Leipziger Friedensrundbrief November 2016

You that never done nothing but build to distroy, you play with my world like it`s your little toy.“        Robert Zimmermann, Literaturnobelpreisträger 2016: Masters of War

Am 26. Oktober gründete sich die Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“ und nun gibt es viel zu tun. Da die Wenigen bisher Beteiligten dass nicht alleine schaffen können, kann sich ruhig jeder berufen fühlen mitzumachen. Infos und Kontakt über gutenachbarschaftmitrussland.blogsport.de Wenn mensch es nicht so unpersönlich möchte, kann er ja bei den vielen unten genannten Gelegenheiten vorbeischauen und trifft dann den Einen oder die Andere.

Leipziger Friedenswache 07. November            18 Uhr             Leuschnerplatz/ Petersstr.
Am Donnerstag wird der Bundestag über die Verlängerung und Ausweitung des Syrieneinsatzes der Bundeswehr entscheiden. Im Rahmen der Kampage „Macht Frieden.“ haben wir vier Bundestagsabgeordnete angeschrieben: Monika Lazar wird gegen den Einsatz stimmen, Thomas Feist möchte ein paar Argumente und der Rest hat nicht geantwortet- ist wohl nicht so wichtig. Wer’s genau wissen will, die Kampagne ist Thema der Friedenswache. Anschließend kann ab 19 Uhr gegen die Dinosaurier am Naturkundemuseum protestiert werden- Nie wieda LEGIDA!

Friedensgebet 08. November              17 Uhr             Nikolaikirche
Im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade wird das Friedensgebet in der Nikolaikirche diesmal von der Initiative „Keine Militärmusiker in Kirchen“ gestaltet. Das Adventskonzert in der Gohliser Versöhnungskirche gibt es dann zum Nikolaus ab 18 Uhr und da darf natürlich auch wieder protestiert werden.

Mahnwache und Stolpersteine putzen 09. November             17.30 Uhr            stadtweit
„Die Mahn- und Gedenkaktion beginnt 16.30 Uhr, die Auftaktveranstaltung ist 17.30 Uhr.“ So richtig schlau wird mensch aus der Ankündigung der Veranstalter nicht, in den letzen Jahren war es immer 17.30 bis 18 Uhr, damit wer will noch an der städtischen Gedenkveranstaltung ab 18.30 Uhr in der Gottschedstraße teilehmen kann. Einfach Kerze und Putzzeug einpacken, Orte mit Steinen gibt es genügend.

„Den Sieg sichern!“ 10. November 19 Uhr             Pöge-Haus, Hedwigstr. 20
Der Wiederaufbau in Kobanê geht für viele zu langsam, aber immerhin voran. Ein Mitglied der ICOR- Solidaritätsbrigaden berichtet nach dem Dokumentarfilm „Den Sieg sichern!“ über den 5-wöchigen Einsatz zum Aufbau eines Gesundheitszentrums.

Erdogan stoppen – Demonstration für Rojava 19. November 12 Uhr             Rabet
Da in Syrien sowieso alle machen was sie wollen und auf dem Rücken der Bevölkerung Stellvertreterkriege ausgetragen werden, will Erdogan nicht abseits stehen und bekämpft nicht nur die Kurden im eigenen Land, sondern auch in Syrien. Das selbstverwaltete Gebiet Rojava braucht unsere Solidarität. Auch auf der Straße.

23. Kasseler Friedensratschlag 03./04.12. Universität Kassel
Wenn ihr bei den vielen Baustellen der zunehmenden Militarisierung langsam den Überblick verliert, hier gibt es fundierte Informationen und Möglichkeiten der Entwicklung von Alternativen. Auch zum Advent. Programm im  Anhang.

Und wie immer: wenn ihr was wissen wollt, fragt ruhig.

 

Veröffentlicht in Leipzig | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Veranstaltungen zum Weltfriedenstag 2016 in Leipzig

Am 01. September vor 77 Jahren begann mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Sechs Jahre später hatte er 56 Millionen Tote gefordert und einen ganzen Kontinent vollständig verwüstet. Die Lehren daraus waren: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Ein anderes Resultat war die Gründung der Vereinten Nationen, gedacht als neutrales Gremium zur friedlichen Beilegung von Konflikten.

Heute erreicht die Zahl von Kriegen und bewaffneten Konflikten jährlich neue Höchststände, besonders die Lage im Stellvertreterkrieg in Syrien lässt kriegerische Auseinandersetzungen in Afghanistan, im Irak oder in Afrika beinahe in den Hintergrund treten. Die Vereinten Nationen sind als Vermittlungsgremium vollständig marginalisiert. Wie wenig ein Militärbündnis wie die NATO als Friedensgarant oder Konfliktlöser taugt, zeigt der Einmarsch der türkischen Truppen in Syrien, dem das Bündniss nichts entgegensetzen kann oder will. Erforderlich wären der sofortige vollständige Rückzug der Bundeswehr aus der Türkei, die unverzügliche Einstellung von Waffenlieferungen und die Suspendierung der türkischen NATO-Mitgliedschaft.

In Leipzig eröffnet der Bund der Antifaschisten ab 17 Uhr mit einem Gedenken an die Deserteure des 2. Weltkrieges auf dem Leipziger Ostfriedhof die Reihe der Antikriegs- Veranstaltungen.

