Autor-Archiv: verqueert

Leipziger Friedensrundbrief Mai 2017

„Jede Bundeswehr muß grundsätzlich bereit sein, sich um einer besseren politischen Lösung willen in Frage stellen zu lassen.“                                                                        Bundespräsident Gustav Heinemann, 1969

In Hochzeiten des Kalten Krieges durften staatstragende Sozialdemokraten so etwas denken und sagen, bei den aktuellen Skandalen der Bundeswehr sollten sich die Enkel mal dran erinnern. Jetzt sorgen Offiziere der Bundeswehr selbst für genau den Terror, den sie dann angeblich bekriegen. Der vertuschungswütige Ausbildungsleiter des Haufens musste als Bauernopfer die Schirmmütze nehmen, die Uschi sitzt es aus. Unsern täglich Skandal gib uns heute… So langsam müsste es auch der oder die Letzte begreifen, dass mensch so einer Truppe nicht auch noch mehr Geld zur Verfügung stellen sollte. 69 hieß das: „Keinen Mann und keine Mark für den deutschen Kriegsetat.“ Dann mal raus auf die Straße…

1. Mai  Naziaufmarsch in Halle

„Der neonazistische „Schwarze Block“ hat sich mit der Kader-Partei „III. Weg“ überworfen und mobilisiert für den 1. Mai 2017 nach Halle und nicht nach Gera.“ war in der ZEIT zu lesen. Das haben unsere Nachbarn echt nicht verdient und brauchen Unterstützung bei den Protesten. Empfohlen wird zur Anreise die S- Bahn 9.10 Uhr ab Leipzig Hbf tief, Bahnsteig 2. Was dann passiert: http://www.erster-mai-halle.de/

1. Mai Die Demo zum Kampf- und Feiertag   10 Uhr   Volkshaus Liebknechtstr. 31 – 33

 Wer nicht nach Halle kann oder will: wir wollen auch auf der Demo des DGB präsent sein. Da fast alle Parteien einer verstärkten Aufrüstung positiv gegenüberstehen, wären die Gewerkschaften eigentlich umso mehr gefragt, gegen den damit zwangsläufig verbundenen Sozialabbau Widerstand zu leisten. Verdi-Chef Bsirske hat schon so etwas angekündigt. Was allerdings genau passieren soll, hat er noch nicht nachgereicht. Also auf Demo und Kundgebung daran erinnern, dass es keinesfalls um Arbeitsplatzerhaltung bei der Rüstungsindustrie gehen soll.

 3., 17. und 31. Mai       statement/ antimilitaristische nachrichten  radio blau  18 Uhr

 Aus kalendertechnischen Gründen diesmal drei Sendetermine auf 99,2 MHz oder den beiden räumlich begrenzten Stützfrequenzen 94,4 MHz und 89,2 MHz. Themen wie üblich bunt gemischt, Hauptsache jenseits des Tellerrandes der sonstigen öffentlichen Wahrnehmung.       

 7. Mai Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche  10.30 Uhr Gedenkinstallation Hbf

Die Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr an der Gedenkinstallation für die Deportierten auf den Hauptbahnhof statt. Anschließend mit der S- Bahn nach Bennewitz und von dort zu Fuß nach Wurze. Der Flyer mit weiteren Informationen im Anhang.

 8. Mai Friedenswache zum Tag der Befreiung          18 Uhr Leuschnerplatz/ Petersstr.

Beim derzeitigen Russlandbashing kann gar nicht oft genug daran erinnert werden, wer die Hauptlast bei der Beseitigung des Nationalsozialismus getragen hat. Und was uns das Ende des 2. Weltkrieges gelehrt hat: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

08. und 18. Mai globaLE          

 Am 08. Mai ab 18 Uhr läuft in Kooperation mit der Südostasien Informationsstelle und anderen der Film “Samin vs Semen” (Indonesien 2015, mit dt. UT) in der Schaubühne Lindenfels (Karl-Heine-Str. 50). Der Film thematisiert den Widerstand javanischer Bauern gegen die globale Zementindustrie. Im Anschluss diskutieren wir mit dem Filmemacher Dandhy Dwi Laksono und einer Aktivistin.

Am 18.05.2017 um 19 Uhr dann “This is not a coup” (Griechenland 2016) im Rahmen des Kollektiv-Festivals an der Universität Leipzig. Der genaue Raum an der Uni ist noch nicht klar, – er wird auf der Webseite in Kürze bekanntgegeben.                                     www.globale-leipzig.de

 11. Mai BI „Gute Nachbarschaft mit Russland“ zum Tag der Befreiung       abends

 Da wird noch fleißig vorbereitet, Zeit und Ort stehen nicht fest. Also Termin schon mal vormerken und unter gutenachbarschaftmitrussland.blogsport.de/  die genaueren Infos besorgen.

