig angesichts der sich verschärfenden sozialen Gegensätze in Süd- und Südost- und demnächst vielleicht auch wieder in West- und Mitteleuropa. Programm des Camps im Anhang, weitere Infos unter http://warstartsherecamp.org/

8. Lesestoff Wenn es gerade mal regnet oder Halbzeit ist: warum der Oberpfarrer der Nation scheinbar immer mehr Gefallen an Gefallenen findet (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58894/print ) und woher die ISIS- Rebellen aus dem Nichts auftauchten und wohin das führen könnte… (Anhang). Dazu auch der Struttmann- Kommentar. Wenn es Fragen, Verbesserungen oder Anregungen gibt, immer her damit.

Ansonsten friedliche Grüße und bis dahin

Torsten Schleip

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Leipziger Friedensrundbrief April 2014

„Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es wenn sie`s lesen.“ Karl Kraus

Immer wieder erstaunlich, wie aktuell Zitate vom Beginn des letzten Jahrhunderts auf jetzige Situationen passen. Wenn mensch die Äußerungen von Politikern und „Experten“ sowie die Berichterstattung der meinungsbildenden Medien verfolgt, scheint es noch genauso zu funktionieren. Leider. Muss aber nicht so bleiben.

(Newsletter als pdf)

1. Montagsdemo reloaded

Seit einigen Wochen treffen sich in Berlin allmontaglich Leute unter dem Motto: “AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT! FÜR EINE EHRLICHE PRESSE! & GEGEN DIE TÖDLICHE POLITIK DER FEDERAL RESERVE (einer privaten Bank)!”. Letzte Woche auch in Leipzig, 18 Uhr auf dem Augustusplatz. Soll wohl ein fester Termin werden. Alles noch etwas undifferenziert, aber vieles hat klein angefangen. Und wer sich nicht einbringt braucht auch nicht zu meckern. An den Slogans ist ja erst mal nichts auszusetzen. An manch einem Beteiligten schon, aber so ist das eben in der Demokratie von unten.

2. Mittwoch 09.04.14 18 Uhr Radio Blau amina- antimilitaristische Nachrichten

Im Mittelpunkt werden selbstredend die Ostermärsche stehen, außerdem wie üblich die Infos, was sonst noch so im Lande passiert und worüber BILD nicht berichtet.

3. Sonnabend 19.04.14 10.30- 14.00 Uhr Ostermarsch in Leipzig

Zu Inhalten und Programm siehe den angehängten Flyer. Da die Feiertage immer mehr als Familienfreizeit genutzt werden (was auch völlig in Ordnung ist), lasst uns trotzdem nicht so alleine stehen. Also weiterverbreiten, selbst kommen, jemanden mitbringen… Und wem spontan weiteres einfällt, es ist eine offene Veranstaltung. Zeiten und Inhalte sind nur der äußere Rahmen.

4. Mittwoch 30.04.14 20 Uhr Dresden Frauenkirche

Das die Bundeswehr sich gern in der Öffentlichkeit präsentiert, ist ja nichts Neues. Diesmal sollte aber Schluss sein: „Zu einem Musikalischen Gottesdienst laden das Landeskommando Sachsen, das Sächsische Ministerium des Innern … ein.“ Die Ruinen der Frauenkirche waren jahrzehntelang ein Mahnmal für den Frieden, bei der Wiedererrichtung wurde immer wieder auf den völkerverbindenden Charakter hingewiesen, nun spielt das Heeresmusikkorps Erfurt für die Akzeptanz des nächsten Krieges auf. Also für einen guten Zweck. Geht’s noch? Wer Ostern keine Zeit hat, da wäre doch ein Tanz in den Mai auf dem Dresdner Neumarkt eine Alternative. Protest regt sich schon (Anlage 2).