Ab 18 Uhr lädt das Leipziger „Bündnis gegen Krieg“ auf den Markt ein. Redebeiträge kommen u.a. von Cornelius Weiß, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig und Alterspräsident des sächsischen Landtages, sowie Torsten Schleip, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kooperation für den Frieden. Weitere Beiträge gibt es zur Zivilklauselkampagne an Hochschulen, zu den Rekrutierungskampagnen der Bundeswehr und deren bevorstehenden Einsatz im Inneren sowie zum Zusammenhang von Aufrüstung und Sozialabbau.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird zum neunten Mal der Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr an SchülerInnen des Leipziger Reclamgymnasiums sowie des Evangelischen Schulzentrums. Mit ihrer Initiative „Schüler einer Welt“ leisten sie einen Beitrag zur Integration insbesondere jüngerer Flüchtlinge.

Ab 20 Uhr wird im Rahmen der globaLE in den Passagekinos der Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und VertreterInnen des Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

 

Weitere Informationen unter www.leipzig-gegen-krieg.de und globale-leipzig.de

Veröffentlicht in Antifaschismus, Antimilitarismus | Getaggt , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief August 2016

„Wir geben in den nächsten Jahren Milliarden für die Rüstung aus. Sollte es uns nicht möglich sein, wenigstens einige hundert Millionen für Forschung, Wissenschaft und Schulen aufzubringen?“

Otto Hahn, 1956

Nun ist die Bunzlerin zwar wie Otto Hahn studierte Physikerin, trotzdem muss sie sich ja nicht dieselben Fragen stellen. Bzw. kommt sie zu anderen Antworten: Wissenschaft, Forschung und Schulen braucht keine Sau, aber die Bundeswehr braucht zig Milliarden, um die Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen. Wie viele es genau werden sollen ist noch nicht ganz klar, fest steht aber schon mal: sie werden woanders fehlen. Z.B. bei der Rente, das wird dann erst mit 75 etwas. Fallen fürs Vaterland ist dann wieder sozialverträgliches Ableben. Fragt sich nur, wann der Zusammenhang zwischen Militarisierung und Sozialabbau den Leuten endlich bewusst wird. Fangen wir an, es zu vermitteln. Gelegenheiten gibt es reichlich.

  1. amina- antimilitaristische Nachrichten auf Radio blau 24. August 18 Uhr

Die letzte Sendung vor dem Weltfriedenstag hat nur ein Thema: genau diesen.

  1. globaLE- globalisierungskritisches Filmfestival bis 03.November 20 Uhr            

wechselnde Locations

Im Sinne eines erweiterten Friedensbegriffes gibt es nicht nur beim Beitrag zum Weltfriedenstag Überschneidungen. Genauere Themen der Filme und die Spielorte unter globale-leipzig.de.

  1. Weltfriedenstag 01. September                        ab 17 Uhr                   
  1. a) 17 Uhr Gedenkstein der Deserteure               Ostfriedhof     

Der Bund der Antifaschisten Leipzig eröffnet das Gedenken zum 77. Jahrestag des Beginns des

  1. Weltkriegs. Da einerseits immer noch die vollständige Rehabilitation der Deserteure des 2. Weltkrieges fehlt und andererseits KriegsdienstverweigerInnen wie Tair Kaminer in Israel, Ruslan Kotsaba in der Ukraine und viele andere weltweit nach wie vor verurteilt und inhaftiert werden, lohnt sich die Teilnahme. Die weiteren Veranstaltungen des Tages sind zeitlich problemlos erreichbar. www.vvn-bda-leipzig.de/
  1. b) 18 Uhr Markt

Ab 18 Uhr lädt das Bündnis Leipzig gegen Krieg auf den Leipziger Markt. Neben Redebeiträgen u.a. von Cornelius Weiß (ehem. Rektor der Universität Leipzig und SPD- Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag) und Friedensliedern von Nadine Maria Schmidt wollen wir die unfreundlicherweise von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten omnipräsenten Werbungskarten einer sinnvollen Nutzung zuführen. Wer solche konfisziert hat, kann sie gerne mitbringen. Ab 19 Uhr wird der der 9. Leipziger Friedenspreis verliehen. Die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel geht in diesem Jahr nach langer und intensiver Diskussion (weil es so viele preiswürdige Initiativen gibt) an die „Schüler einer Welt“ von Reclam- Gymnasium und EvaSchulZe. Hier eine kurze Darstellung des Projektes:

„Begegnungen schaffen, Kulturverständnis entwickeln und Integration leben – das ist das Ziel der Schülerinitiative „Schüler einer Welt“. Unsere Schule, die seit 2013 den Ehrentitel „Schule der Toleranz“ hält, ist hierbei ein wunderbarer Ort, um Menschen aus Deutschland und Geflüchtete zusammenzubringen – mit einem Mehrwert für alle. Deshalb lautet unser Leitspruch seit September 2015 auch: „Bildung ist Integration- voneinander lernen.“

  1. c) 20 Uhr Passagekinos

Die globaLE beteiligt sich mit dem Film „Krater für den Frieden – Wie der militärisch-industrielle Komplex die Abrüstung überlebte“ am Weltfriedenstag. Im Anschluss an die Vorstellung stellen sich die Regisseurin Gabi Weber und Vertreter/innen vom Bündnis Leipzig gegen Krieg der Diskussion.