24. bis 26. Mai NATO-Gipfel               Brüssel

Der Donald macht seinen Antrittsbesuch bei Kriegstreibers und das neue Hauptquartier wird eingeweiht. Nicht um die Ecke, aber jede Menge los. Bei Interesse:

http://www.no-to-nato.org/category/de/nato-gipfel-bruessel-2017/

 24. bis 28. Mai            Evangelischer Kirchentag      Berlin/ Wittenberg

 Man kann gar nicht so viel fressen bzw. hat auch nicht so viel Zeit wie wünschenswert. Zum Kirchentag die Soldatinnen und Soldaten des Herrn mittenmang mit Feldgottesdienst, militärischer Absicherung der Großveranstaltung in Wittenberg oder als Brückenbauer zum übers Wasser kommen. Besonders ulkig: in Wittenberg betreibt die Bundeswehr ein Café gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. Geht’s noch? Eher etwas für individuellen Protest, wer sowieso da ist kann ja mal vorbeischauen.

 31. Mai MittwochsATTACke    18 Uhr  Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50

Spannendes Thema: “Friedensbewegung und antifaschistischer Konsens”. Sollte selbstverständlich sein, aber manch einem muss es noch erklärt werden. Das übernimmt als Referent Karl-Heinz Peil vom Bundesausschuss Friedensratschlag. Mensch darf gespannt sein…

Wem es noch nicht reicht: im Juni wird es fast noch ärger. Die Bundeswehr will vom 02. bis 04.Juni wieder beim Stadtfest rekrutieren, der 3. Tag der Bundeswehr am 10. Juni u.a. diesmal publikumswirksam mit den Rettern in Weiß(enfels) von 10 bis 17 Uhr in der Sachsen- Anhalt- Kaserne. Motto: „Die Bundeswehr zum Anfassen“. Hätten sie wohl gerne. Zitat: „Die Besucher der Kaserne erleben einen Mix aus Großgeräten zum Anfassen und verschiedene Vorführungen: Hautnah können sie den Sanitätsdienst und das Heer erleben. Zum Programm des Tages gehört die Vorführung eines perfekten Zusammenspiels zwischen Fahrzeug und Besatzung; dafür wird extra eine einsatzähnliche Strecke gestaltet.“ Afghanistan? Mali? Kosovo?

Falls noch Zeit übrig bleibt: die Dokumentation “Akte D – Das Comeback der Rüstungsindustrie” wird sehr empfohlen. Zu finden in diversen Mediatheken der ard/ zdf/ 3sat/ wdr oder unter https://www.youtube.com/watch?v=eg5zrJXMltU. Wenn ihr danach einen Aktivitätsdrang verspürt, da kann euch geholfen werden. Einfach melden.

Friedliche Grüße und bis dahin

Veröffentlicht in Leipzig | Kommentare deaktiviert für Leipziger Friedensrundbrief Mai 2017

Ostermärsche der Friedensbewegung auch in Leipzig

Der eskalierende Bürger- und Stellvertreter-Krieg in Syrien, der Konflikt um Nordkorea, die Lage in der Ukraine, in Afghanistan, im Irak oder im Jemen, die zunehmende terroristische Bedrohung und die durch Krieg und Verelendung ausgelöste Migration zeigen: militärisches und neoliberales Denken verschärfen die aktuellen Probleme der Menschheit. Noch mehr Waffen, mehr Soldaten und mehr Geld für Rüstung müssen durch Kürzungen bei Rentnern sowie im Bildungs- und Sozialbereich refinanziert werden. Auch wenn die Regierungsparteien in Wahlkampfzeiten beschwichtigen und abwiegeln, spätestens ab September wird die Rechnung für die zunehmende Militarisierung präsentiert werden.

Seit 1959 demonstrieren Bürgerinnen und Bürger in der BRD zu Ostern gegen atomare Bedrohung, gegen deutsche Rüstungsexporte oder Auslandseinsätze der Bundeswehr. Vor 25 Jahren gab es den ersten dreitägigen Leipziger Fahrradostermarsch von Leipzig nach Dresden. Bis 2001 mit bis zu 200 radelnden Teilnehmenden in die OFFENe und FREIe HEIDe, nach Berlin, Schneeberg, Buchenwald oder Usti nad Labem.

Die diesjährige Veranstaltung zu den Ostermärschen findet in Leipzig am 15. April ab 10 Uhr auf dem Nikolaikirchhof statt. Redebeiträge u.a. der LINKE- Direktkandidatin Franziska Riekewald sowie von Vertretern von attac, der BI „Gute Nachbarschaft mit Russland“ sowie der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sprechen aktuelle friedenspolitische Themen an, diverse Initiativen präsentieren sich mit Infoständen. Traditionsgemäß wird ein Schwert zu einer Sichel umgeschmiedet, die zum Weltfriedenstag als Leipziger Friedenspreis vergeben wird.