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Leipziger Friedensrundbrief März 2014

Es gab immer Krieg. Es war ein Grenzstreit, das nationale Äquivalent des Vorwurfs, dass der Nachbar seine Hecke zu lang wachen ließ. Manchmal wurde die Sache größer. Borograwien war ein friedliebendes Land, umgeben von verräterischen, heimtückischen und kriegerischen Feinden. Es mussten verräterische, heimtückische und kriegerische Feinde sein, denn sonst würden wir ja nicht gegen sie kämpfen. Es gab immer Krieg. Terry Pratchett, Das Weiberregiment

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,
Anfang Februar wurde bei der sogenannten Sicherheitskonferenz in München wieder ordentlich der nächste Krieg vorbereitet. Da der in Afghanistan als verloren gilt, wurde der Konflikt in der Ukraine durch einseitige Unterstützung der wie-auch-immer- Opposition kräftig geschürt und verschärft. Das Ergebnis der geheimen Absprachen sehen wir aktuell, was genau besprochen wurde erfahren wir in 20 Jahren. Oder eher, aber es wird wenige interessieren. Wundern sowieso nicht. Die Rede des obersten Kriegstreibers der Nation auf der Konferenz rief bundesweit und in Leipzig Protest hervor. Dazu ein offener Brief von Jürgen Todenhöfer und Gedanken aus dem Friedenszentrums im Anhang. Layoutet gibt es diesen Newsletter hier.

1. Ostermarsch 2014 Vorbereitungstreffen 11. März ab 17 Uhr Schwägrichenstr. 8
Unser Vorschlag wäre Ostersonnabend, der 19. April, von 10 bis 12 Uhr auf dem Nikolaikirchhof mit Information und Positionierung zu den uns bewegenden Problemen und dem Schmieden des Leipziger Friedenspreises. Anschließend ein kurzer Marsch zu einer kriegsverherrlichenden Gedenkstätte für die Täter und Opfer des 1. Weltkrieges, deren es ja reichlich gibt und die gerade jetzt zum 100.Jagrestag ins öffentliche Interesse gerückt werden sollten.
Erste Überlegungen zu einem Arbeitstitel: „Das Rad der Geschichte kann nicht zurückgedreht werden. Aber Bundesregierung, NATO und EU wollen die Ergebnisse zweier Weltkriege revidieren.
Die Toten mahnen. Jetzt neue Kriege verhindern.“
Noch nicht so richtig ausgereift, wir brauchen also eure Gedanken und Unterstützung. Zur Anregung der Aufruf aus Berlin. Zur Ausgestaltung der Veranstaltung sind wir dringend auf eure Unterstützung, Ideen und Beiträge angewiesen. Deswegen die Einladung zum Vorbereitungstreffen am Dienstag, den 11. März, ab 17 Uhr im Schwägrichentreff in der Schwägrichenstr. 8 im Musikviertel. Wem die Gedanken zum Zustand der Welt auch keine Ruhe mehr lassen, ist herzlich willkommen. Leipzig braucht eine Friedens-BEWEGUNG.

2. Dienstag 18. März Heinrich-Pestalozzi- Förderschule Gohlis
Ulla Jelpke von der BT- Fraktion der Linkspartei informiert regelmäßig über Einsätze der Bundeswehr bei Messen und in Schulen. Für Leipzig ist obiger Termin angekündigt, genaueres noch nicht bekannt. Bundeswehr hat zwar generell an Schulen nichts verloren, aber das „Werben fürs Sterben“ gerade in einer Förderschule ist besonders kritikwürdig. Wer kann sich am Protest beteiligen?

3. Mittwoch 12. März 18 Uhr amina- antimilitaristische Nachrichten radio blau
Thema werden u.a. die Schulbesuche der Bundeswehr und geplante Veranstaltungen zu 1914-2014 sein. Falls euch Weiteres auf den Nägeln brennen, gebt Bescheid.

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Friedensweg Newsletter Juni 2013

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,

es gibt wieder viel zu tun, nicht nur zur Abwehr von Wassermassen. Es scheint nicht so, als würde der Karrieretruck der Bundeswehr ins Krisengebiet abgezogen oder auf Mordwaffen verzichtet werden. (Newsletter als pdf)