  1. 04. September Messe Leipzig

Im Rahmen der Horizont- Messe für Studium und Ausbildung präsentiert sich die Bundeswehr ein weiteres Mal als lukrativer und todbringender Arbeitgeber. Falscher Ort, falsches Thema, falsche Zeit. Gerade am 04. September jährt sich das vom damaligen Leipziger Oberst lein zu verantwortende massaker an über einhundert Zivilisten bei Kundus. Gerade zu diesem Datum um 14.30 Uhr zu einem Forum „Zivile und militärische Karrierchancen bei der Bundeswehr“ einzuladen, zeugt nicht von ironischer Überspitzung. Hätten wir auch nicht erwartet. Solchen geschmacklosen Spektakeln sollte wenn auch nur im Lleinen Einhalt geboten werden. Mach mit!     

  1. 17. September ab 11.30 Uhr                Leuschnerplatz

STOP CETA TTIP – Für einen gerechten Welthandel!

Da nur fairer Handel und gerechte Verteilung der knapper werdenden Ressourcen wenigstens eine Ursache von Kriegen abschaffen könnten, unterstützt die Friedensbewegung seit Jahren die Proteste gegen TTIP und CETA. Da LE zu einer der sieben ausgewählten Städte für dezentrale Großdemonstrationen gehört, gilt es den Protest regional auf die Straße zu tragen. AfD, NPD und andere national-konservative oder rechtspopulistische Trittbrettfahrer sind von den Veranstaltern ausdrücklich ausgeladen, selbst wenn sie Kreide gefressen haben sollten. Weitere Infos unter: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/leipzig/

  1. 08. Oktober 12 Uhr             Berlin              Alexanderplatz

Nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitung soll endlich mal wieder versucht werden, den breiten Widerstand gegen Militarisierung und Krieg auch in angemessener Menge in die Hauptstadt zu tragen. Zu den Aufrufenden gehören die beiden großen Bündnisse der Friedensbewegung, der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation für den Frieden, sowie als lokale Vorbereiter die Berliner Friedenskoordination. Aufruf im Anhang, kann auch noch unterzeichnet werden.

 

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mahnwache zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Der 15. Mai ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. Auch in diesem Jahr wird mit einer Vielzahl von Veranstaltungen mit exemplarischen Einzelfällen auf die Lage von Krigsdientsverweigerern in aller Welt aufmerksam gemacht. In vielen Staaten ist die Inanspruchnahme eines in der Bundesrepublik selbstverständlichen Menschenrechtes unzureichend geregelt, Verweigerern drohen lange Haftstafen und gesellschaftliche Ausgrenzung.

Im Rahmen einer von connection e.V. und AWC Deutschland e.V.- Weltbürger und Weltbürgerinnen initiierten bundesweiten Aktion in sechzehn Städten findet in Leipzig am 13. Mai ab 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz/ Ecke Schillerstaße statt.

Im Zentrum der diesjährigen Aktionen stehen die Fälle der israelischen Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer und des ukrainischen Verweigerers Ruslan Kotsaba. Tair Kaminer erklärte beim ihrem Erscheinen im Rekrutierungsbüro am 10. Januar 2016: „Ich habe mich entschlossen den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern… Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!“ Seit ihrer Verweigerung ist Tair ununterbrochen in Haft, am 5. Mai wurde sie zum fünften Mal verurteilt, diesmal zu 30 Tagen Arrest.

Der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba, Unterstützer der Protestbewegung des Maidans, erklärte im Januar 2015 in einer Videobotschaft an Präsident Poroshenko öffentlich seine Weigerung, auf seine „im Osten lebenden Mitbürger“ zu schießen“ und rief andere auf, seinem Beispiel zu folgen. Er wurde im Februar 2015 verhaftet, derzeit wird ihm der Prozess gemacht. Das Gericht entschied sich am 12. Mai gegen die von der Staatsanwaltschaft geforderte zwölfjährige Haftstrafe wegen Staatsverrats und verurteile Ruslan wegen Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Der Prozess gegen Ruslan Kotsaba wird stellvertretend für tausende Verweigerer geführt, die sich durch Flucht in die EU oder nach Russland oder durch das Untertauchen im eigenen Land der Ableistung des Kriegsdienstes und dem Kampf gegen ihre Landsleute entzogen. Am Rand der Mahnwache wird ein Brief an OBM Burkhard Jung mit der Bitte übergeben, gemeinsam mit seinem Kiewer Amtskollegen Vitali Klitschko bei der zu erwartenden Revisionsverhandlung unterstützend tätig zu werden.

Am 3. Juni 2016 wird Uliana Kotsaba, die Ehefrau von Ruslan, im Rahmen einer Vortragsreihe in Leipzig zu Gast sein. Die Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus in der Braustr. 15 statt. Neben Berichten über die Beweggründe ihres Mannes und den Prozess geht es auch um die soziale Situation der Familie.