Ab 12 Uhr führt ein Osterspaziergang durch die Leipziger Innenstadt vorbei am Bundeswehr- Rekrutierungsbüro zur Thomaskirche. Anschließend geht es mit dem Fahrrad über das in der General-  Olbricht- Kaserne stationierte Ausbildungskommando des Heeres zum militärisch und zur Flüchtlings- Abschiebung genutzten Flughafen Halle- Leipzig. Die Abschlusskundgebung des Leipziger Ostermarsches beginnt 14.30 Uhr auf der Wiese gegenüber dem Terminal statt.

Wir laden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region ein, gemeinsam ein Zeichen gegen weltweite Kriege und europäische Aufrüstung zu setzen.

 Abrüstung statt Sozialabbau!

Auslandseinsätze beenden! Keine Bundeswehr im Inneren!

Bundeswehr raus aus Schulen und Universitäten!

Nein zum Kriegsflughafen! Zivil-militärische Zusammenarbeit beenden!

Veröffentlicht in Ostermarsch | Getaggt , | Kommentare deaktiviert für Ostermärsche der Friedensbewegung auch in Leipzig

Leipziger Friedensrundbrief April 2016

… der Krieg hat seinen eignen gut geschmierten Mechanismus, der selbsttätig läuft; der Frieden hängt noch immer von dem guten Willen der Menschen ab.                                                                  Carl von Ossietzky, Der Fall Völkerbund

DIE Gelegenheit, den guten Willen für den Frieden zu beweisen, ist im April natürlich der Ostermarsch. Seit 1959 mit guten und weniger guten Jahren in den alten Bundesländern, seit der Wende auch im Anschlussgebiet. Mit einem kleinen Jubiläum: vor 25 Jahren gab es den ersten dreitägigen Leipziger Fahrradostermarsch nach Dresden. Später mit bis zu 200 radelnden Teilnehmenden in die OFFENe und FREIe HEIDe, nach Berlin, Schneeberg, Buchenwald oder Usti nad Labem. Da sollte mensch es dieses Mal wenigstens in die Innenstadt schaffen. Oder zum Kriegsflughafen. Muss ja nicht mit Fahrrad sein- kann aber.

Ostersonnabend                     15. April                      10 Uhr             Nikolaikirchhof

Auf dem Platz Infostände der verschiedensten Initiativen, Redebeiträge zu allgemeinen und speziellen Aspekten der Problematik Krieg und Frieden u.a. von der LINKE- Direktkandidatin im Leipziger Norden, Franziska Riekewald, Mike Nagler von attac, Hannes Schroth von der „BI Gute Nachbarschaft mit Russland“ sowie dem Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Musikalisch begleitet von Hisztory und dem Chor Kalinka.

Erneut wird aus einem Schwert die Sichel des Leipziger Friedenspreises geschmiedet und nach dem Ende der Stallpflicht können auch die fliegenden Friedenssymbole wieder starten.

12 – 13 Uhr                             Innenstadt

Als Marschbeitrag gibt es eine kleine Runde über den Markt zur Thomaskirche mit einer Zwischenkundgebung zu den Themen „Militarisierung der Jugend“ und „Zivilklausel“, passenderweise in der Nähe des Standortes, wo die Bundeswehr fürs Töten und Sterben rekrutiert.

13 Uhr             Thomasgasse             Fahrradtour zum Kriegsflughafen

Da der mit unseren Steuergeldern subventionierte Flughafen weiterhin als Antonow-Stützpunkt und Kriegsgerät- Umschlagplatz sowie zunehmend als Abschiebeflughafen für die vor den Kriegen der Welt Geflüchteten dient, wollen wir auch da den Finger in die Wunde legen. Und bei der Gelegenheit an der General Klein- Olbricht- Kaserne, die nach dem Auszug der 13. Panzergrenadierdivision das Ausbildunskommando des Heeres beherbergt, vorbeischauen. Wer nicht aufs Fahrrad will oder kann, den bringt die S- Bahn ab 12:53, 13.23 oder 13:53 Uhr vom Leipziger Hauptbahnhof (tief) oder drei Minuten früher von der Haltestelle Markt in einer guten Viertel Stunde an den Ort der Abschlusskundgebung. Und später auch wieder zurück. Dann mal los. Und es kann natürlich fleißig weiterverteil werden.

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig, Ostermarsch | Kommentare deaktiviert für Leipziger Friedensrundbrief April 2016

Leipziger Friedensrundbrief März 2017

„Weißt du, worum es bei der militärischen Ausbildung hauptsächlich geht, Perks?“ fuhr er fort. „Bei all dem Geschrei von Schindern wie Strappi? Es soll dich zu einem Mann machen, der auf Befehl seine Klinge in einen anderen armen Kerl stößt, der zufälligerweise die falsche Uniform trägt. Er ist wie du, du bist wie er. Er will dich eigentlich gar nicht töten, genauso wenig wie du ihn.“
Terry Pratchett, „Weiberregiment“

Aktuell könnte mensch noch hinzufügen: es geht bei der militärischen Ausbildung auch um Mobbing, sexuelle Belästigung, Demütigung und Nötigung sowie Volksverhetzung. Gelernt ist gelernt. Ansonsten ein Gedankenspiel: wir stellen uns mal vor, der Putin würde mit Vehemenz die Nazi-Keule schwingen. Zeter und Mordio, Sanktionen, Ultimaten, Kriegserklärung… Aber wenns ein NATO-Partner ist, da sind wir mal nicht so. Wäre aber ganz einfach: Bundeswehr zurückholen, Atombomben aus Incirlik raus, Geldhahn zudrehen, keine Waffenlieferungen mehr, NATO- Mitgliedschaft aussetzen. Da würde der Sultan aber staunen…

 

Damit widmen wir uns den lokalen Highlights.