1. Bundeswehr und Stadtfest    07. bis 09. Juni                         Augustusplatz

Da kaum Rückmeldungen kamen und die Personaldecke dünn ist, konnten nur Anmeldungen für eine Mahnwache am Demokratie- Ei für Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 17 Uhr realisiert werden. Der Wunsch des Marktamtes, uns mit vorgeschobenen Begründungen an den Rand des Platzes zu verschieben, wurde vom Ordnungsamt nicht mitgemacht. Es wäre schön, wenn uns der eine oder die andere spontan unterstützen könnte. Musikalische, schauspielerische, textliche oder sonstige Beiträge lockern die Mahnwache auf und sorgen für Hingucker. Darüber hinaus bleibt es jedem selbst überlassen, laut, sichtbar und gewaltfrei gegen die Selbstdarstellung der Bundeswehr zu protestieren. Vorüberlegungen sind bereits im Gange: https://nachemnitz.wordpress.com/2013/06/04/bundeswehr-leipzig/ Im Anhang die Pressemitteilung, mal sehen was und wo davon etwas rüberkommt.

2. amina- antimilitaristische Nachrichten auf Radio Blau

Diesmal am Mittwoch, den 05. Juni, von 18 bis 19 Uhr auf 99,2 MHz sowie 94,4 MHz & 89,2 MHz (je nach Wohnort) oder 97,9 MHz (im Kabelnetz)

3. Das offizielle Programm zur Völkerschlacht wurde präsentiert, hier und dort gibt es Überlegungen zur Ergänzung aus anderer Sichtweise. U.a. auf dem Jahrtausendfeld (http://www.voelkerschlachten.net/konzept/das-millennium-front-theater-jahrtausendfeld/)

Oder mit einer „Friedensfahrt statt Völker schlachten“ am 20. Oktober rund um die Weinteichsenke, einer Licht- Text- Musik- Performance der Künstlergruppe GEDOK … Weitere Überlegungen und Vorbereitungen am Dienstag, 11. Juni, ab 17 Uhr im Musikvierteltreff in der Schwägerichenstr. 8

4. Weil sie es so nötig hat, wird die Bundeswehr mit einer Sondermarke der Post „geehrt“. Vom Motiv sieht es eher wie eine Werbung des Bundesfamilienministerium aus, der Hintergrund aber ein ganz anderer: Verbreitung und Akzeptanz militärischen Denkens um jeden Preis bzw. für 58 ct. Sollte mensch auf jeden Fall kommentarreich boykottieren und andere sensibilisieren. Demnächst dann eine Marke für den Verfassungsschutz. Eine Petition und näheres unter https://www.openpetition.de/petition/online/militaermarke-zurueckziehen-briefmarken-sind-weit-mehr-als-reine-postwertzeichen

5. Die 13. Panzergrenadierdivision will sich am 28. Juni mit einem Appell aus der Stadt verabschieden, näheres (z.B. ob in der Öffentlichkeit) ist noch nicht bekannt. Wenn sich etwas ergibt machen wir eine Sondermeldung. Dieses freudige Ereignis sollte auf jeden Fall gefeiert werden.

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Leipziger Friedensrundbrief Januar 2013

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,

vielen Dank für die zahlreichen lieben Glückwünsche zur Verleihung des Demokratiepreises. War fast noch schöner als der Preis selbst. Außerdem mögen all eure Wünsche in diesem Jahr in Erfüllung gehen, besonders der nach einer friedlicheren Welt. Aber weil von allein nichts passiert und dieses Jahr einiges an Arbeit auf uns wartet (27. Januar, 80 Jahre Machtergreifung, Ostermarsch, 6. August, 1. September, Völkerschlachtgedenken…) hier der erste Rundbrief des Jahres.

  1. Amina- antimilitaristische Nachrichten

Sehr kurzfristiger Hinweis, die Sendung ist bereits heute von 18 bis 19 Uhr auf radio blau (99,2 MHz in Connewitz sowie 94,4 MHz & 89,2 MHz bzw.97,9 MHz im Kabelnetz.

2. Gedenktag 27. Januar

Wir wollen den Tag in diesem Jahr zur einjährigen Wiederkehr der Enthüllung der Gedenkinstallation auf dem Hauptbahnhof von 14 bis 15 Uhr ebendort begehen, eine zeitliche Überschneidung mit anderen Gedenkveranstaltungen sollte sich ausschließen. Da die Übernahme der ideellen Patenschaft durch den Verein der ausländischen Mitbürger in Sachsen zeitlich begrenzt ist, sind wir auf der Suche nach einem neuen Träger. Die offizielle Betreuung liegt weiterhin beim Friedensweg Leipzig, da die Stadt sich weiterhin trotz intensiver Bemühungen als nicht zuständig betrachtet. Was wir weiterhin anders sehen, aber manchmal gibt es halt Besseres zu tun und bisher ist ja auch nichts passiert.