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig, Uncategorized | Getaggt , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief Mai 2016

Rache und immer wieder Rache! Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.“ Bertha von Suttner (1843-1914), Mitbegründerin der DFG

Auch im Mai und Juni ist die Terminliste wieder gut gefüllt. Gerne auch zum Weiterverteilen.

1. Friedenswache montags 18 Uhr             Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

 Da git es nicht Neues: wir sind nach wie vor vor Ort. Jedenfalls am 09. und 16. Mai, für den 23. und 30. Mai ist der übliche Platz vom Katholikentag belegt. Religion geht vor Demokratie, jedenfalls wenn es die ohne Minarette ist. Genauere Orte unter www.facebook.com/FriedenswacheLeipzig/?fref=ts

2. Tag der Befreiung 08.Mai

 a) 9.30 Uhr Gedenkstätte Permoserstraße 15 Fahrradgedenktour    

Der Gedenkmarsch in diesem Jahr als Fahrradtour zu den Orten der Zwangsarbeit im Leipziger Nordosten geplant. Genaueres auf dem Flyer im Anhang.

b) 15 Uhr Sachsenbrücke

Die SDAJ Leipzig und das Bündniss gegen Krieg Leipzig erinnern mit Information und Ausblick an den Tag der Befreiung. Ohne genauen Ablauf, der ergibt sich spontan vor Ort.

zum Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai 17 Uhr Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

Information tut not, in den meisten Ländern ist die KDV- Situation nicht annähernd so günstig wie bei uns. Im Mittelpunkt einer bundesweiten Solidaritätsaktion in 15 Städten steht die israelische Verweigerin Tair Kaminer. In Leipzig ergänzt um den Fall des ukrainischen Verweigerers Ruslan Kotsaba, der seit 1 ½ Jahren in der ach so demokratischen und den westlichen Werten verpflichteten Poroshenko- Ukraine in Haft sitzt. Für seine eigene Kriegsdienstverweigerung und seinen Aufruf an andere, die Teilnahme ab Krieg im Osten der Ukraine zu verweigern, ist er angeklagt, Staatsverrat begangen und die Mobilisierung behindert zu haben. Auf Staatsverrat stehen in der Ukraine 12 bis 15 Jahre Gefängnis. Näheres unter

http://www.connection-ev.org/ruslankotsaba-form.

  1. TTIP verhindern! Jetzt erst recht!

Die unlängst von GREENPEACE Niederlande veröffentlichten Vertragsinhalte haben die Befürchtungen nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen. Noch ist Zeit, um zu verhindern, dass Merkel, Gabriel und der Rest der Volksvertreter dieses endgültig an die Konzerne verscherbeln.
Montag   23.Mai 19:00 Uhr   Volkshaus, Erich-Schilling-Saal (Karl-Liebknecht-Str. 30, 5. OG) Podiumsdiskussion: Grenzenlose Konzernmacht? Die Folgen des Freihandels. Details folgen auf http://vorsichtfreihandel.blogsport.de/termine

Dienstag 24. Mai 15:00 Uhr        Uni Leipzig      Innenstadt-Campus    HS 17

Workshop beim Kollektiv-Festival: Wie CETA und TTIP die Demokratie bedrohen. Wir wollen aufdecken, wie demokratische Handlungsspielräume zu Gunsten von Konzernen beschränkt werden.

  1. c) Sonnabend Mai 12:00 Uhr        Naturkundemuseum am Goerdelerring

Demo gegen TTIP und CETA durch die Leipziger Innenstadt. Können ruhig so viele werden wie in Hannover. Oder mehr.

  1. 25. bis 29. Mai 100. Katholikentag

Die Friedenswache kann wegen Auf- und Abbauarbeiten nicht am Leuchner stattfinden, der Initiative „Christinnen und Christen in der DFG-VK“ wurde ein Infostand auf der Kirchenmeile verweigert. Die da im Namen des Herrn töten werden dagegen von allen Seiten herzlichst begrüßt und seelsorgerisch betreut. Aktivitäten gegen die unheilige Allianz von Kirche und Militär sind unbedingt angebracht. Von Borchert nichts gelernt: „Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!“ Zum blanken Hohn der Veranstaltungstitel kein Kommentar.

„Die Katholische Militärseelsorge ist mit Info-Zelten auf der zentralen „Kirchenmeile“ in der Leipziger Innenstadt präsent.

Am Tag der Militärseelsorge am Freitag, 27. Mai 2016, wird in der Leipziger General-Olbricht-Kaserne um 11.00 Uhr ein zentraler Feldgottesdienst mit Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck gefeiert.

Im Rahmen der großen Gesprächsforen des Katholikentags findet am Nachmittag von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Militärbischof Dr. Franz Josef Overbeck unter dem Thema „Brandstifter oder Friedensförderer. Die Friedenskonzepte der Religionen im Dialog.“ statt.

Am Samstag, 28. Mai 2016, findet von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr ein Werkstattgespräch der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) zum Thema „Hybridkrieger, Cyberwar, Laserwaffen, Drohnen. Als Christ und Soldat für den Frieden.“ im Hauptturm des Neuen Rathauses statt.“

(Quelle: http://www.kmba.militaerseelsorge.bundeswehr.de)

  1. 03. Juni 19 Uhr             Ort in Vorbereitung

Uliana Kotsaba, die Frau von Ruslan Kotsaba, ist Ende Mai/ Anfang Juni auf Informationstour in der Bundesrepublik. Sie wird über die Beweggründe ihres Mannes, die Haftbedingungen und den Prozess gegen ihn sowie über die Situation der Familie berichten. Sicher eine andere Sicht auf den Ukraine-Konflikt.