  1. Buchmesse: „Eiszeit“ Liebknecht-Haus Leipzig, Braustraße 15 24.03.               18 Uhr

 Wegen Informations-Überflutung kann eh nicht annähernd besucht werden, was einen interessieren würde.

Aus der Überfülle des Angebots nur eine Anregung. Ansonsten: Buchmesse- Bildungs- Urlaub für alle.

„Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind gegenwärtig auf einem Tiefpunkt. Putin muss in der Politik und den Medien für alles herhalten – den Wahlsieg Trumps, die Verschärfung der Situation in der Ostukraine, den Bürgerkrieg in Syrien und die Aufrüstung in der NATO. In ihrem Buch „Eiszeit“ decken der Bundestagsabgeordnete der Linken, Wolfgang Gehrcke, und die bekannte Publizistin und politische Aktivistin Christiane Reymann, die wahren Hintergründe dieser Entwicklung auf, schreiben über gebrochene Versprechen, wirkungslose Sanktionen, Interessen und Ansprüche beider Seiten in der Welt, aber auch darüber, wie „Volksdiplomatie“ das Eis zwischen beiden Staaten von unten aufbrechen kann.“

Auf Volksdemokratie bin ich sehr gespannt.

  1. Friedenswache Kleiner Wilhelm- Leuschner- Platz 03. April                      18 Uhr

 Ab nächsten Montag geschieht Historisches: bei der UNO wird über ein Verbot von Atomwaffen verhandelt. Deutschland macht nicht mit, wir wollen ja selber welche. Sonst nimmt uns Erdogan nicht ernst. Oder Kim Jong Un. Oder Putin. Parallel startet die Aktionspräsenz in Büchel: 20 Bomben, 20 Wochen. Da die Beteiligung im März ziemlich dünn war, tischen wir das Thema zur nächsten Friedenswache erneut auf. Um den Ostermarsch geht es natürlich auch. Sowieso bei der anschließenden Vorbereitung:

  1. Leipzig gegen Krieg Braustr. 15/ Volkshaus 03. April                      19.30 Uhr
  1. Ostermarsch 2017 Nikolaikirchhof 15. April                      ab 10 Uhr

Aufruf zum Leipziger Ostermarsch 2017… Also wieder Ostermarsch. Grobablauf: 10 bis 12 Nikolaikirchhof mit Schmiede-Aktion,

12 bis 13 Stadtgang, 13 bis 15 Fahrradtour zum Flughafen Leipzig- Halle mit Abschlusskundgebung. Panta rhei. Auch wenn sich vieles noch ändert, der Aufruf ist fertig und im Anhang. Wer als Einzelperson oder gar Gruppe unterstützen möchte, kurze Nachricht an webmaster@leipzig-gegen-krieg.de Genaueres zum Ablauf dann im nächsten Rundbrief oder unter leipzig-gegen-krieg.de. Und wie üblich: bringt jemanden mit

 

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig, Ostermarsch | Kommentare deaktiviert für Leipziger Friedensrundbrief März 2017

Veranstaltung zum Red Hand Day 2017 in Leipzig

 

Um auf den Missbrauch von Unter-18-Jährigen als Soldaten aufmerksam zu machen, findet jährlich am 12. Februar der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der Red Hand Day, statt – mit öffentlichen Protesten, Demonstrationen und andere Aktivitäten. Anlass für diesen Tag ist das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls zur UN- Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002. Die Bundesrepublik unterzeichnete das Zusatzprotokoll 2004. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben, darunter an den ehemaligen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, an Ex- Außenminister Steinmeier oder Bundespräsident Gauck.

 

Die Rekrutierung von Unter-18-Jährigen ist auch in der Bundesrepublik an der Tagesordnung. Unter 18-Jährige dürfen in Deutschland zwar nicht landes- oder bundesweit wählen, nicht ohne Begleitung selbst Auto fahren oder gewaltverherrlichende Videospiele spielen. Mit Einverständnis der Eltern dürfen jugendliche Frauen und Männer aber bereits mit 17 Jahren zur Bundeswehr gehen, Panzer fahren und in Techniken der realen Kriegsführung ausgebildet werden, einschließlich der simulierten Tötung. Sie bekommen dasselbe militärische Training wie Erwachsene, das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt ebenso wenig wie andere rechtliche Vorschriften.