3. Weiterleitung Vorbereitung Gedenkmarsch und 09. November

Hiermit seid Ihr herzlich zur Jahresauftaktveranstaltungder Gruppe “Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche in Frühjahr 1945” des VVN BdA e.V. – Leipzig und der Initiativgruppe “Mahnwache und Stolpersteine putzen” des Friedenszentrums e.V. – Leipzig,

am 22. Januar 2012, ab 19.00 Uhr, in der Galerie KUB Kantstr. 18 04275 Leipzig

eingeladen.

Wir wollen in der Zeit von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr neben einem kleinen Jahresrückblick auf die vor uns liegende Friedens – und Gedenkarbeit schauen und über unser gemeinsames weiteres Vorgehen beraten. Ab 20.30 Uhr wird unser Freund und Mitstreiter, der Reimteufel (Marco Helbig), uns mit seiner Musik Ansätze zum Nach- und Weiterdenken bereiten. Kommt zahlreich und bringt Feierlaune mit!

Franziska Eißner und Christian Liefke von der Galerie KUB sowie Marco Helbig möchten wir schon heute für Ihre Unterstützung und Vorbereitung des gemeinsamen Abends herzlichst danken!

Soweit erst mal, hier noch die Vorstellungen des Kasseler Friedensratschlages zu den Schwerpunkten für 2013. Kann natürlich beliebig erweitert werden.

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Leipziger Friedensrundbrief Juni 2012

nachdem der Protest gegen die Bundeswehr auf dem Leipziger Stadtfest gute Resonanz bei den Besuchern und ein (wenn auch teilweise dämliches) Echo in der Lokalpresse fand, sind wir auf die weitere Entwicklung z.B. im Stadtrat gespannt. Dank an alle Beteiligten.

1. Vorbereitung Weltfriedenstag
2. 5. Leipziger Friedenspreis
3. Internationales antimilitaristisches Camp am Gefechtsübungszentrum Altmark vom 13. bis 16. September
4. Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung 24. bis 29. September
5. Aktion Aufschrei- stoppt den Waffenhandel Continue reading “Leipziger Friedensrundbrief Juni 2012” »

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Endlich wieder Wehrkundeunterricht an Schulen – Kooperation Kultusministerium und BW in Sachsen

Rechtzeitig zum Fest des Friedens unterzeichnen am 21. Dezember der mutmaßlich ungediente sächsische Kultusminister Prof. Roland Wöller und der sicherlich langgediente Generalmajor Heinrich Geppert vom Wehrbereichskommando III die erste Kooperationsvereinbarung zwischen einem Kultusministerium und der Bundeswehr in Mitteldeutschland. Zwanzig Jahre nach der Einheit steht Deutschland nicht nur im Krieg für „den ungehinderten Zugang zu Rohstoffen und Märkten in aller Welt“ (Weißbuch der Bundeswehr). Mit der „Bundeswehr zum Anfassen“ haben Wehrdienstberater und Jugendoffiziere jetzt einen noch ungehinderteren Zugang zu den Köpfen der Heranwachsenden. Bisher schon obrigkeitshörige Lehrerinnen und Lehrer werden es sich dank höchstdienstherrlicher Absolution sicher nicht entgehen lassen, den Kanonenfutter- Rekrutierern die Klassenraumtüren weit zu öffnen. Natürlich einzig zum Zweck, dass die Rattenfänger in Uniform „ vor dem Hintergrund der immer komplizierter werdenden Welt  Antworten und Zusammenhänge nationaler und internationaler Sicherheitspolitik im Unterricht verständlich und lebensnah“ erklären können. Und die Erde ist eine Scheibe. Continue reading “Endlich wieder Wehrkundeunterricht an Schulen – Kooperation Kultusministerium und BW in Sachsen” »

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