  1. 8. bis 12. Juni Stopp Ramstein Aktionswochenende an der US-Airbase Ramstein        

Wolfgang Jung ist am 5. April mit seiner Klage gegen die Bundesrepublik am BVG in Leipzig erwartungsgemäß gescheitert. Die Richter folgten wenn auch mit Bedenken der Argumentation der Regierung, man wisse nicht genau was die Amerikaner auf der Base drohnentechnisch so treiben, wolle es auch gar nicht wissen und könne sowieso nichts machen. Umso wichtiger, das Thema einer breiten Öffentlichkeit am Ort des Geschehens und darüber hinaus zur Kenntnis zu bringen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, neben einem Camp ab 8. Juni gibt es eine Reihe Veranstaltungen in der Region Kaiserslauten und als Höhepunkt eine Menschenkette zur Base. Zur Anreise stehen einige Mitfahrgelegenheiten sowie zwei Busse zur Verfügung, die von Berlin kommend in Leipzig zwischenhalten. Derzeitige Abfahrtszeiten sind Freitag am Vormittag (mit Zwischenübernachtung im Camp) sowie in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend mit Rückfahrt nach der Aktion. Kosten der Busse 40 €, ermäßigt 30 €. Zur Koordination einfach melden oder politisch korrekt unter

https://dudle.inf.tu-dresden.de/le-rammstein-menschenkette/ eintragen. Im Anhang der nicht so breite Flyer zur breitestmöglichen Verbreitung.

Bis dahin. Und mensch sieht sich hoffentlich. Gelegenheit ist ja reichlich. Für Kritik, Fragen und Anregungen sind wir wie immer offen.

Veröffentlicht in Antimilitarismus | Getaggt | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief April 2016

Willst du offenkundig sehen, was für eine gottlose Sache der Krieg ist, so nimm wahr, von welchen Leuten er geführt wird.                                                                                   Erasmus von Rotterdam (1466-1635)

 

Vielen Dank an alle Unterstützer, Beteiligte und Teilnehmer des Leipziger Ostermarschs: ihr wart super. Besonderer Dank Nadine Maria Schmidt und den Kunstschaffenden, dem Schmied, den RednerInnen, den weit Angereisten sowie den Bastlern und Kulissenschiebern und und und. Wetter war wie bestellt hervorragend, Teilnahme kann immer größer sein. Der Anachronistische Zug durch die Stadt sah gut aus und brachte eine Menge Aufmerksamkeit. Der Beitrag im Sachsenspiegel war auch ok und kann für die Nichtanwesenden in der Mediathek nachgesehen werden. Für die Anwesenden auch.

Und da nach Ostern vor Ostern ist oder so ähnlich geht es im April nahtlos weiter:

(Dokument als pdf)

  1. Friedenswache montags 18 Uhr             Leuschnerplatz/ S-Bahn Zugang Petersstr.

Zwei Jahre müssten eigentlich rum sein, es wird immer noch Präsenz gezeigt. Da Krieg derzeit nicht das einzige Problem in Leipzig ist, wird es wohl kurz werden: ab 19 Uhr ist mensch in der Gegend des Richard- Wagner-Platzes gefragt. Und zwar auf Seiten der Protestierenden gegen LEGIDA (einigen wenigen Spezialdemokraten und Olivgrünen von der Kosovo- Kriegs- Koalition muss das scheinbar explizit erklärt werden- wieso auch immer).

  1. Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht 05.04. 8.30 Uhr   Simsonplatz   

Der Luftpost-Herausgeber Wolfgang Jung klagt gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Bundesverwaltungsgericht, weil die Bundesregierung nichts dagegen unternimmt, dass die USA völkerrechts- und grundgesetzwidrig weltweit Menschen mit ferngesteuerten Drohnen ermorden. Nach dem Weg durch die Instanzen trifft man sich jetzt in Leipzig. Die Verhandlung beginnt 9.30 Uhr. Wer der Verhandlung beiwohnen kann, melde sich unter http://www.bverwg.de/presse/termine/termin.php?az=BVerwG+1+C+3.15&datum=05.04.2016&uhr=09%3A30

an, damit der Dimitroffsaaal geplan werden kann. Hintergründe in der luftpost im Anhang. Wer keine zeit hat, schickt jemanden vorbei, es wäre das öffentliche Interesse wert. Vor dem Gericht gibt es Informationen zur Drohnenproblematik und die Fahrradkinotour macht Station: „Die Tour führt ein mobiles Fahrradkino mit

sich, bei dem die Energie für die Filmvorführung von 6 bis 8 Radlern erzeugt wird. (Fast) jeder kann dabei mit seinem eigenen Fahrrad mitstrampeln. Gezeigt wird der Film: „How to breed Terrorists and Refugees

– Wie man Terroristen und Flüchtlinge macht.“ Es darf vor Ort mitgestrampelt werden.