2016 erreichte die Rekrutierung Minderjähriger einen neuen Höchststand. Über 1500 Jugendliche wurden in Dienst gestellt, das entspricht 7,2% des Anfängerjahrgangs beim Militär. 2011 gab es lediglich 669 minderjährige Soldatinnen und Soldaten.

 

Am Montag, dem 06.02., wird die Leipziger Friedenswache ab 18 Uhr auf dem Kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz (S-Bahn Ausgang Petersstraße) zum Thema Kindersoldaten informieren. Wir sammeln Handabdrücke für die Leipziger Bundestagsabgeordneten, um sie im Anschluss zu Aktivitäten gegen die Rekrutierung Minderjähriger aufzufordern.

Veröffentlicht in Antifaschismus | Kommentare deaktiviert für Veranstaltung zum Red Hand Day 2017 in Leipzig

„You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.”                                                                           Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA

Vorab die besten Wünsche zum Neuen Jahr, Mut zum Widerstand, Spaß und Freude an der friedenspolitischen Arbeit, Gesundheit und alles was ihr euch selbst wünscht. Genug zu tun gibt es selbstverfreilich wie immer auch.Newsletter als pdf

  1. Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar

 Da gibt es reichlich Gedenkveranstaltungen und jede/r kann problemlos eine oder mehrere besuchen. Es ist leider verdammt nötig. Wir greifen uns mal zwei heraus.

 a) Wiedererrichtung der Gedenktafel Kamenzer Str. 10             13 Uhr

 Am 02.01.2017 wurde die Gedenktafel für die Opfer der Todesmärsche zum 6. Mal zerstört. Und nun wird sie ein weiteres Mal neu installiert. No pasaran! PE des BdA Leipzig im Anhang

b) Gedenkfeier an der Gedenkinstallation Leipzig Hbf. Gleis 24 18 Uhr

Die Zeit vergeht schnell, mittlerweile ist es schon fünf Jahre her, dass die Gedenkinstallation für alle Deportierten auf dem Museumsgleis des Leipziger Hauptbahnhofs eingeweiht wurde. Wem auch immer sei Dank, außer einigen Kratzern gab es bisher keine Beeinträchtigungen. Wir laden euch ein, an der nunmehr sechsten Veranstaltung am Ort teilzunehmen. Und bringt noch jemanden mit.

Friedenswache Kleiner Wilhelm Leuschner- Platz 06. Februar                  18 Uhr 

 Da die Legidisten mehr auf Kabarett machen wollen (Höckereden im Führerstil im kleinen Kreis oder so etwas Ähnliches) kommen wahrscheinlich nicht mehr so viele Uniformierte zur S-Bahn. Zivilisten sind uns sowieso lieber. Diesmal gibt es eine kleine Aktion zum Internationalen Tag gegen Kindersoldaten, dem Red Hand Day. Sozusagen die Auftaktaktion der Aktionswoche, der eigentliche Tag ist der 12.02. Ihr könnt also die ganze Woche auch spontan aktiv werden. Ideen unter www.redhandday.org/

Leipzig gegen Krieg Braustr. 15/ Volkshaus 06. Februar                  19.30 Uhr

 Falls ihr noch jemanden fürs Mitmachen bei Aktionen zum Red Hand Day sucht, da wäre eine gute Gelegenheit sie/ihn zu finden. Wo genau ist noch Überraschung, aber so weit ist es ja nicht voneinander weg. Außerdem geht es um Koordination und Information zur Siko in München, zum Leipziger Ostermarsch im April, dem Tag der Bundeswehr (diesmal das regional nächste Public Viewing in Weißenfels), zum G 20 Gipfel in Hamburg, zu Büchel und Ramstein und was immer so noch aktuell dazu kommt.

Zum Weiterlesen gibt es den Link der imi zum Aufmarsch der NATO im Osten

http://www.imi-online.de/2017/01/09/stoppt-den-militaeraufmarsch/  und  den neuesten Rundbrief der Aktion Aufschrei, ansonsten seid ihr groß genug und findet selbst reichlich Betätigungsfelder. So ihr den mögt. Und wie immer: wenn ihr was wissen wollt, fragt ruhig.

Veröffentlicht in Antifaschismus, Antimilitarismus | Kommentare deaktiviert für

Leipziger Friedensrundbrief November 2016

You that never done nothing but build to distroy, you play with my world like it`s your little toy.“        Robert Zimmermann, Literaturnobelpreisträger 2016: Masters of War

Am 26. Oktober gründete sich die Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“ und nun gibt es viel zu tun. Da die Wenigen bisher Beteiligten dass nicht alleine schaffen können, kann sich ruhig jeder berufen fühlen mitzumachen. Infos und Kontakt über gutenachbarschaftmitrussland.blogsport.de Wenn mensch es nicht so unpersönlich möchte, kann er ja bei den vielen unten genannten Gelegenheiten vorbeischauen und trifft dann den Einen oder die Andere.