Zur Motivation empfohlen ein Beitrag des zdf: http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2485234/Drohnenkrieg—Tod-aus-der-Luft

Nach der Verhandlung wollen sich die Anwälte und eventuell auch der Kläger dann auf dem Platz äußern.

 

  1. Terrorismus, Drohnenkrieg und Deutschland Sonnabend 09.04.              19 Uhr Soziokulturelles Zentrum „Die Villa“ Kleiner Saal     Lessingstraße 7          04109 Leipzig

Die us-amerikanische Antidrohneninitiative CODE PINK bekommt den Wilhelmine von Bayreuth- Preis und tourt bei Gelegenheit der Preisübergabe durch Deutschland. Wer über Drohnen immer schon mal was wissen wollte und keinen Imker des Vertrauens hat, dem wird geholfen. An der Stelle dann gleich eine Mobilisierungsmöglichkeit für die Proteste gegen die Satelittenübertragungsstelle auf der Air Base in Ramstein vom 10. bis 12. Juni. Denkt euch beim Flyer im Anhang einfach die Berliner Daten weg.

 

Veröffentlicht in Leipzig | Getaggt | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief März 2016

  1. Bürger: „Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinanderschlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus, und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten; dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ 2. Bürger: „Herr Nachbar, ja! so lass ichs auch geschehn; sie mögen sich die Köpfe spalten, mag alles durcheinandergehn; doch nur zu Hause bleibs beim alten!“

J.W. Goethe, Faust I, Osterspaziergang

In einer globalisierten Welt wird es trotz geschlossener Balkanroute nichts mit der Ruhe im trauten Heim, beim alten bleibt es auch nicht länger. Wir können uns den Folgen einer verfehlten Politik von Bundesregierung, NATO und EU nicht mehr entziehen und seelenruhig zusehen, wie sich die anderen in Stellvertreterkriegen zum Wohle der Rüstungsindustrie die Köpfe spalten. Dann sollte auch der Osterspaziergang etwas kämpferischer ausfallen. Deswegen:

  1. Ostermarsch in Leipzig Sonnabend 26.03.              10 Uhr             Nikolaikirchhof

Musikalische Unterstützung gibt es in diesem Jahr von Nadine Maria Schmidt und ALLE. Redebeiträge von Jule Nagel, Thomas Kachel, der SDAJ, attac und weiteren. Themen gibt es bei den aktuellen Kriegen und ihren Folgen ohne Ende. Parallel als kleiner Beitrag zur Konversion das Schmieden des Leipziger Friedenspreises. Die Bundeswehr hatte leider wieder keinen Panzer zum Verschrotten übrig, deshalb die beinahe biblische Variante mit dem Schwert und der Sichel. Ab 12 Uhr wird sich wieder die Adaption des Anachronistischen Zugs durch die Innenstadt wälzen, der Bürger soll ja visuell etwas geboten kriegen, damit er ins Grübeln kommt. Im Anhang der Flyer gern auch zum Weitergeben sowie der gemeinsame Aufruf der Kooperation für den Frieden und des Bundesausschuss Friedensratschlag. Wetter soll auch super werden, da muß man sich als Ausrede schon etwas einfallen lassen.

  1. Ostermarsch im Zeitzer Forst Montag 28.03.   14 Uhr        Lonzig/ Waldparkplatz

Wer es am Sonnabend echt nicht schafft, für den gibt es ganz in der Nähe am Ostermontag die Gelegenheit:

„Auf zum Ostermarsch in den Zeitzer Forst am 28. März 2016! Wir setzen Ostern ein Zeichen für eine andere Politik! Wir fordern Frieden, Abrüstung und eine internationale Solidarität.“ Aufgerufen hat die Friedensinitiatve Gera, warum wieso weshalb genauer unter http://www.kein-schuss-im-zeitzer-forst.de/

  1. Ostermarsch und 247. Friedensweg in der OFFENen HEIDe Montag 5 vor 12 Haldensleben

Wer statt im Süden lieber im Norden unterwegs ist, kommt auch nicht drumrum. Könnte sogar eine Radtour von Magdeburg nach Halsdensleben unternehmen. Genaueres unter: www.offeneheide.de

  1. eins, zwei, viele Ostermärsche

Immer noch nichts gefunden? Ganz woanders unterwegs? Hilft alles nichts:

http://www.ostermarsch-info.de/

Dann mal raus auf die Straße mit euch

 

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig, Ostermarsch | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief Februar 2016

Krieg wird sein, solange auch nur ein Mensch am Krieg verdient.

Bertold Brecht (1898-1956)

 

Da sieht es bei den Plänen der Kanonen-Ursel mit 130 Milliarden € zusätzlich für die Bundeswehr in den nächsten zehn Jahren im Brechtschen Sinne düster aus. Welche sozialen, Bildungs-, Kultur- oder Rentenmaßnahmen für diesen Betrag eingespart werden müssen, wurde noch nicht verkündet. Es wird schon irgendwoher kommen. Die Protesttermine häufen sich nicht nur deswegen derart, dass wir ohne eure Unterstützung nicht mehr alles abdecken werden können. Also: Rafft euch auf und macht mit!

 

  1. Red Hand Day Freitag 12.02.  

Die Idee ist so einfach wie genial: „Rote Fingerfarbe auf die Hand, Handabdruck auf Papier drücken, Name, Stadt und Botschaft dazu schreiben, Handabdruck zum Trocknen aufhängen – und später dann mit den Forderungen der Aktion an Politiker schicken, um Druck zu machen für Verbesserungen!“ Wem die ganze Hand zu blutig ist, der könnte sie ja rot ummalen. Infomaterial wird bestellt, Farbe auch aufgetrieben, an der Standbetreuung hapert es noch. Deswegen weder Zeit noch Ort für Leipzig. http://www.redhandday.org

 

  1. „Sicherheitskonferenz“ in München 12. bis 14. Februar

Es ist gelungen, eine sensationell günstige Mitfahrgelegenheit zu den Gegenprotesten (Konferenz und Demo) zu organisieren. 10 Eu für hin und zurück. Und mensch hat Zeit in München: schon am Freitag um 11 geht es los und erst am Sonntag gegen 10 zurück. Da wird natürlich eine Übernachtung gebraucht, aber auch daran wird schon gearbeitet. Bei Interesse mail an mnle@gmx.net

 

  1. Strategiekonferenz der Kooperation für den Frieden 19./20.02. Trinitatisgmeinde

Die Kooperation für den Frieden, ein Zusammenschluss von über sechzig Friedensgruppen und -organisationen, kommt in diesem Jahr zu ihrer 13. Strategiekonferenz nach Leipzig. Die einmalige Gelegenheit, endlich das in Erfahrung zu bringen, was mensch schon immer über den Frieden wissen wollte. Das komplette Programm im Anhang. Wer zusätzlich eine Möglichkeit sieht, das eine oder andere Bett für nicht so zahlungskräftige TeilnehmerInnen von außerhalb zur Verfügung zu stellen, melde sich unter ingo@kleinskram.de. Alles andere unter: www.koop-frieden.de/sub/strategiekonferenz-2016-in-leipzig.html

 

  1. Lichter für Syrien 20.02. ab 18 Uhr        hoffentlich überall

Für Teilnehmer an der Strategiekonferenz der nahtlose Übergang von der Theorie zur Praxis. Ort wird noch bekanntgemacht. Niederschwellige Aktion für Neu- und WiedereinsteigerInnen. Prädikat „Wertvoll“.

 

„Wir wollen mit vielen Friedensinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Flüchtlingsorganisationen sowie weiteren Mitstreitern ein Zeichen gegen Abschottung, Hass und Gewalt setzen, indem in ganz Deutschland Lichter für Syrien entzündet werden. Unsere Idee ist es, mit so vielen Gruppen vor Ort wie möglich, die verschiedensten Aktionen auf die Beine zu stellen. Allen gemeinsam ist Licht als Symbol der Aktion sowie die Forderung nach einem entschlossenen, gewaltfreien Handeln im Syrienkrieg.“ www.lichter-fuer-syrien.de

 

Ausnahmsweise ein Ausgangszitat: „Ma muaß weiterkämpfen, kämpfen bis zum Umfalln, a wenn die ganze Welt an Arsch offen hat, ODER GRAD DESWEGEN.“                                      Konstantin Wecker, Willy I

Die aktuelle (sechste?) Version von 2015 ist übrigens auch vom Feinsten. Dann mal los.

Veröffentlicht in Antimilitarismus | Getaggt , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief Januar 2016

Wer ein fester Dummkopf ist, erträgt die internationale Kriegsberedsamkeit vortrefflich. Wer ein halbwegs normal arbeitendes Gehirn hat, krümmt sich unter ihr in Schmerzen. Alfred Polgar (1873-1955), Der Krieg als Erzieher

Die vergeblichen Wünsche auf ein friedliches Jahr spare ich mir mal, die Realität ist leider eine andere. Stattdessen wünsche ich euch Gesundheit und Kraft, euch weiterhin für den Frieden einzusetzen. Da gibt es auch im neuen Jahr jede Menge Gelegenheiten.

Friedenswache Montag 04.01. 18 Uhr (Kleiner) Wilhelm- Leuschner-Platz Es geht munter weiter. Themen und Probleme gibt es genug, es muss nur etwas dazu gesagt werden. Und viele andere Möglichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung gibt es für uns nicht. An dieser Stelle ein Dank an all jene, die dazu beigetragen haben, dass die Friedenswachen 2015 kontinuierlich stattfinden konnten. Müssten nur ein paar mehr Leute kommen. Eigentlich ein guter Vorsatz…

Go for it- Lauf los für den Frieden Augsburg- Berlin seit 28.12.15 Der Einsatz für Frieden und gegen Krieg soll viele erreichen und auch Spass machen. Dachten sich einige Student*en aus Augsburg und machten sich auf den Friedensweg. Die Gruppe wird nach derzeitgem Stand am 16. Januar von Espenhain kommend in Leipzig eintreffen, am 17. geht es weiter nach Delitzsch. Da es nur wenige Wochen zur Vorbereitung gab, ist noch einiges in puncto logistischer Unterstützung (Übernachtung, Verpflegung, Betreuung…) offen. Mensch kann natürlich auch ein längeres oder kürzeres Stück mittun. Genaueres unter www.go-for-it-frieden.de

Tag der Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 18 Uhr Hauptbahnhof Leipzig Gleis 24 Unser Beitrag wird auch in diesem Jahr eine Veranstaltung an der Gedenkinstallation für alle Deportierten auf dem Leipziger Hauptbahnhof sein. Das Plenum des Roten Stern Leipzig e.V. hat beschlossen, auch weiterhin die Patenschaft für die Installation zu übernehmen und diese für die Jugend- und Bildungsarbeit des Vereins zu nutzen.