Leipziger Friedenswache 07. November            18 Uhr             Leuschnerplatz/ Petersstr.
Am Donnerstag wird der Bundestag über die Verlängerung und Ausweitung des Syrieneinsatzes der Bundeswehr entscheiden. Im Rahmen der Kampage „Macht Frieden.“ haben wir vier Bundestagsabgeordnete angeschrieben: Monika Lazar wird gegen den Einsatz stimmen, Thomas Feist möchte ein paar Argumente und der Rest hat nicht geantwortet- ist wohl nicht so wichtig. Wer’s genau wissen will, die Kampagne ist Thema der Friedenswache. Anschließend kann ab 19 Uhr gegen die Dinosaurier am Naturkundemuseum protestiert werden- Nie wieda LEGIDA!

Friedensgebet 08. November              17 Uhr             Nikolaikirche
Im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade wird das Friedensgebet in der Nikolaikirche diesmal von der Initiative „Keine Militärmusiker in Kirchen“ gestaltet. Das Adventskonzert in der Gohliser Versöhnungskirche gibt es dann zum Nikolaus ab 18 Uhr und da darf natürlich auch wieder protestiert werden.

Mahnwache und Stolpersteine putzen 09. November             17.30 Uhr            stadtweit
„Die Mahn- und Gedenkaktion beginnt 16.30 Uhr, die Auftaktveranstaltung ist 17.30 Uhr.“ So richtig schlau wird mensch aus der Ankündigung der Veranstalter nicht, in den letzen Jahren war es immer 17.30 bis 18 Uhr, damit wer will noch an der städtischen Gedenkveranstaltung ab 18.30 Uhr in der Gottschedstraße teilehmen kann. Einfach Kerze und Putzzeug einpacken, Orte mit Steinen gibt es genügend.

„Den Sieg sichern!“ 10. November 19 Uhr             Pöge-Haus, Hedwigstr. 20
Der Wiederaufbau in Kobanê geht für viele zu langsam, aber immerhin voran. Ein Mitglied der ICOR- Solidaritätsbrigaden berichtet nach dem Dokumentarfilm „Den Sieg sichern!“ über den 5-wöchigen Einsatz zum Aufbau eines Gesundheitszentrums.

Erdogan stoppen – Demonstration für Rojava 19. November 12 Uhr             Rabet
Da in Syrien sowieso alle machen was sie wollen und auf dem Rücken der Bevölkerung Stellvertreterkriege ausgetragen werden, will Erdogan nicht abseits stehen und bekämpft nicht nur die Kurden im eigenen Land, sondern auch in Syrien. Das selbstverwaltete Gebiet Rojava braucht unsere Solidarität. Auch auf der Straße.

23. Kasseler Friedensratschlag 03./04.12. Universität Kassel
Wenn ihr bei den vielen Baustellen der zunehmenden Militarisierung langsam den Überblick verliert, hier gibt es fundierte Informationen und Möglichkeiten der Entwicklung von Alternativen. Auch zum Advent. Programm im  Anhang.

Und wie immer: wenn ihr was wissen wollt, fragt ruhig.

 

Veröffentlicht in Leipzig | Kommentare deaktiviert für Leipziger Friedensrundbrief November 2016

Veranstaltungen zum Weltfriedenstag 2016 in Leipzig

Am 01. September vor 77 Jahren begann mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Sechs Jahre später hatte er 56 Millionen Tote gefordert und einen ganzen Kontinent vollständig verwüstet. Die Lehren daraus waren: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Ein anderes Resultat war die Gründung der Vereinten Nationen, gedacht als neutrales Gremium zur friedlichen Beilegung von Konflikten.

Heute erreicht die Zahl von Kriegen und bewaffneten Konflikten jährlich neue Höchststände, besonders die Lage im Stellvertreterkrieg in Syrien lässt kriegerische Auseinandersetzungen in Afghanistan, im Irak oder in Afrika beinahe in den Hintergrund treten. Die Vereinten Nationen sind als Vermittlungsgremium vollständig marginalisiert. Wie wenig ein Militärbündnis wie die NATO als Friedensgarant oder Konfliktlöser taugt, zeigt der Einmarsch der türkischen Truppen in Syrien, dem das Bündniss nichts entgegensetzen kann oder will. Erforderlich wären der sofortige vollständige Rückzug der Bundeswehr aus der Türkei, die unverzügliche Einstellung von Waffenlieferungen und die Suspendierung der türkischen NATO-Mitgliedschaft.

In Leipzig eröffnet der Bund der Antifaschisten ab 17 Uhr mit einem Gedenken an die Deserteure des 2. Weltkrieges auf dem Leipziger Ostfriedhof die Reihe der Antikriegs- Veranstaltungen.