„Sicherheitskonferenz“ in München 12. bis 14. Februar Ist zwar noch ein bisschen hin, aber manch eine/r soll ja langfristig planen. Zur Erinnerung: 2014 wurde am Rande der Konferenz von NATO- Repräsentanten, internationalen Politikern und einem gewissen Herrn Klitschko der Putsch in der Ukraine besprochen, an dessen Folgen nicht nur die Ukrainer heute noch zu knabbern haben. 2015 ging es dann um Syiren und wir dürfen gespannt sein, welches Unheil die „Experten“ dieses Mal anrichten. Noch wäre Zeit, ein wenig oder auch ein wenig mehr Protest zu organisieren. In München sind sie schon fleißig am Werkeln und die Polizei hat in der Silvesternacht auch schon mal geprobt, wie solch unbotmäßigem Protest eventuell zu begegnen wäre. Oder glaubt tatsächlich jemand es ginge um Terroristen, deren Namen keiner kennt und von denen niemand weiß, ob es sie überhaupt gibt?

Veröffentlicht in Antimilitarismus, Leipzig | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Leipziger Friedensrundbrief 12/2015

Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Beide sind gleichermaßen unmoralisch.

Peter Ustinov (1921-2004)

Deutschland bereitet sich mit dem obligatorischen Besuch der Bunzlerin oder der Kriegsministerum bei der kämpfenden Truppe auf die mittlerweile übliche Begehung des Festes des Friedens vor. Weil es in Afghanistan zu kalt oder zu unsicher ist, muss schnell ein Einsatz in wärmeren Gefilden her. Legal, illegal, …egal. Auf einem Schiff macht sich auch immer gut, wegen der Takelei. Und die mediale Berieselung mit „Terrorgefahr“ und „Flüchtlingsflut“ zeigt auch Wirkung und eine Mehrheit der Bevölkerung soll endlich für Kriegseinsätze sein. Frohes Fest.

1. Protest gegen Militärmusik Montag 07.12. 18 Uhr Versöhnungskirche Gohlis Viertelsweg
In der Weihnachtszeit benefizt es sich ja wunderbar. Da ist auch nichts gegen einzuwenden, nur muss es a) nicht unbedingt in Uniform und b) nicht in der Kirche sein. Beides zusammen dient dann eher der schleichenden Militarisierung. Wir protestieren seit Jahren gegen Militärmusik, seit letztem Jahr gibt es eine eigene Gruppe zum Thema. Die bittet mit Brassbanditen, Trommelgruppe, ALLE (Arbeiterliederchor Leipzig) und und und zu friedlichem Gegentanz an Stelle von klingendem Spiel. Flyer zum Teilen oder weiterleiten im Anhang.
2. Friedenswache Montag 07.12. 18 Uhr (Kleiner) Wilhelm- Leuschner-Platz

Da obige Veranstaltung eher kulturell ist, wegen gewisser Bündnissbefindlichkeiten und weil Information gerade jetzt extrem wichtig ist, gibt es parallel die Friedenswache. Getrennt spazieren….
3. Kundgebung zum Tag der Menschenrechte Kundgebung zum Tag der Menschenrechte 10.12. 18 Uhr Moritzbastei

Auch da Weiteres zum Weiterleiten im Anhang. Bei der derzeitigen Lage der internationalen Gemeinschaft und der Einhaltung der von ihr propagierten Menschenrechte braucht es wohl keine weitere Motivation zu Kommen. Hoffen wir. Glühwein nach Belieben vorher, hinterher oder gar nicht.
4. Rufmord Buchlesung und Diskussion Rufmord Buchlesung und Diskussion 19.12. 15 Uhr Aufgehende Sonne Ossietzkystr. 1

Wolfgang Gehrke versah sein neuestes Buch mit dem Untertitel: Die Antisemitismus- Debatte gegen links. Das Friedenszentrum Leipzig e.V. lädt ganz herzlich zur Lesung mit anschließender Diskussion in die namens- und adressmäßig passende Lokation. Sicherlich geht es dann auch um die Querfrontdebatte gegen die Friedensbewegung. Moderation: Dr. Helga Lemme und meine Wenigkeit. Auch hier etwas zum (ver-)teilen.

Zum Lesen noch zwei Stellungnamen des Bundesausschuss Friedensratschlag und von Krieg attac zum Syrieneinsatz sowie der Verweis auf www.machwaszaehlt.de. Falls es mit der Besinnung klappt.
friedliche Grüße

Torsten
Kontakt: torsten@friedensweg.de 01520- 6699079

Veröffentlicht in Antimilitarismus | Hinterlassen Sie einen Kommentar