Ab 18 Uhr lädt das Leipziger „Bündnis gegen Krieg“ auf den Markt ein. Redebeiträge kommen u.a. von Cornelius Weiß, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig und Alterspräsident des sächsischen Landtages, sowie Torsten Schleip, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Weitere Beiträge gibt es zur Zivilklauselkampagne an Hochschulen, zu den Rekrutierungskampagnen der Bundeswehr und deren bevorstehenden Einsatz im Inneren sowie zum Zusammenhang von Aufrüstung und Sozialabbau.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird zum neunten Mal der Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr an SchülerInnen des Leipziger Reclamgymnasiums sowie des Evangelischen Schulzentrums. Mit ihrer Initiative „Schüler einer Welt“ leisten sie einen Beitrag zur Integration insbesondere jüngerer Flüchtlinge.

Ab 20 Uhr wird im Rahmen der globaLE in den Passagekinos der Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und VertreterInnen des Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

 

Weitere Informationen unter www.leipzig-gegen-krieg.de und globale-leipzig.de

Veröffentlicht in Antifaschismus, Antimilitarismus | Getaggt , | Kommentare deaktiviert für Veranstaltungen zum Weltfriedenstag 2016 in Leipzig

Leipziger Friedensrundbrief August 2016

„Wir geben in den nächsten Jahren Milliarden für die Rüstung aus. Sollte es uns nicht möglich sein, wenigstens einige hundert Millionen für Forschung, Wissenschaft und Schulen aufzubringen?“

Otto Hahn, 1956

Nun ist die Bunzlerin zwar wie Otto Hahn studierte Physikerin, trotzdem muss sie sich ja nicht dieselben Fragen stellen. Bzw. kommt sie zu anderen Antworten: Wissenschaft, Forschung und Schulen braucht keine Sau, aber die Bundeswehr braucht zig Milliarden, um die Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen. Wie viele es genau werden sollen ist noch nicht ganz klar, fest steht aber schon mal: sie werden woanders fehlen. Z.B. bei der Rente, das wird dann erst mit 75 etwas. Fallen fürs Vaterland ist dann wieder sozialverträgliches Ableben. Fragt sich nur, wann der Zusammenhang zwischen Militarisierung und Sozialabbau den Leuten endlich bewusst wird. Fangen wir an, es zu vermitteln. Gelegenheiten gibt es reichlich.

  1. amina- antimilitaristische Nachrichten auf Radio blau 24. August 18 Uhr

Die letzte Sendung vor dem Weltfriedenstag hat nur ein Thema: genau diesen.

  1. globaLE- globalisierungskritisches Filmfestival bis 03.November 20 Uhr            

wechselnde Locations

Im Sinne eines erweiterten Friedensbegriffes gibt es nicht nur beim Beitrag zum Weltfriedenstag Überschneidungen. Genauere Themen der Filme und die Spielorte unter globale-leipzig.de.

  1. Weltfriedenstag 01. September                        ab 17 Uhr                   
  1. a) 17 Uhr Gedenkstein der Deserteure               Ostfriedhof     

Der Bund der Antifaschisten Leipzig eröffnet das Gedenken zum 77. Jahrestag des Beginns des

  1. Weltkriegs. Da einerseits immer noch die vollständige Rehabilitation der Deserteure des 2. Weltkrieges fehlt und andererseits KriegsdienstverweigerInnen wie Tair Kaminer in Israel, Ruslan Kotsaba in der Ukraine und viele andere weltweit nach wie vor verurteilt und inhaftiert werden, lohnt sich die Teilnahme. Die weiteren Veranstaltungen des Tages sind zeitlich problemlos erreichbar. www.vvn-bda-leipzig.de/
  1. b) 18 Uhr Markt

Ab 18 Uhr lädt das Bündnis Leipzig gegen Krieg auf den Leipziger Markt. Neben Redebeiträgen u.a. von Cornelius Weiß (ehem. Rektor der Universität Leipzig und SPD- Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag) und Friedensliedern von Nadine Maria Schmidt wollen wir die unfreundlicherweise von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten omnipräsenten Werbungskarten einer sinnvollen Nutzung zuführen. Wer solche konfisziert hat, kann sie gerne mitbringen. Ab 19 Uhr wird der der 9. Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr nach langer und intensiver Diskussion (weil es so viele preiswürdige Initiativen gibt) an die „Schüler einer Welt“ von Reclam- Gymnasium und EvaSchulZe. Hier eine kurze Darstellung des Projektes:

„Begegnungen schaffen, Kulturverständnis entwickeln und Integration leben – das ist das Ziel der Schülerinitiative „Schüler einer Welt“. Unsere Schule, die seit 2013 den Ehrentitel „Schule der Toleranz“ hält, ist hierbei ein wunderbarer Ort, um Menschen aus Deutschland und Geflüchtete zusammenzubringen – mit einem Mehrwert für alle. Deshalb lautet unser Leitspruch seit September 2015 auch: „Bildung ist Integration- voneinander lernen.“

  1. c) 20 Uhr Passagekinos

Die globaLE beteiligt sich mit dem Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ am Weltfriedenstag. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und Vertreter/innen vom Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

  1. 04. September Messe Leipzig

Im Rahmen der Horizont- Messe für Studium und Ausbildung präsentiert sich die Bundeswehr ein weiteres Mal als lukrativer und todbringender Arbeitgeber. Falscher Ort, falsches Thema, falsche Zeit. Gerade am 04. September jährt sich das vom damaligen Leipziger Oberst lein zu verantwortende massaker an über einhundert Zivilisten bei Kundus. Gerade zu diesem Datum um 14.30 Uhr zu einem Forum „Zivile und militärische Karrierchancen bei der Bundeswehr“ einzuladen, zeugt nicht von ironischer Überspitzung. Hätten wir auch nicht erwartet. Solchen geschmacklosen Spektakeln sollte wenn auch nur im Lleinen Einhalt geboten werden. Mach mit!     

  1. 17. September ab 11.30 Uhr                Leuschnerplatz

STOP CETA TTIP – Für einen gerechten Welthandel!

Da nur fairer Handel und gerechte Verteilung der knapper werdenden Ressourcen wenigstens eine Ursache von Kriegen abschaffen könnten, unterstützt die Friedensbewegung seit Jahren die Proteste gegen TTIP und CETA. Da LE zu einer der sieben ausgewählten Städte für dezentrale Großdemonstrationen gehört, gilt es den Protest regional auf die Straße zu tragen. AfD, NPD und andere national-konservative oder rechtspopulistische Trittbrettfahrer sind von den Veranstaltern ausdrücklich ausgeladen, selbst wenn sie Kreide gefressen haben sollten. Weitere Infos unter: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/leipzig/

  1. 08. Oktober 12 Uhr             Berlin              Alexanderplatz

Nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitung soll endlich mal wieder versucht werden, den breiten Widerstand gegen Militarisierung und Krieg auch in angemessener Menge in die Hauptstadt zu tragen. Zu den Aufrufenden gehören die beiden großen Bündnisse der Friedensbewegung, der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation für den Frieden, sowie als lokale Vorbereiter die Berliner Friedenskoordination. Aufruf im Anhang, kann auch noch unterzeichnet werden.

 

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig | Kommentare deaktiviert für Leipziger Friedensrundbrief August 2016

Mahnwache zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Der 15. Mai ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. Auch in diesem Jahr wird mit einer Vielzahl von Veranstaltungen mit exemplarischen Einzelfällen auf die Lage von Krigsdientsverweigerern in aller Welt aufmerksam gemacht. In vielen Staaten ist die Inanspruchnahme eines in der Bundesrepublik selbstverständlichen Menschenrechtes unzureichend geregelt, Verweigerern drohen lange Haftstafen und gesellschaftliche Ausgrenzung.

Im Rahmen einer von connection e.V. und AWC Deutschland e.V.- Weltbürger und Weltbürgerinnen initiierten bundesweiten Aktion in sechzehn Städten findet in Leipzig am 13. Mai ab 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz/ Ecke Schillerstaße statt.

Im Zentrum der diesjährigen Aktionen stehen die Fälle der israelischen Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer und des ukrainischen Verweigerers Ruslan Kotsaba. Tair Kaminer erklärte beim ihrem Erscheinen im Rekrutierungsbüro am 10. Januar 2016: „Ich habe mich entschlossen den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern… Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!“ Seit ihrer Verweigerung ist Tair ununterbrochen in Haft, am 5. Mai wurde sie zum fünften Mal verurteilt, diesmal zu 30 Tagen Arrest.

Der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba, Unterstützer der Protestbewegung des Maidans, erklärte im Januar 2015 in einer Videobotschaft an Präsident Poroshenko öffentlich seine Weigerung, auf seine „im Osten lebenden Mitbürger“ zu schießen“ und rief andere auf, seinem Beispiel zu folgen. Er wurde im Februar 2015 verhaftet, derzeit wird ihm der Prozess gemacht. Das Gericht entschied sich am 12. Mai gegen die von der Staatsanwaltschaft geforderte zwölfjährige Haftstrafe wegen Staatsverrats und verurteile Ruslan wegen Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Der Prozess gegen Ruslan Kotsaba wird stellvertretend für tausende Verweigerer geführt, die sich durch Flucht in die EU oder nach Russland oder durch das Untertauchen im eigenen Land der Ableistung des Kriegsdienstes und dem Kampf gegen ihre Landsleute entzogen. Am Rand der Mahnwache wird ein Brief an OBM Burkhard Jung mit der Bitte übergeben, gemeinsam mit seinem Kiewer Amtskollegen Vitali Klitschko bei der zu erwartenden Revisionsverhandlung unterstützend tätig zu werden.

Am 3. Juni 2016 wird Uliana Kotsaba, die Ehefrau von Ruslan, im Rahmen einer Vortragsreihe in Leipzig zu Gast sein. Die Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus in der Braustr. 15 statt. Neben Berichten über die Beweggründe ihres Mannes und den Prozess geht es auch um die soziale Situation der Familie.

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig, Uncategorized | Getaggt , | Kommentare deaktiviert für Mahnwache zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung